10 Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
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Item Open Access Die Rolle der Anthropologie für die Politische Theorie(2023) Hanzel, MichaelDie Anthropologie und somit die Frage nach dem Wesen des Menschen ist seit der griechischen Antike eng mit dem politischen Denken verbunden. „Die Philosophen, welche die Grundlage der Gesellschaft untersuchen, haben alle die Notwendigkeit verspürt, bis auf den Naturzustand zurückzugreifen“ (Rousseau). Umso erstaunlicher ist es deshalb, dass ein systematischer Zusammenhang zwischen Anthropologie und politischer Theorie erstmals zu Beginn des 20. Jahrhunderts, von Carl Schmitt, formuliert wurde, der behauptete: „Man könnte alle Staatstheorie und politischen Ideen auf ihre Anthropologie prüfen und danach einteilen ob sie einen 'von Natur bösen' oder einen 'von Natur guten' Menschen voraussetzen. Entscheidend ist die Auffassung des Menschen als Voraussetzung jeder weiteren politischen Erwägung“ (Schmitt). Es ist diese steile, doch innovative These zum Verhältnis von Anthropologie und politischer Theorie, welche im Rahmen dieser Arbeit, am Beispiel vier politischer Großtheorien der Moderne, untersucht werden soll.Item Open Access How deliberation happens : enabling deliberative reason(2023) Niemeyer, Simon; Veri, Francesco; Dryzek, John S.; Bächtiger, AndréItem Open Access Transnationales Schweigen? Eine quantitative Analyse medialer Debatten zu sexueller Gewalt in bewaffneten Konflikten(Stuttgart : Universität Stuttgart, Institut für Sozialwissenschaften, Abteilung für Internationale Beziehungen und Europäische Integration, 2015) Klotz, NicolasSeit den 1990er Jahren und insb. im Kontext der Konflikte im ehemaligen Jugoslawien und in Ruanda rückte sexuelle Gewalt in bewaffneten Konflikten verstärkt ins Zentrum der Aufmerksamkeit der internationalen Politik, internationaler Regierungs- und Nichtregierungs-Organisationen, der internationalen Strafjustiz wie auch der Wissenschaft. Offen blieb allerdings bisher, inwiefern diese Problematik und etwaige Lösungsvorschläge nicht nur von Politik-Experten auf inter- und transnationaler Ebene diskutiert, sondern auch in der breiten Öffentlichkeit debattiert werden. Unter Rückgriff auf neuere Beiträge zur Analyse transnationaler politischer Kommunikation und (europäischer) Öffentlichkeit präsentiert dieser Artikel die Ergebnisse einer quantitativen Inhaltsanalyse von 3817 Artikeln aus vier europäischen Staaten sowie den USA aus dem Zeitraum 1990 bis 2012. Von transnationaler politischer Kommunikation ist dabei die Rede, wenn gleiche Themen zur gleichen Zeit unter vergleichbaren Relevanzgesichtspunkten debattiert werden. Sexuelle Gewalt in bewaffneten Konflikten ist zwar Gegenstand nationaler Debatten, auf transnationaler Ebene wird das Thema allerdings nur äußerst selten - u.a. in den Jahren 1999 und 2004 - zu ähnlichen Zeitpunkten diskutiert. Es sind starke nationale Unterschiede zu beobachten. Wird das Thema jedoch zur gleichen Zeit diskutiert, so wird es auch unter vergleichbaren Relevanzgesichtspunkten debattiert. Während daher punktuell zwar von transnationaler öffentlicher politischer Kommunikation gesprochen werden kann, kommt dieser Artikel zu dem Ergebnis, dass im Kontext der Debatten um sexuelle Gewalt nicht von distinkt europäischen oder allgemein transnationalen öffentlichen Debatten die Rede sein kann.Item Open Access Perceptions of threat and policy attitudes : the case of support for anti-terrorism policies in Germany(2019) Trüdinger, Eva-Maria; Bernhagen, Patrick (Prof. Dr.)Item Open Access Editorial - contemporary threats, surveillance, and the balancing of security and liberty(2023) Trüdinger, Eva-Maria; Ziller, Conrad; Noll, Jolanda van derItem Open Access Cyber risks and cybersecurity : risk communication and regulation strategies in the United States and Germany(2021) Ulmer, Kathrin; Renn, Ortwin (Prof. Dr. Dr. h.c.)The dissertation explores and analyzes political communication and regulatory processes related to cyber risks and cybersecurity in the United States and Germany in the time period from 2007 to 2016 with a focus on cybersecurity-related risks for critical infrastructure. The dissertation follows a qualitative-interpretative research design based on Reiner Keller’s Sociology of Knowledge Approach to Discourse (SKAD) that is innovatively adapted by integrating frames and regulatory styles. The study proceeds in three steps: First, a context mapping reveals the institutional roles and responsibilities of the executive branches in both countries in the young field of cybersecurity policy. Second, official cybersecurity discourses in both countries are analyzed in order to identify which frames the respective executive actors use in their communication. Two overarching frames are found for each country: For the United States, a homeland security frame and a technological leadership frame can be identified; for Germany, a security of supply frame as well as a moderation frame are found. Third, the study sheds light on regulation in the field of cybersecurity, understood as discourse effect. Therefore, one regulatory example is examined for each country in order to assess its consistency with the traditional regulatory style of the respective country. In the case of the United States, the Cybersecurity Framework following executive order 13636 is examined; for Germany, the IT Security Law is selected as regulatory example.Item Open Access "Within the secret garden of politics" : candidate selection and the representation of immigrant-origin citizens in Germany(2019) Deiss-Helbig, Elisa; Gabriel, Oscar W. (Prof. Dr.)Die quantitativ angelegte Studie geht der Frage nach, inwieweit Parteien und der Prozess der Kandidatenauswahl für die geringe Präsenz von Menschen mit Migrationshintergrund in den Parlamenten verantwortlich sind. Die zentrale Frage lautet, ob Personen mit Migrationshintergrund, die sich um ein Kandidatenamt bewerben, sich spezifischen Hindernissen gegenüber sehen, die auf wahlstrategische Aspekte, die ideologische Ausrichtung der Partei und/oder Aspekte innerparteilicher Prozesse zurückzuführen sind. Die Beanwortung dieser Frage erfolgt am Beispiel der Bundesrepublik Deutschland auf der Grundlage verschiedener komplementär verwendeter Datenquellen (Daten zu Namen von Aspiranten und zu den Nominierungen sowie eine Online-Umfrage unter Parteimitgliedern).Item Open Access Die wahre Tragödie von 9/11(Stuttgart : Universität Stuttgart, Institut für Sozialwissenschaften, Abteilung für Internationale Beziehungen und Europäische Integration, 2023) Hanzel, MichaelIn der medialen Berichterstattung zum zwanzigsten Jahrestag der Anschläge des 11. Septembers findet sich immer wieder der Begriff der „Tragödie von 9/11“. Nun handelt es sich bei den Terroranschlägen jenes Tages allerdings bestenfalls in der umgangssprachlichen Bedeutung des Begriffs um eine solche. Verwenden wir hingegen den Begriff der Tragödie in seiner ursprünglichen semantischen Bedeutung, ergibt sich hieraus ein alternatives Bild auf 9/11. Der Argumentation des Artikels folgend, erscheint nun die Reaktion der USA auf die Ereignisse des 11. Septembers als die wahre Tragödie von 9/11, stellt diese sich doch als in allen Belangen verheerender als die Anschläge selbst dar.Item Open Access Radiation risks and uncertainties : a scoping review to support communication and informed decision-making(2020) Hoti, Ferdiana; Perko, Tanja; Thijssen, Peter; Renn, OrtwinAlthough radiation protection is challenged by many uncertainties, there is no systematic study investigating the definitions and types of these uncertainties. To address this gap, in this paper we offer a scoping review to comprehensively analyse, for the first time, peer-reviewed scientific articles (n = 33) related to uncertainties in the following radiation exposure situations: nuclear emergencies, decommissioning of nuclear/radiological installations and long-term radiological exposure situations (e.g. naturally occurring radioactive materials). The results suggest that firstly, there is no agreement regarding definitions of uncertainty, which is mainly defined based on its sources, types or categories rather than by its meaning. Secondly, different actors are faced with different types of uncertainties. Uncertainties of the scientific community are mostly data and methodology-driven (e.g. dose-response relationships), those of the decision-makers are related to the likely consequences of decision options and public reactions, while laypeople’s uncertainties are mainly related to the trustworthiness of experts or the emotional potential of specific risk exposures. Furthermore, the majority of articles focus on the uncertainties of the scientific community, while those of the information receivers (i.e. decision-makers and laypeople) receive much less consideration. Finally, there was no difference in types of uncertainties across the different risk-related study areas analysed (radiation versus other risks). Based on these findings, we provide some preliminary recommendations regarding research on uncertainty related to radiation protection, as well as communication practices.Item Open Access Gesellschaftlicher Umgang mit Risiken : Fallstudie zur Steuerungsleistung gesellschaftlicher Institutionen in Bezug auf Bewältigung von Unsicherheit (Risk Governance)(2017) Bonneck, Sabine; Renn, Ortwin (Prof. Dr. Dr. h.c.)Als im Jahr 2002 die von IARC als "wahrscheinlich krebserregend" eingestufte Substanz Acrylamid in Lebensmitteln entdeckt wurde, wurden viele Ressourcen in die Erforschung von Risiko und Reduktionsmöglichkeiten investiert. Nach mehr als zehn Jahren gibt es nur wenig neue Erkenntnisse zum Risiko. Die Acrylamidgehalte können in vielen Produkten reduziert werden, allerdings gibt es keine Belege dafür, dass eine Reduktion tatsächlich stattgefunden hat. Die Risikosteuerung hat weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden. Verbraucher wurden kaum einbezogen und internationale Vorgaben zur Risikosteuerung außer Acht gelassen. Ein Risikorat hätte ein systematischeres Vorgehen sicherstellen können.