Universität Stuttgart
Permanent URI for this communityhttps://elib.uni-stuttgart.de/handle/11682/1
Browse
12 results
Search Results
Item Open Access Anwendungsorientierte Grundlagenforschung und produktorientierte Anwendungsforschung als Spekulationsgeschäft : ein Anwendungsfall für die Optionspreistheorie(2001) Schultheiß, Rainer; Bürgel, Hans Dietmar (Prof. Dr.)Die Arbeit hat das Ziel, die ursprünglich rein kapitalmarkttheoretisch ausgelegte Optionspreistheorie für das Management anwendungsorientierter Grundlagenforschung und produktorientierter Anwendungsforschung nutzbar zu machen. An der Schnittstelle von Modelltheorie und Empirie untersucht sie, inwieweit beobachtbare Praktiken des industriellen Forschungsmanagements den Leitlinien der Optionspreistheorie folgen. Mit einer auf die 16 führenden Pharmaunternehmen bezogenen empirischen Untersuchung konnte gezeigt werden, daß Unternehmen, denen der Kapitalmarkt in forschungsintensiven Branchen überdurchschnittliches Zukunftspotential zubilligt, durch einen mit der Realoptionspreistheorie konformen Umgang mit den betrachteten Forschungskategorien charakterisiert sind.Item Open Access Bewertung von Innovationsideen mit Hilfe von Lebenszyklusaufwand(2000) Hahner, Christian; Bürgel, Hans-Dietmar (Prof. Dr.)Aufstellen eines Bewertungsverfahrens für Innovationsideen, welches über den Lebenszyklus von Produkten bereits zur Entscheidung die Interessen von Technik, Markt und Ökonomie über das magische Dreieck von Zeit, Nutzen und Aufwand in Einklang bringt.Item Open Access Systematische Wiederverwendung von Softwarekomponenten bei Finanzdienstleistern(2003) Rothe, Andreas; Heilmann, Heidi (Prof. Dr.)Für Finanzdienstleister ist die IT ein entscheidender Produktionsfaktor, der möglichst effi-zient und effektiv die strategischen Anforderungen mit IT-Hochleistungssystemen unter-stützt. Diese Arbeit stellt ein Gesamtkonzept zur nachhaltigen Steigerung der Effektivität der IT durch systematische Wiederverwendung vor. Durch die Nutzung von Ideen der industriellen Produktentwicklung auf Basis systematischer und geplanter Wiederverwendung von Softwarekomponenten wird die Softwareentwicklung für den anwendenden Finanz-dienstleister optimiert. Die Anwendungssysteme des Finanzdienstleisters werden dabei zu IT-Produkten zusammengefasst. Die Anwendung unternehmensweiter Modelle ermöglicht es, IT-Produkte so zu strukturieren, dass sie bei ihrer Erst- und Weiterentwicklung aus un-ternehmensweit geplanten und systematisch genutzten Softwarekomponenten „montiert“ werden können. Die IT-Produktbildung liefert ferner die Voraussetzungen für einen integ-rierten IT-Organisations- und IT-Managementansatz, der soweit dies für den Gegenstand der Arbeit erforderlich ist, beschrieben ist.Item Open Access Electronic Business in traditionellen Strukturen – Neue Dienste als Wegbereiter der Kooperation am Beispiel eines Textildesign-Netzwerkes(2005) Winkler, Marcus; Zahn, Erich (Prof. Dr.)Seit dem ersten häufigeren Auftauchen des Begriffes "Internetökonomie" oder auch "New Economy" und dem vorläufigen Höhepunkt der Entwicklung entsprechender Konzepte und Technologien vergingen nur wenige Jahre, in denen wissenschaftliche Arbeiten und praxisorientierte Ratgeber und Erfahrungsberichte in großer Zahl erschienen. Vor allem die technologischen Innovationen erwiesen sich zu Beginn als Treiber dieser Entwicklungen. Faktoren wie Macht-, Wert-, und Investitionsneutralität erlaubten ein schnelles Umsetzen von Ideen in unterschiedliche Anwendungen bzw. Geschäftsmodelle. Dem rasanten Aufschwung folgte allerdings eine noch schnellere Phase der Ernüchterung, denn viele der neuen Spielregeln der "Internetökonomie" erwiesen sich als nicht haltbar und wenig erfolgversprechend. Der Internetökonomie werden als primäre Eigenschaften die Digitalität, die Vernetzung und die Globalität zugeschrieben. Der daraus resultierende orts- und zeitunabhängige Zugriff auf Daten und Informationen – eine Möglichkeit, die mit dem Begriff Ubiquität beschrieben wird – charakterisiert den Wandel von der postmodernen Industriegesellschaft hin zur Informationsgesellschaft. Insbesondere der Zugriff auf ein in dieser Form bisher nicht verfügbares Maß an Informationen, die bisher verteilt vorlagen, erlaubt neue Formen der Zusammenarbeit in neuen, aber vor allem auch in traditionellen Strukturen. Erschwerend für die Eingrenzung des Begriffes "Internetökonomie" ist seine Verwendung für volkswirtschaftliche Zusammenhänge einerseits und für betriebswirtschaftliche Anwendungen oder Geschäftsmodelle andererseits. Gerade mit Letzteren setzt sich die vorliegende Untersuchung ausführlich auseinander. Im Rahmen dieser Arbeit wird der Bereich des Electronic Business (auch als „business-to-business“ bezeichnet) näher betrachtet und durch folgende konstituierende Elemente bestimmt: a) die digitale Abwicklung von Kommunikationsprozessen und Geschäftstransaktionen, b) die Fähigkeit, eine Alternative zu traditionellen Koordinationsmechanismen zu generieren und c) die Schaffung eines informationellen Mehrwertes. Neben der herausragenden Rolle, die das Vertrauen unter den Akteuren im Electronic Business spielt, werden die Entwicklungen bzw. Entwicklungsstufen im Electronic Business beschrieben. Unterschiedliche Rahmenmodelle bzw. Leitfäden und Implementierungsvorgaben können so voneinander – etwa über die umfassende Darstellung von Anwendungen und Geschäftsmodellen – abgegrenzt werden. Bislang erfolgt allerdings bei keinem dieser Rahmenmodelle oder Leitfäden eine systematische Zuordnung von Methoden oder Werkzeugen zu den entsprechenden Entwicklungsstufen und Anwendungen. Aus diesem Grund wird ein eigener Ansatz zur Beschreibung der Entwicklungsstufen des Electronic Business vorgestellt, wo den Stufen "Information", "Interaktion" sowie "Kooperation und Integration" unterschiedliche "Services" und damit auch Methoden und Werkzeuge zugeordnet werden. Diese "Services" können sowohl von Anwendungen in Unternehmen in Anspruch genommen werden als auch einzelne Geschäftsmodelle unterstützen, wie die Praxisbeispiele in Anhang 1 aufzeigen. Eine eigene Kategorisierung der Geschäftsmodelltypen wird durch Beispiele, vornehmlich aus der Textil- und Bekleidungsindustrie, illustriert. Die Arbeit liefert Anregungen für die unternehmerische Praxis, indem konzeptionelle Entwicklungsstufen dem Grad des Engagements der Unternehmen im Electronic Business in einem Portfolio einander gegenübergestellt werden. Die Entwicklung und Einführung eines "Intelligence Services" in traditionellen Strukturen wird in einem Textildesign-Netzwerk – im Rahmen des europäischen Forschungsprojektes CREATIV ("Commercial Retrieval for Fabrics and Design Patterns", IST-1999-20534) – erprobt. Durch die räumliche Trennung der Partner dieses Netzwerkes kann bei der Produktentwicklung der Prozess der Mustererstellung durch die Digitalisierung und die Nutzung des Internets für den Informationsaustausch vereinfacht, beschleunigt und kostengünstiger gestaltet werden.Item Open Access Komplexitätsbeherrschung in der wertschöpfungspartnerschaftsübergreifenden Produktspezifikationserstellung bei unvollkommenen Informationen durch Simplifizierungsregeln(2005) Ludwig, Ralf; Bürgel, Hans Dietmar (Prof. Dr. rer. pol.)Probleme/Forschungsfragen: Ein stetiger Komplexitätsanstieg des Produktes und der Produktentwicklungsumgebung erschweren in Wertschöpfungspartnerschaften das Erreichen einer gemeinsamen Win-Win-Situation. Bei der frühen Erarbeitung der Produktauslegung oder im Rahmen der Produktspezifikationserstellung ist durch die hohe Komplexität von Entwicklungsaufgabe und -umgebung eine umfassende gesamtheitliche Berücksichtigung der wirtschaftlichen Erfolgsdeterminanten nur sehr begrenzt möglich. Ein Mehrwert für die Wertschöpfungspartnerschaft kann nur geschaffen werden, wenn bei der Produktgestaltung eine Win-Win-Situation für alle beteiligten Partner gesichert werden kann. Unvollkommene Informationen, bedingt durch Unternehmensgrenzen oder zur Zeit der Produktspezifikation noch nicht feststehende Wertschöpfungspartner, erschweren dies. Im Rahmen dieser Arbeit wird vor diesem Hintergrund ein Vorschlag erarbeitet und getestet, inwieweit eine geeignete Rahmenbedingung für das soziale System der Produktauslegung einen Beitrag zum Erzielen eines wirtschaftlich und technisch erfolgreichen Entwicklungsresultates bieten kann. Dadurch soll gleichsam der Erfolg der Zusammenarbeit von Wertschöpfungspartnerschaften erhöht werden. Ziel: Zur Komplexitätsbeherrschung einer Produktspezifikationserstellung in Wertschöpfungspartnerschaften sind Rahmenbedingungen in Form von Simplifizierungsregeln zu erarbeiten, deren Einhaltung den Spezifikationsersteller systematisch beanreizen, zu einer wirtschaftlich und technisch erfolgreichen Produktauslegung zu gelangen. Aus wissenschaftlicher Perspektive wird somit das Ziel verfolgt, bei der Herleitung von geeigneten Rahmenbedingungen einer Wertschöpfungspartnerschaft bestehende, meist getrennt betrachtete Wirkungszusammenhänge des Produktentwicklungsmanagements in Verbindung zueinander zu setzen und im Gesamten zu erproben. Neue Pfade für eine erfolgversprechende Zusammenarbeit in Wertschöpfungspartnerschaften können so aufgezeigt werden. Die vorliegende Arbeit soll dabei greifbare Handlungsleitlinien zur Verfügung stellen, die den einzelnen Wertschöpfungspartner nicht mit allgemein gehaltenen Prinzipien alleine lässt und deren Umsetzung im operativen Alltag dem Anwender überlässt. Der betrieblichen Praxis soll ein konkreter Gestaltungsvorschlag gegeben werden, welcher dem Praktiker durch ein wissenschaftlich hergeleitetes Fundament und einer empirisch ausgeführten Überprüfung der Wirkungszusammenhänge einen möglichst hohen Wahrheitswert bietet. Forschungsmethode: Das Untersuchungsdesign dieses Forschungsvorhabens ist explanativ und damit hypothesenprüfend ausgelegt. Die empirische Untersuchung wurde als experimentelle Laboruntersuchung mit qualitativer Datenerfassung gestaltet. Vierundzwanzig Produktentwickler mussten dabei eine fiktive Spezifikationsaufgabe ausführen. Um Rückschlüsse auf die Gültigkeit der als Unterschiedshypothesen definierten Arbeitshypothesen ziehen zu können, wurde ein Mehrgruppenplan mit einer Kontroll- und zwei Experimentalgruppen konzipiert. Das Ergebnis dieser drei Untersuchungsgruppen in Form von abgearbeiteten Spezifikationsaufgaben wurde dann mit Hilfe einer strukturierenden Inhaltsanalyse auf die Übereinstimmung mit den theoretischen Ausführungen überprüft. Ergebnisse: Mit der Simplifizierung in der Produktspezifikation konnte eine Handlungsweise identifiziert und empirisch bestätigt werden, welche ein indirektes Optimieren der in Forschung und Entwicklung geltenden wirtschaftlichen Erfolgsdeterminanten „Zeit“, „Qualität“ und „Kosten“ zur Folge hat. Die entsprechend deduzierten Wirkungsfelder und Arbeitshypothesen einer Simplifizierung konnten durch die empirische Untersuchung nicht falsifiziert werden. Jedes dieser Wirkungsfelder wurde mit Textteilen einer Produktspezifikation belegt, welche in Bezug auf die Erfolgsdeterminanten einen signifikanten Unterschied zwischen Kontroll- und Experimentalgruppe ausweisen. Als Folge dessen wird zur Bildung von Rahmenbedingungen in Wertschöpfungspartnerschaften vorgeschlagen, bei einer durch unvollkommene Information geprägten Entwicklungsumgebung die einfachste Beschreibung eines Produktes zu wählen. Durch die positiven empirischen Ergebnisse der Wirksamkeit der Simplifizierung auf die Erfolgsdeterminanten kann auch den konstruktiv entworfenen Simplifizierungsregeln eine Wirksamkeit zugesprochen werden. Durch die Vorgabe von Simplifizierungsregeln für die an der Produktspezifikation beteiligten Wertschöpfungspartner kann ein positiver wirtschaftlicher Einfluss prognostiziert werden. Eine Win-Win-Situation ist wahrscheinlicher für sämtliche entlang der Wertkette beteiligte Partner.Item Open Access Ein modellbasierter Ansatz zur Lösung komplexitätsbedingter Entscheidungsprobleme in der Infrastrukturarchitektur der Finanzdienstleistungsinformatik(2007) Langner, Torsten; Herzwurm, Georg (Prof. Dr.)Diese Arbeit stellt ein begründetes Gestaltungskonzept vor, das die Infrastrukturarchitekten eines Finanzdienstleisters beim Entwurf neuer IT-Architekturen unterstützt. Das Gestaltungskonzept fokussiert primär die drei Problemdimensionen Komplexität der Infrastrukturarchitektur, Wissens-komplexität und Wissensvolumen sowie Historische Entwicklung der Finanzdienstleistungsinformatik. Durch die Adaption des Wiederverwendungskonzepts reduziert das vorgestellte Konzept zunächst die Komplexität des Architekturentwurfs im Einzelnen, um später die Komplexität der Infrastruktur im Ganzen reduzieren zu können. Hierzu wird die historisch gewachsene IT-Architekturlandschaft eines Finanzdienstleisters erfasst, dekomponiert und kategorisiert. In einem zweiten Schritt wird aus der Vielzahl der Infrastrukturkomponenten eine Selektion der zukünftig zu verwendenden Komponenten ausgewählt und durch qualitative Eigenschaften beschrieben. Die einzelnen Infrastrukturkomponenten werden in einem dritten Schritt zu qualitativ beschriebenen Architekturmustern komponiert, die den Plattformen des klassischen Maschinenbaus ähneln und der Konfiguration neuer Architekturen dienen. Zur Darstellung der Zusammenhänge der Infrastrukturarchitektur wird ein Meta-Modell entwickelt, dessen Anwendung durch ein Prozessmodell beschrieben wird. Das Prozessmodell besteht aus den drei entkoppelten Phasen Einfüh-rung, Anwendung und Pflege der Methodik. Der Eintritt in eine jeweilige Phase ist Ereignisgesteuert, so dass eine kontinuierliche Pflege der Architekturmuster erfolgt. Das Ergebnis des wiederholten Phasendurchlaufs ist ein Standard-Infrastruktur-Katalog, der zum einen die zu konfigurierbaren Architekturmustern komponierten, vorselektierten Infrastrukturkomponenten qualitativ (d. h. typisch, architektonisch und leistungstechnisch) beschreibt, und der zum anderen den Infrastrukturkomponenten und Architekturmustern strategische Entscheidungsregeln zuweist.Item Open Access Verhaltenstheoretischer Ansatz für ein Management von Innovationsprozessen(2003) Haller, Christine; Bürgel, Hans Dietmar (Prof. Dr.)Forschungsfragen: - Welche Voraussetzungen bzw. Bedingungen sind im Menschen selbst und in seiner Umgebung vorhanden/müssen geschaffen und gefördert werden, damit er bereit ist, sich aktiv an Innovationsprozessen zu beteiligen? - Wie ist dies durch Maßnahmen zur konsequenten Förderung und Nutzung des Ideenpotenzials von möglichst vielen Mitarbeitern zu unterstützen, um über Innovationen einen dauerhaften Beitrag zur Erreichung der Unternehmensziele zu leisten? - Wie sind die zu ergreifenden Maßnahmen in der betrieblichen Praxis umzusetzen? Ziel: Erarbeiten von konkreten sowie praktisch umsetzbaren Gestaltungsempfehlungen für das Management von Innovationsprozessen durch mitarbeiterorientierte Maßnahmen. Die Aufgabe, Innovation hervorzubringen, wird dabei als Bestandteil der Aufgabe aller Mitarbeiter betrachtet. Methode: - Verhaltenswissenschaftlicher Ansatz, der Erkenntnisse der (Motivations-)Psychologie und teilweise Sozialpsychologie einbezieht. Das ‚Innovationsproblem’ wird konsequent als ‚Verhaltensproblem’ betrachtet. - Aufgrund des bisherigen Forschungsstandes bzgl. mitarbeiterorientierter Innovationsförderung sowie der definierten Zielsetzung, handelt es sich bei dieser Arbeit um eine analytisch-explorative Studie, deren Schwerpunkt wissenschaftsmethodisch auf dem Entdeckungszusammenhang liegt. - Vorgehensweise und Instrumente der qualitativen empirischen Sozialforschung, deren Paradigma bemüht ist, den Objektbereich der Untersuchung in seinem konkreten Kontext und seiner Individualität zu verstehen. - Die Arbeit untersucht acht Fälle des Innovationsmanagements von acht Automobilherstellern in Deutschland. Für die Analyse des betrieblichen Innovationsmanagements in der Praxis bieten sich Einzelfallanalysen an. Diese werden mittels Intensivinterviews durchgeführt. - Um über den jeweiligen Einzelfall hinausgehende Aussagen formulieren zu können, werden die Fälle so erfasst und aufbereitet, dass sie im Sinne einer vergleichenden Feldstudie auf einem höheren Abstraktionsniveau verglichen werden können. Auf diese Weise werden auch die Voraussetzungen für die Übertragbarkeit der gewonnen Erkenntnisse auf andere Branchen bzw. Unternehmen geschaffen. Ergebnisse: Die Ergebnisse sind als ein ‚Handhabungsgerüst für das Verhaltensproblem’ Innovation zu verstehen, dessen Maßnahmen auf tragfähigen Theoriebausteinen der Psychologie und Erkenntnissen betriebswirtschaftlicher (empirischer) Forschungsarbeiten basieren, die durch die Spiegelung an den Stärken und Schwächen der Praxis der Innovationsförderung in der Automobilindustrie zu effektiven und praktikablen Gestaltungsempfehlungen formuliert werden. Diese beziehen sich auf die identifizierten Verhaltensdeterminanten und deren Gestaltungsparameter zur Förderung innovativen Verhaltens. Bei der Ausgestaltung der Parameter zur Beeinflussung der Verhaltensdeterminanten steht insbesondere die Forderung nach Harmonie und Zielkongruenz zu den Werten der innovationsfördernden Unternehmenskultur im Vordergrund. Die Maßnahmen müssen sowohl zueinander kongruent sein als auch zur innovationsfördernden Unternehmenskultur inhaltlich kongruente Werte und Ziele ansprechen. Situatives Ermöglichen für Innovation Die Maßnahmen beziehen sich auf eine - offene Informationspolitik, - direkte Kommunikation, - effektive Koordination und deren Institutionalisierung und - angemessene Ressourcenausstattung in der Primärorganisation. Soziales Dürfen für Innovation - Inhalte und Vorgehensweise zur Gestaltung einer innovationsfördernden Unternehmenskultur, die vor allem die Schlüsselfaktoren innovativen Verhaltens Sensibilität, Offenheit, Wissen, Kreativität in das Normen- und Wertegefüge der Unternehmenskultur integriert. - Hinweise zur Konkretisierung der innovationsfördernden Werte und Normen durch gelebte Rollenerwartung an Rollenträger im Innovationsprozess (Ideenträger, Ideentransformator und Ideenumsetzer) sowie Führungskräfte. Individuelles Können für Innovation Die Maßnahmen beziehen sich auf - die Personalauswahl, - den Personaleinsatz und - die Personalentwicklung inklusive Karriereplanung. Persönliches Wollen zur Innovation Die Maßnahmen beziehen sich auf - des Führungsverhaltens und dessen symbolische Wirkung zur Förderung innovativen Verhaltens, - von Zielvereinbarungen, - von Anreizsystemen und - von (Routine-)Aufgaben. Die Bündelung aller Maßnahmen zur Innovationsförderung mündet in einem Management von Innovationsprozessen, das im Kern eine Verhaltenssteuerung der Prozessbeteiligten im Sinne der Zielsetzung des Innovationsprozesses ist. Von den betriebswirtschaftlichen Gestaltungsfaktoren Mensch, Organisation und Technik kommen dabei vor allem die Faktoren Mensch und Organisation zum Einsatz.Item Open Access Planung, Steuerung und Kontrolle leistungsbezogener Konditionen : eine empirische Analyse zwischen Industrie und Lebensmittelhandel(2000) Bendl , Harald; Horvath, Peter (Prof. Dr.)Konditionen stehen im Mittelpunkt des Verteilungskonfliktes zwischen der Industrie und dem Lebensmitteleinzelhandel. Der Konditionenstreit behindert dabei gemeinsame Ansätze zur Optimierung der Wertschöpfungskette (z.B. Ansätze des Efficient Consumer Response). Erst langsam setzt sich die Erkenntnis durch, daß eine Neugestaltung der Konditionensysteme als Grundlage der Zusammenarbeit im Absatzkanal notwendig ist. Ein wesentlicher Schritt liegt hierbei in der Umsetzung des Prinzips der Leistungsbezogenheit: Jede Konditionenzahlung sollte an die Erbringung einer Gegenleistung durch den Handel gekoppelt werden. Die vorliegende empirische Untersuchung beschreibt den Entwicklungsstand von Konditionensystemen in Deutschland und gibt Hinweise zum effizienten Einsatz von Konditionen. Die mittels eines Fragebogen befragten Lebensmittelhersteller gaben an, durchschnittlich 14,5 Konditionen zu gewähren. Ein Hersteller muß dabei umso höhere Konditionen gewähren, je stärker er von seinen Abnehmern abhängig ist. Es konnte nachgewiesen werden, daß Hersteller, die ihre Konditionensysteme leistungsbezogen, transparent, individuell, flexibel und aktuell gestalten, ihr finanzielles Ergebnis steigern und die Beziehungsqualität zum Handel verbessern konnten. Für die eingesetzten Steuerungsinstrumente konstatieren die Befunde einen niedrigen Entwicklungsstand. Die Steuerungsmechanismen der Konditionenpolitik sind primär durch eine nach innengerichtete Sichtweise geprägt und an der Erreichung kurzfristiger finanzieller Ziele ausgerichtet. Die Nutzung von Informationen über das Handels- und Konsumentenverhalten sowie der verstärkte Einsatz betriebswirtschaftlicher Methoden und Instrumente bieten weitere Potentiale zur Steigerung der Effizienz der Konditionensysteme. Insgesamt identifiziert die Studie 14 Gestaltungshinweise, mit denen Hersteller die Effizienz ihrer Konditionensysteme steigern können.Item Open Access Eine integrative, modellgestützte Methode zur Gestaltung von computer-unterstützten kooperativen Arbeitssystemen(2001) Wolf, Rainer; Zahn, Erich (Prof. Dr.)Für die Implementierung neuer Organisationsformen, die durch Groupware oder Workflow Management Systeme unterstützt werden, ist eine integrierte Vorgehensweise notwendig, um den vielfältigen Wechselwirkungen gerecht zu werden. Aufgrund der Komplexität solcher Projekte werden oftmals Modellierungsmethoden verwendet, die im Kontext des Software Engineerings oder der Wirtschaftsinformatik entwickelt wurden und damit ihren ursprünglichen Einsatzbereich verlassen. Dennoch gibt es bisher kaum Ansätze, die überprüfen, inwieweit eingesetzte Methoden den Belangen der Organisationsgestaltung genügen. Die vorliegende Arbeit leistet einen Beitrag, diesen Mangel zu vermindern, und stellt eine modellgestützte Methode vor, die aus den bewährten Methoden der objektorientierten Modellierung und der Geschäftsprozessmodellierung hervorgeht. Sie ergänzt diese um Aspekte der Organisationsgestaltung und ist so in der Lage, organisatorische Restriktionen und Risiken zu berücksichtigen und Chancen der organisatorischen Gestaltung zu nutzen. So kann durch die Partizipation verteiltes Wissen genutzt werden, und Akzeptanz für neue Technologien und Motivation für neue Kooperationsformen geschaffen werden. Durch Organisationales Lernen können Gestaltungsprozesse als Lernprozesse etabliert werden. Das Konfliktmanagement schließlich kann das Aushandeln der Machtverteilung in den Gestaltungsprozessen begleiten und Schäden durch unkontrollierte Konfliktaustragung verringern. Für die entwickelte integrative Gestaltungsmethode wurden die bekannten Elemente der Konzepte, der Beschreibungssprache und der Vorgehensweise erweitert und zwei neue Elemente, nämlich das Rollenmodell und die Kommunikationstechniken, hinzugenommen. Bei der exemplarischen Erprobung in verschiedenen Projekten der industriellen Gemeinschaftsforschung hat sich die Methode für die Gestaltung der computerunterstützten Kooperation zwischen Organisationen und Gruppen bewährt.Item Open Access Internationale Markteintrittsstrategien mittelgroßer Industrieunternehmen (MU) : am Beispiel deutscher Unternehmen in der VR China(2005) Fu, Guichen; Arnold, Ulli (Prof. Dr. Dr. habil. Dr. hc.)Aufgrund der Globalisierung der Wirtschaft und der zunehmenden Bedeutung des chinesischen Marktes sind immer mehr Unternehmen mit Fragestellungen, welche die Wahl einer optimalen Markteintrittsstrategie für China betreffen, konfrontiert. Mit der vorliegenden Arbeit wurde der Versuch unternommen, auf Basis einer Kombination von Transaktionskostentheorie, Ressourcenansatz und standorttheoretischen Ansätzen ein Erklärungsmodell zur Entscheidungsunterstützung bei der Wahl der Markteintrittsstrategien mittelgroßer Industrieunternehmen für ein bestimmtes Zielland (die VR China) zu entwickeln. Dazu wurden die identifizierten theoretischen Erklärungsansätze geprüft und ggf. modifiziert bzw. weiterentwickelt. Im Rahmen dieser Überlegungen wurde die praxisorientierte Betrachtung durch die Integration unternehmensinternen und –externen Rahmenbedingungen innerhalb eines geschlossenen Gesamtkonzepts angestrebt. In Kapitel 3 wurden dazu die wichtigsten ziellandbezogenen Rahmenbedingungen, wie Arbeitskosten in China, zulässige Eintrittsformen für ausländische Investoren, Schutz von Know-how in China, staatliche Förderpolitik und „Guanxi“ (persönliche bzw. gesellschaftliche Beziehungen) in der chinesischen Geschäftswelt, analysiert. Auf Basis der theoretischen Diskussion in Kapitel 4 wurde in Kapitel 5 in Berücksichtigung der ziellandbezogenen Rahmenbedingungen, die in einem bestimmten Zeitraum als relativ stabil zu betrachten sind, ein Erklärungsmodell zur Wahl der Markteintrittsstrategien entwickelt. In dem hier vorgestellten Erklärungsmodell wurden transaktionskostenbezogene (Produkt- & Prozesstechnologien und vertragliche Unsicherheiten), unternehmensressourcenbezogene (internationale Erfahrungen und verfügbare Ressourcen) und standortbezogene (Marktwachstum und Marktpotential) Bestimmungsfaktoren integriert. Die empirische Analyse (Kapitel 6) bezieht sich auf das Segment der mittelgroßen Industrieunternehmen, für das bisher kaum sekundärstatistische Daten zur Verfügung standen. Mit den untersuchten Unternehmen konnte ein zufriedenstellender Stichprobenumfang gebildet werden, der ausschließlich „echte“ Markteintrittsaktivitäten deutscher mittelgroßer Industrieunternehmen in der VR China umfasste. Somit konnte durch die statistische Analyse dieser Stichprobe eine umfassende Bestandsaufnahme der Markteintrittsaktivitäten deutscher mittelgroßer Industrieunternehmen in China abgebildet werden. Anhand von Modelltests wird aufgezeigt, welche Faktoren insbesondere aus Marketingsicht für die Markteintrittsentscheidung in China bedeutsam sind und welche Wirkung das Vorhandsein von Marketing- und technologischen Fähigkeiten oder Know-how auf die Wahl der Markteintrittsstrategien hat. Zur Bestimmung der Schlüsseleinflussfaktoren der Wahl der Markteintrittsstrategien werden vier formulierten Forschungshypothesen (Hypothese 1, 2, 3 und 4), die direkte Einflüsse auf die Wahl der Markteintrittsstrategien postulierten, mittels der durchgeführten empirischen Untersuchung bestätigt. Die Schlüsseleinflussfaktoren der Wahl der Markteintrittsstrategien für hier untersuchte Unternehmen beim Markteintritt in China sind: 1) Marktwachstum, 2) Innovationsgrad des eingeführten Produktes, 3) vertraglichen Risiken und 4) Auslandserfahrungen. Durch die Überprüfung der Hypothese 5 wurde erkannt, welche Rolle „Guanxi“ in der chinesischen Geschäftswelt spielt. Der vermutete negative Zusammenhang zwischen der Unternehmensgröße und der Präferenz einer kooperativen Markteintrittsstrategie (Hypothese 6a) wird durch die Daten nicht unterstützt. Dieses Ergebnis lässt den Schluss zu, dass die Unternehmensgröße - zumindest für die hier untersuchte Gruppe - keine signifikante Determinante für die Entscheidung zwischen einer Kooperations- und einer Alleineigentumsstrategie darstellt. Insgesamt betrachtet bietet die vorliegende Arbeit ein theoriegeleitetes Instrumentarium, das die Entscheidung mittelgroßen Unternehmen bei der Wahl einer Markteintrittsstrategie in China unterstützt. Für mittelgroße Industrieunternehmen kann die Frage nach der Generalisierbarkeit der empirischen Ergebnisse grundsätzlich bejaht werden. Die Anwendung des theoretischen Modells zur Wahl internationaler Markteintrittsstrategien bei Unternehmen anderer Größe bzw. Branche würde eine situationsspezifische Anpassung des Modells erfordern.