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Hinweis zum Urheberrecht

Diplomarbeit, Magisterarbeit zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:bsz:93-opus-3644
URL: http://elib.uni-stuttgart.de/opus/volltexte/1999/364/


Baldassarre Croce - ein Maler der katholischen Reform

Steinemann, Holger

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Dokument 1.pdf (374 KB)

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SWD-Schlagwörter: Rom , Malerei , Gegenreformation , Bildprogramm
Institut: Institut für Kunstgeschichte
DDC-Sachgruppe: Malerei
Dokumentart: Diplomarbeit, Magisterarbeit
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 1996
Publikationsdatum: 15.06.1999
Kurzfassung auf Deutsch: Der aus Bologna stammende Maler Baldassarre Croce ist Repräsentant einer Epoche, die durch die reformerisch-restaurativen Bestrebungen der katholischen Kirche geprägt ist. Croce war nicht nur zeitlebens in Rom, dem Zentrum der katholischen Restauration, tätig, sondern auch unmittelbar in viele der von den Päpsten initiierten Freskierungskampagnen eingebunden. Der Zeitraum seiner künstlerischen Aktivität in Rom umspannt zehn Pontifikate, von Gregor XIII. (1572-85) bis Urban VIII. (1623-44).
Die vorliegende Untersuchung unternimmt den Versuch, die Merkmale, die Croces Kunst als repräsentativ für seine Epoche ausweisen, herauszuarbeiten, und dies auf zweierlei Wegen. Im ersten Teil werden exemplarisch an Croces Zyklus der alttestamentarischen Susanna in der römischen Kirche S. Susanna die Darstellungsmöglichkeiten und die Vielfalt der in den Bildern veranschaulichten geistesgeschichtlichen Bezüge vorgestellt. Der zweite Teil, der als Werkkatalog Croces angelegt ist, bietet einen Querschnitt der Themen, die die Bildwelt der Reformmalerei bestimmen. Der Leitgedanke, der beide Teile verbindet, ist der des Zitats. Im legitimierenden Rückgriff auf die Vorstellungswelt vergangener Epochen versucht die katholische Kirche in nachtridentinischer Zeit ihren geschichtlichen Ort zu definieren, sie stellt sich in die Tradition der Märtyrer, der Kirchenväter und der mittelalterlichen Theologie. Die Vergegenwärtigung des Vergangenen hat auch nachhaltige Auswirkungen auf die Kunst gehabt. Im bildlichen Zitat wird die Geschichte des frühen Christentums und seiner Protagonisten aktualisiert und für die kirchenpolitischen Bestrebungen nutzbar gemacht.