Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://dx.doi.org/10.18419/opus-9027
Autor(en): Wenzel, Konrad
Titel: Dense image matching for close range photogrammetry
Erscheinungsdatum: 2016
Dokumentart: Dissertation
Seiten: 123
URI: http://elib.uni-stuttgart.de/handle/11682/9044
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:93-opus-ds-90444
http://dx.doi.org/10.18419/opus-9027
Zusammenfassung: Dichte Bildzuordnung ermöglicht die Berechnung von 3D Oberflächen aus mindestens zwei Bildern durch die Lösung des Korrespondenzproblems für jedes Pixel. Anhand der Korrespondenzinformation und der bekannten Kamerageometrie kann die Tiefeninformation durch einen Schnitt der Sichtstrahlen im Raum rekonstruiert werden. Dichte Stereobildzuordnung wird beispielsweise für Stereo-Kamerasysteme im Robotik- und Automobilbereich eingesetzt, wo die Tiefeninformation mit hoher Frequenz berechnet und für Aufgaben wie Szenenverstehen und Maschinensteuerung verwendet wird. Die Erweiterung zu Multi-View Stereo ermöglicht die Rekonstruktion von Oberflächen aus mehr als zwei Bildern. In Kombination mit den aktuellen Entwicklungen im Bereich automatischer Orientierungsbestimmung können komplexe Szenen mit beliebiger Kamerakonfiguration ohne weitere Vorinformationen erfasst werden. Hierdurch wird die Erfassung von Oberflächen mit handelsüblichen Kameras für Anwendungen wie Denkmalpflege oder Vermessung ermöglicht. Die Herausforderungen der dichten Bildzuordnung sind insbesondere schwache Texturen und sich wiederholende Muster, welche zu Mehrdeutigkeiten bei der Zuordnung führen. Die verwendete Bildzordnungsmethode sollte diese zuverlässig auflösen können und zudem robust gegenüber radiometrischen und projektiven Unterschieden sein. Szenen mit starken Tiefenvariationen, beispielsweise durch Vordergrundobjekte und entfernten Hintergrund, sollten prozessiert werden können ohne scharfe Kanten oder Details zu verlieren. Fehlzuordnungen und falsche Korrespondenzen durch bewegte Objekte sollten automatisch erkannt werden. In dieser Arbeit wird eine Multi-View Stereo Methode vorgestellt, welche dichte Punkt- wolken für einen gegebenen Satz von Bildern und deren Orientierungen rekonstruiert ohne Vorinformationen über die Szene zu benötigen. Sie skaliert auf große Datensätze komplexer Szenen mit starken Tiefen- und Maßstabsvariationen. Die Methode basiert auf einem multi-baseline Ansatz, bei welchem für jedes Bild Disparitätskarten für mehrere Stereomodelle mithilfe einer hierarchischen Semi Global Matching Methode berechnet werden. Anschließend werden die resultierenden Disparitätskarten in einem Multi-Stereo Triangulationsschritt für die Berechnung einer dichten Punktwolke verwendet. In einer darauf folgenden Punktwolkenfusion und -filterung werden die Punktwolken der Einzelbilder zusammengefasst und validiert, um Ausreißer und redundante Punkte zu eliminieren. Das erste Kapitel umfasst eine Einleitung in das Thema und die Ziele dieser Arbeit. Im zweiten Kapitel wird der Stand der Forschung im Vergleich zu der in dieser Arbeit vorgestellten Methode diskutiert. Die Methode selbst wird den darauffolgenden drei Kapiteln im Detail behandelt. Das dritte Kapitel umfasst dabei den multi-baseline Ansatz für die bildweise Extraktion von Punktwolken, während das vierte Kapitel das Problem der Auswahl von günstigen Stereomodellen in Bezug auf geometrische Konfigurationen diskutiert. Im fünften Kapitel folgt ein Nachverarbeitungsschritt zur Punktwolkenfusion und -filterung. Das siebte Kapitel umfasst eine Zusammenfassung mit Hinblick auf Grenzen des Verfahrens sowie mögliche Erweiterungen.
Enthalten in den Sammlungen:06 Fakultät Luft- und Raumfahrttechnik und Geodäsie

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