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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:bsz:93-opus-43433
URL: http://elib.uni-stuttgart.de/opus/volltexte/2009/4343/


Growth without sprawl - conversion as an instrument for sustainable urban development : case study Bogotá, Colombia

Wachstum ohne Flächenverbrauch - Konversion als Instrument für eine nachhaltige Stadtentwicklung : Fallstudie Bogotá, Kolumbien

Leyva Douat, Nicolas

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SWD-Schlagwörter: Stadtentwicklung , Flächennutzung , Brache , Bogotá
Freie Schlagwörter (Deutsch): Innenentwicklung , Konversion , Flächenrecycling
Freie Schlagwörter (Englisch): Urban conversion , inner development , brownfield recycling , Bogota
Institut: Städtebau-Institut
Fakultät: Fakultät Architektur und Stadtplanung
DDC-Sachgruppe: Landschaftsgestaltung, Raumplanung
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Ribbeck, Eckhart (Prof. Dr.-Ing.)
Sprache: Englisch
Tag der mündlichen Prüfung: 30.06.2009
Erstellungsjahr: 2009
Publikationsdatum: 02.11.2009
Kurzfassung auf Englisch: Transformation is an intrinsic characteristic of the city. Today, cities around the globe experience the consequences of an urban revolution. While some conurbations undergo processes of deindustrialization, others, mostly in developing countries, are still experiencing the phases of industrialization in the form of an explosive urbanization. The negative effects of urban sprawl are mostly palpable in the destruction of environments, the unnecessary use of resources and an increase of social segregation. Urban sprawl is also linked to the deterioration of centers and to an inefficient distribution of land uses.
Sustainable urban development implies a more environmental and social handling of urban land. An effective strategy to counteract urban sprawl is the implementation of inner urban development by means of conversion, which is understood as a reutilization of brownfields or suboptimally used urban sites by introducing new land uses. Frequent examples of potentially convertible sites are former industrial and military areas, as well as infrastructural sites such as railways and ports.
Many European cities have faced the challenge of turning urban development more sustainable. Stuttgart has demonstrated how inner development is a feasible task when planners are equipped with adequate instruments for implementation. Stuttgart has revitalized innumerable areas which had suffered the effects of postindustrialization and the end of Cold War. The city has become an international paradigm of sustainable development.
In the last two decades, Bogotá has experienced a revolution in terms of urban planning. However, the city has still not realized the importance of stopping urban sprawl. A true sustainable development can only be attained by systematically identifying conversion areas and by managing and promoting their development. Until now, Bogotá has very few examples of conversion projects in spite of its enormous potential for inner development.
Cities must rethink their development strategies and look for paradigms in order to face the ever more complex urban problems. The present work intends to prove that Bogotá not only meets the conditions for implementing conversion measures, but that it also has the legal platform to rethink traditional methods of urban planning. In an investor-oriented city like Bogotá, urban conversion constitutes an instrument for the reduction of demand for new urban land. Conversion also constitutes a chance of improving spatial and social quality. It becomes an opportunity to generate social inclusion by assigning central areas for the development of socially and functionally mixed spaces. In this context, the approach to inner development in Bogotá has a strong social component.
Improving urban quality of life requires new visions. In a rapidly urbanizing world, decision-makers need to develop strategies to make our natural habitat (which is the city) more livable. This work intends to contribute to this objective.
Kurzfassung auf Deutsch: Ein inhärentes Merkmal der Stadt ist Transformation. Städte weltweit erfahren heutzutage die Auswirkungen einer urbanen Revolution. Während einige Städte Prozesse der Deindustrialisierung durchleben, erleben andere, meistens in Entwicklungsländern, Phasen der Industrialisierung in Form von einer raschen Urbanisierung. Dabei werden natürliche Ökosysteme vernichtet, wertvolle Ressourcen verbraucht und soziale Segregation gesteigert. Zudem trägt die Verstädterung der „grünen Wiese“ zum Zerfall der Stadtkerne und zu einer ineffizienten Verteilung der Flächennutzung bei.
Eine nachhaltige Stadtentwicklung verlangt einen umweltfreundlichen und sozialgerechten Umgang mit urbanen Flächen. Eine der effektivsten Strategien, um dem grenzenlosen Wachstum der Städte entgegenzuwirken, ist die Implementierung von Innenentwicklung durch die Konversion von Bauflächen. Konversion versteht sich als die gezielte Umnutzung von Brach- und untergenutzten Flächen. Häufige Beispiele von Konversionsflächen sind ehemalige Industrie-, Bahn- und Militärgelände sowie Häfen.
Viele europäische Städte zielen bereits mit Entschlossenheit auf urbane Konversion. Stuttgart beweist, dass Innenentwicklung möglich ist, wenn notwendige Instrumente zur Implementierung vorhanden sind. Diese Stadt hat unzählbare Flächen konvertiert und sich dadurch als ein internationales Modell der Nachhaltigkeit etabliert.
Bogotá erlebt in den letzten Jahren eine städteplanerische Revolution. Dennoch hat die Stadt noch nicht begriffen, wie notwendig es ist, die Urbanisierung von ländlichem Umland zu stoppen. Obwohl die Stadt eine enorme Anzahl an potentialen Konversionsflächen besitzt, gibt es bisher sehr wenige Konversionsprojekte. Eine wahre nachhaltige Stadtentwicklung in Bogotá ist nur möglich, wenn die Potenziale systematisch identifiziert und genutzt werden.
Die Ziele einer sozialen und umweltbedingten Nachhaltigkeit können anhand eines effizienten Managements urbaner Flächen erreicht werden. Städte müssen ihre Entwicklungsstrategien überdenken und nach Paradigmen suchen, um traditionelle Planungsmethoden in Erwägung zu ziehen. In einer investororientierten Stadt wie Bogotá ist Konversion ein wichtiges Instrument zur Reduzierung der Flächeninanspruchnahme. Zudem ist sie eine Chance zur Verbesserung der räumlichen und sozialen Qualität der Stadt. Darüber hinaus bietet urbane Konversion eine einmalige Gelegenheit, soziale Inklusion in innenstädtischen Bereichen zu fördern, denen sozial und funktional gemischte Flächen zugewiesen werden. In diesem Kontext wäre der der Ansatz einer Innentwicklung in Bogotá durch seine starke soziale Komponente anders als in vielen europäischen Städten.
Die Verbesserung der Lebensqualität in unseren Städten verlangt neue Visionen und deren Realisierung. In einer schnell urbanisierenden Welt müssen Entscheidungsträger Strategien entwickeln, um unser Habitat (die Stadt) lebenswerter zu machen. Diese Arbeit soll dazu beitragen, dieses Ziel zu erreichen.
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