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    A Question of Good Citizenship - eine empirische Analyse über die Verankerung staatsbürgerlicher Normen in mittel- und osteuropäischen Staaten
    (2011) Stelzmüller, Simone; Gabriel, Oscar W. (Prof. Dr.)
    Die Arbeit umfasst empirische Analysen zur Konzeption, der Verbreitung und den Determinanten guter Staatsbürgerschaft. Sie leistet einen Beitrag um die Debatte der sogenannten „Good Citizenship“ in postkommunistischen Ländern.
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    Der Einfluss zivilen Engagements auf die Unterstützung sozialer Normen in Europa
    (2010) Silber, Kathrin; Gabriel, Oscar W. (Prof. Dr.)
    Die Interpretation von Vereinen als "Schulen von Demokratie" ist Bestandteil des Konzepts sozialen Kapitals, das seit den 1990er Jahren einen prominenten Platz in den Sozialwissenschaften einnimmt. In der entsprechenden Literatur wird ehrenamtliches Engagement als essentiell für die Stabilität und Leistungsfähigkeit von Demokratien angesehen, da es insbesondere interpersonales Vertrauen und soziale Normen unter den Engagierten fördert. Es wurden bereits zahlreiche empirische Untersuchungen zu sozialem Kapital und der Interdependenz seiner drei Bestandteile Netzwerke zivilen Engagements, interpersonalem Vertrauen und sozialen Normen durchgeführt. Nachholbedarf besteht jedoch in der Analyse des Zusammenhangs zivilen Engagements und sozialer Normen. Es ist das Ziel dieser Untersuchung zur Klärung der Frage beizutragen, welche konkreten Aspekte zivilen Engagements zur Unterstützung sozialer Normen beitragen. Als theoretische Fundierung der Forschungsfrage dienen neben dem Konzept sozialen Kapitals hauptsächlich die Partizipationsforschung und die Zivilgesellschaftstheorie sowie Konzepte guter Staatsbürgerschaft. Die empirischen Analysen beinhalten zunächst eine Charakterisierung zivilen Engagements und der Unterstützung sozialer Normen in Europa. Dabei werden strukturelle, inhaltliche und individuelle Rahmenbedingungen zivilen Engagements berücksichtigt, die über den Formalisierungsgrad der Involvierung, die Engagementbereiche sowie die Intensität des Engagements operationalisiert werden. Bei der Unterstützung sozialer Normen werden mit Gemeinsinn, sozio-politischem Bewusstsein sowie Gesetzestreue drei Normdimensionen unterschieden, die im Kern kommunitaristischer, liberaler und traditionell-elitistischer Staatsbürgerverständnisse stehen. Die Ergebnisse zeigen, dass sich ziviles Engagement in Europa quantitativ und qualitativ unterschiedlich darstellt. Während freiwillige Involvierung in Nord- und Osteuropa stark verbreitet ist, ist das Niveau zivilen Engagements in West- und Südeuropa geringer. Andererseits sind West- und Südeuropäer tendenziell aktiv und vernetzt engagiert, während anderswo passive, individuelle Involvierung eine größere Rolle spielt. Europaweit identisch ist dagegen das bevorzugte Engagement in sozial-religiös-kulturellen Organisationen sowie Sport- und Freizeitvereinigungen. Bezüglich der Unterstützung der drei Dimensionen sozialer Normen zeigen sich ebenfalls quantitative Unterschiede. Generell finden Gesetzestreue, sozio-politisches Bewusstsein und Gemeinsinn in Osteuropa die größte Unterstützung. In der Priorität der drei Normdimensionen ist Gemeinsinn länderübergreifend am Ende angesiedelt. Um zu untersuchen, welche Aspekte zivilen Engagements die Unterstützung sozialer Normen beeinflussen, werden verschiedene multivariate Analysemodelle getestet. Die Ergebnisse zeigen zum einen eine unterschiedliche Eignung der Modelle für die drei untersuchten Normdimensionen und zum anderen eine unterschiedliche Eignung für die untersuchten Länder. Es werden, in Übereinstimmung mit dem Sozialkapitalansatz, die stärksten Zusammenhänge zwischen zivilem Engagement und Gemeinsinn nachgewiesen. Außerdem wirkt sich intensive Involvierung besonders stark aus. Je nach Engagementbereich können die Effekte dabei positiv oder negativ sein. Vernetzt Aktive in sozial-religiös-kulturellen Vereinigungen sind besonders zuverlässige Unterstützer von Gemeinsinn. Auch sozio-politisches Bewusstsein und Gesetzestreue können durch zivile Involvierung erklärt werden, wobei jedoch auch andere Organisationsbereiche eine Rolle spielen. Insgesamt können Effekte struktureller, inhaltlicher und individueller Parameter zivilen Engagements auf die Unterstützung sozialer Normen nachgewiesen werden. Bezogen auf die untersuchten Länder bedeutet dies, dass die Analysemodelle besonders gut für Westeuropa geeignet sind, wo sich ziviles Engagement besonders intensiv vollzieht. Die Qualität der freiwilligen Involvierung ist für die Unterstützung sozialer Normen also wichtiger als die Quantität. Diese Ergebnisse knüpfen einerseits an bereits vorhandene Studien an, gehen aber insofern darüber hinaus, als sie die besondere Rolle der Vernetzung in Vereinigungen für die Effekte zivilen Engagements veranschaulichen. In einem letzten Analyseschritt wird nachgewiesen, dass neben der Integration in Vereinigungen auch die Integration in sozialen Netzwerken aus Familien und Freunden sowie die Verbundenheit zum Wohnort Einfluss auf die Unterstützung sozialer Normen haben können. Zudem werden Effekte des dritten Sozialkapitalelements, interpersonales Vertrauen, veranschaulicht, die sich sowohl in der Interaktion mit zivilem Engagement als auch mit der Unterstützung sozialer Normen zeigen und somit die Interdependenz der drei Bestandteile belegen.
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    Evaluation integrierter Stadtteilentwicklungsplanung am Beispiel des Bund-Länder-Städtebauförderprogramms "Soziale Stadt" : eine sozialwissenschaftliche Fallstudie
    (2006) Fries, Sven; Gabriel, Oscar W. (Prof. Dr.)
    Deutschland hat bei der Initiierung von integrierten Stadtteilentwicklungsprogrammen in der Vergangenheit nicht gerade Pionierarbeit geleistet. Mittlerweile lässt sich jedoch erkennen, dass sich dieser experimentelle Planungsansatz mit der Zeit durchzusetzen vermag (vgl. GAWRON 2005: 184f.). Dies kann als Reaktion darauf verstanden werden, dass sich das klassische Element der Städtebauförderung mit seinen traditionellen und sektoralen Programmstrukturen zunehmend als inadäquat herausstellt. Gründe dafür sind in erster Linie in den komplexeren und sich schneller wandelnden gesellschaftlichen Problemkonstellationen zu suchen, welche einen umfassenderen Programmaufbau und eine effektivere Programmsteuerung erfordern. Die Bundesregierung hat im Jahr 1999 auf die sich verschärfenden Bedingungen und die daraus erwachsenden Notwendigkeiten in den Städten reagiert. Sie hat mit dem Programm "Soziale Stadt – Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf" (kurz: "Soziale Stadt") einen gebietsbezogenen, integrierten und integrativen Planungsansatz aufgelegt, der die Lebenssituation der Quartiersbewohner in benachteiligten Stadtquartieren verbessern und eine nachhaltig wirkende Stadtteilentwicklung fördern soll. Zentrale Elemente sind dabei die ämterübergreifende Steuerung und das Zugehen auf die Bewohner, die – im Sinne des aktivierenden Staates und im Zusammenhang mit den unter dem Stichwort "Good-Local-Governance" oder "Bürgerkommune" bekannten lokalen Ansätzen – stärker als bisher mit einbezogen und damit in die Verantwortung genommen werden. Vor dem Hintergrund der veränderten Rahmenbedingungen und enger werdender finanzieller Spielräume der öffentlichen Hand besteht nach Meinung zahlreicher Wissenschaftler, politischer Entscheidungsträger und administrativer Akteure die Notwendigkeit darin, in Bezug auf das Programm "Soziale Stadt" entsprechende Formen der prozessbegleitenden und abschließenden Evaluation zur Überprüfung der Wirkung und Zielerreichung einzusetzen. Das heißt, mit dem Beratungs- und Bewertungsinstrument der Evaluation soll die Effektivität des Programms auf den Prüfstand gestellt werden. Auf europäischer Ebene sind Evaluierungen der Strukturförderprogramme schon seit geraumer Zeit zwingender Zusatz bei der Implementation von Programmen. Hingegen wird aufgrund der unzureichend ausgebildeten deutschen Evaluationstradition die "Soziale Stadt" bisher – von wenigen Ausnahmen abgesehen – ohne eine langfristige und methodisch abgesicherte Evaluation in Angriff genommen. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, dieses wissenschaftsdisziplinen-übergreifend beklagte Evaluationsdefizit in diesem Politikfeld anzugehen. Hieraus ergeben sich drei konkrete Fragen, die im Weiteren erörtert werden sollen: 1. Wie muss ein Evaluationsdesign aussehen, welches – zugeschnitten auf ein benachteiligtes Gebiet – eine fundierte Wirkungsanalyse zulässt? 2.Welche Gesichtspunkte sind aus der Perspektive der ersten Evaluationsergebnisse für eine nachhaltige Entwicklung dieses Programmgebietes entscheidend? 3.Welche Aussagen lassen sich aufgrund der Evaluationsergebnisse über eine weitergehende Förderung der "Sozialen Stadt" treffen? Verlässliche Antworten auf diese Fragen kann nur eine Evaluation liefern, die sich einem Programmgebiet von Anfang an widmet, das heißt, von den vorbereitenden Untersuchungen über die Zielformulierung bis hin zu einer kontinuierlichen Begleitung der Implementations-Phase. Eine solche Vorgehensweise bildet die Grundlage dieser Arbeit. Untersuchungsgebiet ist die Pliensauvorstadt in Esslingen am Neckar. Die vorliegende "interaktive Evaluation" (WIDMER/BINDER 1997: 219) strebt danach, das Programm "Soziale Stadt" in der Pliensauvorstadt in der hohen Komplexität der Strukturen, Abläufe, Verfahren und Kontextsituationen sowie der Eigendynamik zu erfassen, und es mit Hilfe der Akteure im Praxistest zu interpretieren. Um diesem Vorhaben gerecht werden zu können, muss ein längsschnittartig, multimethodisch und modellhaft angelegtes Evaluationsdesign konzipiert werden. Indikatoren, welche den Stand der Implementation sowie die Zielerreichung dreier großer Untersuchungsfelder messen, sollen eine fundierte Bewertung ermöglichen – und zwar im Verlauf der Programmimplementation als Instrument der Qualitätssicherung und zu deren Abschluss im Sinne einer Bilanz. Die erwähnten Untersuchungsfelder sind: "Kinder und Jugendliche", "Gesellschaftliche und politische Teilhabe" sowie "Image und Identität". Sie bilden den Schwerpunkt des empirischen Teils der Analyse. Das Design und die aus den qualitativen und quantitativen Indikatorensets gewonnene umfangreiche und vielfältige Materialbasis erlauben es, die Multidimensionalität der Fragestellung und die Vielfalt der Perspektiven nach zwei Jahren Laufzeit angemessen zu analysieren sowie relevante prozess- und steuerungsoptimierende Informationen bereitzustellen.
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    Individuelle Migrationsentscheidungen am Beispiel polnischer Migranten in Baden-Württemberg : eine Untersuchung zum individuellen Entscheidungsverhalten bei transnationaler Mobilität
    (2013) Seyffer, Silke; Gabriel, Oscar W. (Prof. Dr.)
    Die vorliegende Studie behandelt die Frage, wie sich Individuen für eine nicht nur kurzzeitige transnationale Migration entscheiden: Geschieht dies nach rationalen Gesichtspunkten, nach objektivierbaren Kriterien mit einer Fülle von Informationen und durchdachtem Plan oder handelt es sich um spontane, subjektive Entscheidungen, bei denen Informationssuche und strukturierte Überlegungen im Vorfeld keine wichtige Rolle spielen? Eingangs werden für die Studie relevante Entscheidungs- und Migrationstheorien vorgestellt, wobei deutlich wird, dass normative Theorien, wie der Rational Choice-Ansatz, nicht dafür geeignet sind darzustellen, wie Individuen sich tatsächlich entscheiden, sondern vielmehr ein vereinfachendes Bild dessen vermitteln, wie man sich unter optimalen Bedingungen und vollkommener Informiertheit entscheiden sollte. Deskriptive Theorien dagegen sind darauf ausgerichtet zu analysieren, wie Individuen in der Realität Entscheidungen treffen. Der Fokus dieser Untersuchung liegt auf deskriptiven Entscheidungsmodellen, und darunter insbesondere auf heuristischen Strategien, die die eingeschränkten Informationsverarbeitungskapazitäten des Menschen ebenso wie eine mitunter schlechte Informationslage sowie begrenzte zeitliche Ressourcen berücksichtigen. Um also der Frage nach dem Wie der Entscheidungsfindung bei einer so weitreichenden Entscheidung wie einer transnationalen Migration nachzugehen, wurden 22 Leitfadeninterviews mit Migranten aus Polen geführt. Im Ergebnis zeigt sich, dass die Interviewpartner in den meisten Fällen keine Optimierungsstrategie bei der Migrationsentscheidung verfolgten, sondern auf heuristische Entscheidungsstrategien, darunter vor allem one reason decisions, wie die Minimalist- und die Take the Best-Heuristik, sowie die Affekt-Heuristik, zurückgriffen. Aber auch die Verfolgung einer Satisfizierungsstrategie ist mehrfach erkennbar, ebenso wie in zwei Fällen Optimierungstendenzen zu attestieren sind. Der jeweils angegebene Wanderungsgrund kann als stärkster Indikator für die Wahl der Entscheidungsstrategie angesehen werden: Bei beruflichen Wanderungsgründen findet am ehesten eine Optimierungs- oder Satisfizierungsstrategie Anwendung. Ebenso erscheinen die Wanderungen aus wirtschaftlichen Gründen wenn auch nicht detailliert geplant, so zumindest an einer Satisfizierungsstrategie unter Festlegung eines bestimmten Aspirationsniveaus ausgerichtet worden zu sein. Eher emotional geprägt und wenig planvoll sind die Wanderungen aus familiären und idiosynkratischen Gründen, die zumeist auf einer Affekt-Heuristik oder one reason decision beruhen. Die weiteren Ergebnisse der Studie zeigen, dass die Zufriedenheit mit der Wanderungsentscheidung im Rückblick zwar nicht völlig unabhängig von der angewendeten Entscheidungsstrategie zu betrachten ist. Jedoch garantiert auch die Anwendung einer Optimierungsstrategie mit umfangreicher Kosten-Nutzen-Abwägung keine höhere Zufriedenheit oder verhindert das Auftreten von kognitiver Dissonanz. Insgesamt zeigt sich über alle angewendeten Entscheidungsstrategien hinweg eine hohe Zufriedenheit mit der Migration, wobei insbesondere familiäre und berufliche Aspekte und deren Entwicklung im Verlauf des Aufenthalts als wesentliche Einflussfaktoren zu bewerten sind. Nachdem Männer die Migrationsentscheidung weniger emotional bewerten als Frauen, ist unter den männlichen Interviewpartnern insgesamt eine geringere kognitive Dissonanz erkennbar und zwar unabhängig von der verwendeten Entscheidungsstrategie. Im Verlauf des Aufenthalts in Deutschland zeigt sich bei den meisten Interviewpart-nern außerdem ein Wechsel der Entscheidungsverhaltensweisen. Hier wird deutlich, dass Individuen nicht in jeder Entscheidungssituation dieselbe Entscheidungsstrategie anwenden, sondern vielmehr die Wahl der Strategie am jeweiligen Entscheidungsproblem mit den gegebenen Rahmenbedingungen sowie an bisherigen Erfahrungen mit bestimmten Entscheidungsverhaltensweisen ausrichten. Als wichtige Determinanten für die Wanderungsentscheidung lassen sich in der Untersuchung das Vorhandensein von Netzwerken im Zielland ebenso wie die Phase im Lebenszyklus bestätigen. Netzwerke begünstigen grundsätzlich eine transnationale Migration, dennoch ist die Wichtigkeit eines Netzwerkes für die Wanderungsentscheidung unterschiedlich hoch und hängt unter anderem vom Wanderungsgrund ab. Die Phase im Lebenszyklus wiederum zeigt, dass eine Wanderung in jungen Jahren bei nicht fixierter Lebensplanung eher vollzogen wird, wenngleich bestehende familiäre Verpflichtungen einer transnationalen Migration nicht grundsätzlich entgegenstehen und gleichzeitig nicht automatisch zu planvollerem Vorgehen bei der Migration führen. Die Bleibewahrscheinlichkeit wiederum steigt mit zunehmender Wohndauer in Deutschland, was unter anderem auf die vorhandene Migrationserfahrung, aber auch auf die Phase im Lebenszyklus zurückgeführt werden kann.
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    "Kooperative Planung" in der kommunalen Sportpolitik : Evaluation eines bürgerbeteiligenden Verfahrens in der kommunalen Sportentwicklungsplanung
    (2007) Eckl, Stefan; Gabriel, Oscar W. (Prof. Dr.)
    Ausgangspunkt dieser Arbeit ist die Frage, ob das Verfahren der "Kooperativen Planung" ein bürgerbeteiligendes Instrument der kommunalen Sportentwicklungsplanung ist und ob sich das Verfahren in der Praxis erfolgreich umsetzen lässt. Dabei wird unter kommunaler Sportentwicklungsplanung ein zielgerichtetes methodisches Verfahren verstanden, um die Rahmenbedingungen für Sport und Bewegung der Bevölkerung zu sichern. Inhaltlich umfassen diese Rahmenbedingungen neben den Sport- und Bewegungsräumen auch die Organisations- und Angebotsformen von Sport und Bewegung (vgl. RÜTTEN / SCHRÖDER / ZIEMAINZ 2003: 8f.). Das Forschungsproblem liegt einerseits in der Diskussion zur „Bürgergesellschaft“ (vgl. DEUTSCHER BUNDESTAG 2002) begründet. Hier wird u.a. hinterfragt, mit welchen Methoden und Verfahren die Bürgerschaft in politische Planungs- und Entscheidungsprozesse eingebunden werden kann. Unterstützung erfährt die Diskussion durch die Arbeiten von PUTNAM (1993, 2000), wonach die Legitimation des politischen Systems von sozialem Kapital abhängig ist. Ein wesentlicher Aspekt von sozialem Kapital ist die Einbindung der Bürger in soziale Netzwerke. Andererseits kann das Forschungsproblem aus der Beschreibung des neuen Sportverständnisses der Bevölkerung, welches durch eine Vielzahl an empirischen Studien zum Sportverhalten in den letzten Jahren ausführlich dokumentiert ist (vgl. exemplarisch HÜBNER / VOIGT 2004), abgeleitet werden. Der Wandel des Sports, charakterisiert durch eine zunehmende Individualisierung der Sportmotivation, einer gleichzeitigen Ausdifferenzierung des Sportartenspektrums und damit einhergehend eines Verlustes des Organisations- und Deutungsmonopols der Sportvereine, stellt die lokale Sportpolitik vor neue Herausforderungen, die mit den traditionellen Mitteln der Sportpolitik nicht zu lösen sind (vgl. RITTNER / BREUER 2000; RITTNER 2003b). Der Gewinn dieser Arbeit liegt in einer detaillierten und vergleichenden Beschreibung der Anwendung der "Kooperativen Planung" in der kommunalen Sportentwicklungsplanung. Damit leistet sie einen Beitrag zur Sportentwicklungsforschung, da aus sportwissenschaftlicher Perspektive dieses Planungsverfahren für die gesamtstädtische Ebene bisher noch nicht detailliert erfasst und evaluiert wurde. Aus politikwissenschaftlicher Sicht liegt der Gewinn dieser Arbeit in der Darstellung eines bürgerbeteiligenden Planungsansatzes sowie in einem Beitrag zur Entwicklung eines policy-Feldes kommunale Sportpolitik.
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    Lega Nord, Forza Italia und Movimento Sociale Italiano-Alleanza nazionale: eine instrumentelle Koalition ohne programmatisch-ideologische Kongruenz?
    (1998) Lalli, Roberto Philipp; Gabriel, Oscar W. (Prof. Dr.)
    In dieser Arbeit wird der Wahlsieg des sogenannten 'Pols der Freiheit' um Silvio Berlusconi bei den italienischen Parlamentswahlen 1994 analysiert. Die Arbeit enthält eine umfassende Beschreibung dieser Wahlen aus koalitionstheoretischer Sicht, gibt aber auch eine bisher nicht vorhande deskriptive Gesamtübersicht über das politische System Italiens bis 1994. Außerdem enthält es Interviews mit wichtigen Repräsentanten von Forza Italia, der Lega Nord und Alleanza nazionale und eine Beschreibung deren Parteiprogramme und Organisationsstrukturen.
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    Die Oberbürgermeisterwahl in Stuttgart 1996 : Parteipolitik und Wahlkampfstrategie: die kommunale Persönlichkeitswahl im Spannungsfeld der modernen Parteiendemokratie ; eine Einzelfallstudie
    (2004) Hoecker, Markus; Gabriel, Oscar W. (Prof. Dr.)
    Die Arbeit untersucht Formen der Einflussnahme politischer Parteien auf die Bürgermeisterwahl in Baden-Württemberg. Sie tut dies im Wege einer Einzelfallstudie und hat die Oberbürgermeisterwahl in der Landeshauptstadt Stuttgart aus dem Jahr 1996 zum Gegenstand. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass die Parteien in großen Städten erheblichen Einfluss im Wahlkampf erheblichen Einfluss auf das Wahlergebnis nehmen können. (Die Landeshauptstadt Stutgart ist die größte Kommune in Baden-Württemberg.)
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    Politische Macht und Responsivität in der Großstadt : eine Studie zur Einstellungskongruenz kommunalpolitischer Akteure am Beispiel der Stadt Stuttgart
    (2002) Walter, Melanie; Gabriel, Oscar W. (Prof. Dr.)
    Wessen Präferenzen repräsentiert der gewählte Abgeordnete im Parlament? Für diese in der empirischen Demokratietheorie wichtige Frage existiert bis heute kein realitätsgerechtes Forschungsdesign. Diese Arbeit versucht dieses Defizit zu mindern, indem das Repräsentationsmodell der beiden Amerikaner MILLER/STOKES, das die Beziehung zwischen Wählern und Abgeordneten untersucht, modifiziert wird. Nach Anregung von HOFFMANN-LANGE werden alle Gruppen berücksichtigt, die an Entscheidungen beteiligt sind. Da dies einen großen Rechercheaufwand verlangt, konnte nur eine statische Querschnittsanalyse in einer Stadt (Stuttgart) zu einem Zeitpunkt (1997) realisiert werden. Ziel ist dennoch ein Repräsentationsmodell, das auf allen politischen Ebenen anwendbar ist. Der Theorieteil gibt einen Überblick über die Community Power-Ansätze und die empirischen Ergebnisse; insgesamt wurden 200 Annahmen erarbeitet. Untersucht werden die Einstellungenkongruenzen (22 Themen) zwischen den Stadträten und den anderen lokalen Akteure sowie die Politikergebnisse der letzten Jahre. Demnach liegt in Stuttgart eine etabliert-demokratische Elitenkonstellation bzw. ein konsensorientiertes Repräsentationsmodell vor. D.h., daß die Wünsche der gesellschaftlichen Eliten und die der Bürger von der politisch-administrativen Elite gut repräsentiert werden. Für einzelne Themen ist jedoch eine Variation im Responsivitätsverhalten festzustellen. Wie die Entscheidungen real aussehen, kann nicht beantwortet werden. Die Kongruenz zwischen Eliten- und Bürgerwünschen und die sich im Haushalt widerspiegelnde Responsivität kann Mehreres beinhalten; letztlich ist wichtig, daß das Ergebnis die Bürgerpräferenzen präsentiert. Dies ist der Fall, allerdings kann nichts über die Einflußprozesse gesagt werden. Für weitere Studien ist spannend, welche Ergebnisse das Responsivitätsmodell in anderen Gemeinden bzw. in anderen Ländern liefert. Vergleichende Längsschnittanalysen sollten deshalb die künftige Orientierung sein.
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    "Within the secret garden of politics" : candidate selection and the representation of immigrant-origin citizens in Germany
    (2019) Deiss-Helbig, Elisa; Gabriel, Oscar W. (Prof. Dr.)
    Die quantitativ angelegte Studie geht der Frage nach, inwieweit Parteien und der Prozess der Kandidatenauswahl für die geringe Präsenz von Menschen mit Migrationshintergrund in den Parlamenten verantwortlich sind. Die zentrale Frage lautet, ob Personen mit Migrationshintergrund, die sich um ein Kandidatenamt bewerben, sich spezifischen Hindernissen gegenüber sehen, die auf wahlstrategische Aspekte, die ideologische Ausrichtung der Partei und/oder Aspekte innerparteilicher Prozesse zurückzuführen sind. Die Beanwortung dieser Frage erfolgt am Beispiel der Bundesrepublik Deutschland auf der Grundlage verschiedener komplementär verwendeter Datenquellen (Daten zu Namen von Aspiranten und zu den Nominierungen sowie eine Online-Umfrage unter Parteimitgliedern).
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