15 Fakultätsübergreifend / Sonstige Einrichtung
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Item Open Access Sprache und Macht(1984) Hubig, ChristophDer offenkundigste Fall sprachlichen Kolonialismus liegt im Recht, zu benennen, vor. Mit der Namensgebung wird dabei signalisiert, daß dasjenige, was im Definitionsbereich der Namen und der Begriffe liegt, unter die Dispositionsfähigkeit desjenigen fällt, der allein die Regeln der Verwendung dieser Begriffe kennt. Dazu gehört im weiteren Sinne auch die Beanspruchung von Exklusivität für bestimmte Begriffe überhaupt, etwa wenn die Lebensweise der Kolonisatoren als Zivilisation bezeichnet wird und dieser Begriff für die Lebensweise der unterworfenen Populationen vorenthalten wird. Die Kontaktzonen zwischen Sprache und Macht und damit einen Einblick in die Machtverhältnisse dokumentieren die Entlehnungen von Worten aus der einen in die andere Sprache.Item Open Access Item Open Access Rationalitätskriterien inhaltlicher Analyse(1985) Hubig, ChristophDie Beurteilung der Rationalität einer wissenschaftlichen Methode bezieht sich im allgemeinen auf zwei Aspekte, die in unterschiedlicher Weise favorisiert werden: Erstens konzentriert man sich auf das Verhältnis der Methode zum Gegenstandsbereich und thematisiert diese Beziehung unter der Frage nach der "Adäquatheit" der Grundkategorien. Zweitens fragt man nach der Situierung einer Methode in der Scientific Community und problematisiert die Methode im Blick auf ihren Bezug zum Wissenschaftler, wobei die Kontrollierbarkeif, Nachvollziehbarkeit der methodischen Schritte, Operationalisierbarkeit der Grundbegriffe sowie der technische Nutzen qua Erklärungs- und Prognoseleistung leitende Gesichtspunkte sind.Item Open Access Modifikation - Schleiermachers Fassung des Möglichkeits-Wirklichkeitsverhältnisses in seiner Bedeutung für die Hermeneutik, Dialektik und Ethik(1985) Hubig, ChristophIn Humboldts Sprachtheorie kommt dem Begriff der Modifikation zentrale Bedeutung zu, und zwar in der doppelten Charakterisierung von Sprache als "wirkender Kraft"/Form sowie "wirklicher Tätigkeit" im Bereich des Stofflichen, von der letztere eine "Modifikation" ersterer sei. Das "Eigenthümliche", die Individualität des Menschen, ist etwas, was die Unendlichkeit der Sprache in ihrer Eigenschaft, objektiv und qualitativ andeutend zu sein, subjektiv und quantitativ "modificiert", wodurch der Mensch als Individuum zwar quantitativ begrenzt real "wirkt", zugleich aber als Maßstab dieser Wirkung auftritt, da jene Wirkung eben nur "Modification" ist.Item Open Access Instrumentelle Vernunft und Wertrationalität : von der Unterscheidung Praxis - Poiesis zur falschen Alternative in der Gegenwart(1981) Hubig, ChristophAusgehend von einer Kritik an der bei Horkheimer fehlenden Abgrenzung zwischen Instrumentalität und Zweckrationalität wird instrumentelle Vernunft als Abhängigkeit von den Mitteln expliziert. Im Gegensatz zu Max Weber wird sodann Zweckrationalität nicht als Alternative zur Wertrationalität betrachtet, sondern ein funktionaler Wertbegriff entwickelt, der für die Zwecksetzung kontitutiv ist. Ein historischer Exkurs zum Praxisbegriff zeigt, daß die Webersche Unterscheidung in der Problemgeschichte bereits überholt war. Mittels dieses Wertbegriffes kann dann ein Utopiekonzept entworfen werden, das nicht mehr Gegenpol zum Pragmatismus ist, sondern dessen notwendige Ergänzung. Außerdem kann auf dieser Basis der Unterschied von Strukturkonservatismus als Erscheinungsform instrumenteller Vernunft und einem neuen Wertkonservatismus erläutert werden.Item Open Access Idiographische und nomothetische Forschung in wissenschaftstheoretischer Sicht(1987) Hubig, ChristophDie Biographik als Forschungsrichtung rekonstruiert also sowohl die Regeln, die in Biographien exemplifiziert sind, als auch die spezifische Art, wie diese Regeln im Leben des Biographierten modifiziert werden. Allerdings wird diese Blickrichtung nicht durch einen direkten Bezug zum "Leben" ermöglicht, denn dieses liegt ja nicht als Gegenstand, sondern nur in Zeichen vor. Auch dieser Blick ist also auf das Zeichenmaterial der Biographie angewiesen, sieht es jedoch unter dem Gesichtspunkt, der gerade nicht auf die Einstimmigkeit des Regelvollzug abhebt, sondern auf die Vielschichtigkeit und Widersprüchlichkeit der Äußerungen, in denen diese Regeln modifiziert werden.Item Open Access Item Open Access Item Open Access