15 Fakultätsübergreifend / Sonstige Einrichtung

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    Verantwortung für die Technik - ein Institutionenproblem
    (1991) Hubig, Christoph
    Die Übernahme einer Verantwortung für die Technik erscheint daher nach wie vor als zwar schwieriges, aber sukzessiv lösbares Institutionenproblem, das nicht auf Individualethik reduzierbar ist, das aber auch nicht an Institutionen und Bürokratien delegierbar ist. Es bedarf vielmehr eines neuen Typus von Institutionen im Umgang mit der Technik. Diese Institutionen sind charakterisiert durch ihre Transparenz und Offenheit hinsichtlich der Einwirkungsmöglichkeiten von Individuen auf sie selbst.
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    Prinzipien institutionellen Handelns : über das Subjekt politischer Gestaltung
    (1992) Hubig, Christoph
    Die Frage nach dem Subjekt politischer Gestaltung stellt sich als eine doppelte: Zum einen wäre danach zu fragen, ob die Individuen, die tagtäglich die Möglichkeiten und Grenzen ihrer politischen Einflußnahme verspüren, gut daran tun, bestimmte Grenzen zu akzeptieren und im eigenen Interesse einen Teil ihrer Handlungskompetenz wegdelegieren - also zum Beispiel zur langfristigen Erhaltung ihrer Freiheit. Aus der gegensätzlichen Perspektive wäre hingegen zu fragen, ob es zur anthropologischen Verfaßtheit des Menschen gehört, sich unter Instanzen zu bewegen, über die ihm die Disposition naturgemäß vorenthalten ist, deren Grenzen er nicht berühren darf und die unter Umständen einen kategorial verschiedenen Subjektcharakter für sich reklamieren dürfen. Auf solcherlei Fragestellungen richten sich die philosophischen Ansprüche und Interessen der Anthropologen der Institutionsphilosophie.
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    Wenn Bilder philosophisch werden - gemalte Spiegel als Reflexion und Antithese
    (1990) Hubig, Christoph
    Man muß nicht Verfechter eines strikten Realismus oder Anhänger einer wie auch immer gearteten Abbildtheorie sein, um in den Werken der Kunst Spiegel des jeweils zeitgenössischen Denkens zu sehen. Die Vielfältigkeit des Beziehungsgeflechtes, in dem jeder Spiegel steht, ist maßgeblich dafür, daß Spiegelung eben nicht Abbildung ist, sondern ein Aufzeigen, dessen Spezifik in einer Reduktion auf den Abbildungscharakter verlorenginge. Indem dieses Aufzeigen - neben anderen ästhetischen Qualitäten - ein Beitrag zur Selbstvergewisserung für die mit Kunstwerken umgehenden Subjekte ist, zum Zwecke der Identitätsstiftung, der Vorstellung von Orientierungsperspektiven und der Kritik, ist Kunst selbst schon (nichtbegriffliche) Reflexion.
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    Mögliche Folgen und Risiken : zur Verantwortung institutioneller Subjektivität
    (1990) Hubig, Christoph
    Wenn wir davon ausgehen, daß die Basis jeglichen Konzeptes von Verantwortung darin liegt, daß durch das Handlungssubjekt die Folgen einer Handlung den Prämissen dieser Handlung zugeschrieben werden können, dann ergibt sich das spezifische Problem einer Ethik von Wissenschaft und Technik dadurch, daß die Folgen der einschlägigen Handlungen im wesentlichen mögliche Folgen sind.
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    Rezeption und Interpretation als Handlungen : zum Verhältnis von Rezeptionsästhetik und Hermeneutik
    (1991) Hubig, Christoph
    Ich will nachfolgend zu zeigen versuchen, daß im Anschluß an die Rezeptionsästhetik dieses Problem weiter diskutiert werden kann, daß aber viele Formulierungen innerhalb des Paradigmas der Rezeptionsästhetik eine Verbindung mit jenem Typ Hermeneutik teils nahelegen, teils einer solchen Verbindung auch faktisch unterliegen, die zu Mißverständnissen und vielleicht zu Selbstmißverständnissen Anlaß gibt, solange der Begriff in der Interpretationshandlung noch zu wenig erhellt ist.
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    Ökologische Ethik und Wissenschaft - zur Problematik ästhetischer Naturerfahrung
    (1990) Hubig, Christoph
    Daß wir die Verantwortung für die Natur in unseren Horizont einbeziehen müssen, ist in Zeiten der Naturkrisen und des rapiden Naturverlustes common sense. Bei der Begründung dieses common sense besteht jedoch ein Widerstreit zweier Argumentationsstrategien: Die einen begründen unsere Verantwortlichkeit für die Natur mit deren Autonomie, Heiligkeit und Selbstzweckhaftigkeit. Die Natur wird gedacht als ein Subjekt, demgegenüber wir verantwortlich sind. Die anderen begründen unsere Verantwortlichkeit gegenüber der Natur mit unserem eigenen Interesse, dem wir langfristig nicht nachkommen können, wenn wir die Natur zerstören. Wir sind nur der Menschheit gegenüber verantwortlich, auch in Ansehung der Natur.
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    Technik
    (1993) Hubig, Christoph
    -
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    Erinnerungen an den homo faber : Probleme des Menschenbildes angesichts unserer modernen technischen Kultur ; fünf Thesen
    (1992) Hubig, Christoph
    Die Konzeption des homo faber ist also nur noch bedingt relevant für die Bewußtseinsbildung im Felde der Individualanthropologie als Stufe der Ontogenese (etwa im Rahmen der kindlichen Erziehung), nicht mehr im Sinne einer Genieästhetik, sondern als Paradigma, unter dem wir mit bestimmten Regeln der Zivilisation bekannt gemacht werden. Der homo technicus als Gattungsmodell bedarf einer Institutionsanthropologie, zu der einige Ansätze auf dem Feld der Kulturanthropologie entwickelt sind. Eine Wertidee vom Menschen ist nur im Rahmen einer Naturphilosophie zu entwerfen, die m. E. eher der Architektonik der «negativen Theologie» als einer positiven Naturphilosophie (etwa der Evolutionstheorie) zu folgen hätte. Wir gewinnen immer nur einen negativen Begriff von Natur angesichts des Scheiterns unserer Handlungen, während das Gelingen von Handlungen nicht etwa deren Naturadäquanz, sondern ihre Systemadäquanz spiegelt.
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    Probleme und Perspektiven der Wissenschaftsethik an Fachhochschulen
    (1991) Hubig, Christoph
    Wer im Blick auf die seit etwa dreißig Jahren geführten Diskussionen über eine Ethik der Wissenschaften, entsprechenden den Problemen an den Fachhochschulen, behandelt sehen will, stößt auf Zurückhaltung, die wohl begründet ist. Sie beruht im wesentlichen auf vier Vorurteilen - ohne Anspruch auf Vollzähligkeit. Im Gegensatz zu selbsternannten Aufklärern sollte man davon ausgehen, daß etablierte Vorurteile einen wahren Kern aufweisen - gerade deshalb konnten sie sich etablieren - und eine realistische Problemsicht repräsentieren, die nicht einfach von außen aufgebrochen werden kann, sondern ernstzunehmen und behutsam auf ihre Leistungsfähigkeit zu überprüfen ist. Dabei werden Aspekte deutlich, die auf eine Ergänzungsbedürftigkeit der bisher vorliegenden Ansätze und Aktivitäten verweisen.
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    Verantwortung in Wissenschaft und Technik : Fragen und Probleme
    (1990) Hubig, Christoph
    Das neue Problemfeld einer Ethik der Wissenschaft und Technik erstreckt sich von ihren handlungstheoretischen Grundlagen über die Erschließung der neuen Dimensionen der Folgen (Risiken und Gratifikationen) bis hin zu den Instanzen (Wirtschaft, Politik) als Organisationen und Institutionen, die in die neue komplexe Verantwortungsproblematik involviert sind, jenseits der alten Wertfreiheitsdiskussion und der alten Forderung nach der Verantwortung des Wissenschaftlers und Technikers als Individuum.