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    Automatisiertes, stoffschlüssiges Fügen folienisolierter Flachleiter mit Oberflächenkontamination
    (2005) Adrian, Jörg; Westkämper, Engelbert (Univ.-Prof. Dr.-Ing. Prof. E.h. Dr.-Ing. E.h. Dr. h.c. mult.)
    Die Haupteinsatzbereiche folienisolierter Leiter liegen in Anwendungen mit der Not-wendigkeit zur Gewichts- und zur Bauraumreduzierung. Der zu erwartende steigende Einsatz der folienisolierten Flachleiter verlangt nach automatisierten Fügelösungen mit Erfüllung der elektrischen Anforderungen und Erreichung der höchstmöglichen mechanischen Festigkeit. Ziel der Arbeit ist es, wirtschaftliche Automatisierungslösungen zum stoffschlüssigen Fügen folienisolierter Flachleiter zu erarbeiten. Schwerpunkt der Arbeit ist die Ablei-tung der optimalen Fügeparameter aus einer vorherigen Oberflächenanalyse zur Sicherung einer gleichbleibenden Scherzugfestigkeit der Kontakte. Ausgehend von einer Analyse des Standes der Technik werden die unterschiedli-chen Abisolier- und Fügeverfahren, die eingesetzten Komponenten, Montagevorgänge, auftretende Fehler sowie Automatisierungshemmnisse ermittelt und darauf die Anforderungen an die Pilotanlage abgeleitet. Durch die geforderte universelle Einsetzbarkeit des Verfahrens, wird keine Einschränkung in den Abiso-lierverfahren vorgenommen. Die besten Eigenschaften unter den Fügeverfahren werden mit dem Widerstandpunktschweißen erreicht. Unter Berücksichtigung des ausgewählten Verfahrens werden die notwendigen Untersuchungs- und Entwick-lungsschwerpunkte abgeleitet. Zur Vorausberechnung der Prozessparameter ist die Aufnahme der Abisolationsrückstände notwendig. Basierend auf diesem Ergebnis ist die Berechnung der Parameter des Fügeprozesses möglich. Die entwickelten Verfahren wurden in den Teilsystemen konzipiert und in einer Ver-suchszelle realisiert. Das prozessüberwachte Fügen konnte in der Versuchszelle nachgewiesen und eine hohe Verfügbarkeit und gute Wirtschaftlichkeit in den durch-geführten Versuchsreihen gezeigt werden. Das entwickelte Berechnungsverfahren wurde mit den durchgeführten Versuchen gut verifiziert. Damit wurde die Umsetzbar-keit des prozessüberwachten Fügens mit höchstmöglicher Scherzugfestigkeit nachgewiesen werden.
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    Optisches 3D-Messverfahren für die Navigation in der roboterassistierten Minimal Invasiven Chirurgie
    (2005) Stallkamp, Jan; Westkämper, Engelbert (Univ.-Prof. Dr.-Ing. Prof. E. h. Dr.-Ing. E. h. Dr. h.c. mult.)
    In der Minimal Invasiven Chirurgie (MIC) lassen sich bis heute viele Eingriffe mit hohen Präzisionsanforderungen nicht manuell durchführen. Zur Unterstützung des Chirurgen wird daher seit einigen Jahren der Einsatz von Robotern untersucht. Bisher ist die Programmierung und Überwachung des Roboters speziell für Operationen im Weichgewebe nicht möglich. Einer der wesentlichen Gründe hierfür ist das Fehlen geeigneter Navigationsdaten aus dem sich ständig verändernden Operationsfeld. Diese Dissertation befasst sich mit der Entwicklung eines alternativen Messverfahrens und der Untersuchung der Integrierbarkeit des Verfahrens in die Abläufe der roboterassistierten MIC. Für die Navigation werden heute vorwiegend Daten vom Computertomographen (CT) oder Magnetresonanztomographen (MRT) verwendet, in die die Bahnplanungsdaten vom Chirurgen eingetragen werden. Die CT- oder MRT- Aufnahmen werden hierfür in der Regel vor Beginn des Eingriffs erstellt. Aktuelle Veränderungen der geometrischen Gewebestrukturen, z. B. durch Pulsbewegungen, Schwerkraft oder chirurgische Maßnahmen, können deshalb nicht mehr für die Bahnplanung berücksichtigt werden. Daher lassen sich heute roboterassistierte Operationen speziell in elastischen und empfindlichen Gewebe oder bei sich bewegenden Organen in der Regel nicht durchführen. In dieser Arbeit wird ein alternativer Ablauf bei der Planung und Durchführung des Robotereinsatzes entworfen, der eine kontinuierliche Erfassung der Operationsumgebung voraussetzt. Für die Datenakquisition wird ein neuartiges Messverfahren auf Basis der Laser-Triangulation entwickelt und untersucht, das eine räumliche Vermessung der Oberflächen vor der Instrumentenspitze auch unter den Störeinflüssen des Operationsfeldes ermöglicht. Das Konzept für ein Instrument mit integriertem Sensor für den Einsatz in der MIC wird als Funktionsmuster umgesetzt, um die Einflüsse der Miniaturisierung des Sensors auf das Messverfahren zu untersuchen. Schließlich wird mit dem Entwurf einer Benutzerschnittstelle gezeigt, dass nach einer Registrierung der Messdaten mit dem Videoendoskopbild ein durchgängiger Navigationsvorgang durchführbar ist.
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    Fähigkeitsorientierte Montageablaufplanung in der direkten Mensch-Roboter-Kooperation
    (2005) Beumelburg, Katharina; Westkämper, Engelbert (Univ.-Prof. Dr.-Ing. Prof. E.h. Dr.-Ing. E.h. Dr. h.c. mult.)
    Ein neu entwickeltes Montagekonzept, bei dem Mensch und Roboter ohne trennende Schutzeinrichtungen zusammenarbeiten und das zu einer „angepassten Automatisierung“ führt, ist die direkte Mensch-Roboter-Kooperation. Sie ermöglicht eine flexible Arbeitsteilung zwischen Mensch und Roboter, durch die beide entsprechend ihrer spezifischen Fähigkeiten optimal „zusammenarbeitend“ eingesetzt werden können. Um ein solches System Herstellkosten senkend einzusetzen, wird ein an die Fähigkeiten und Prozesszeiten angepasster Montageablauf mit einer entsprechenden Arbeitsteilung benötigt. Die Entwicklung von fähigkeitsorientierten Montageabläufen für die direkte Mensch-Roboter-Kooperation stellt eine komplexe, von einer Vielzahl von Einflussgrößen abhängige Aufgabe dar. Innerhalb des Entwicklungsprozesses für solche Montageabläufe sind dabei insbesondere durch die gewünschte Fähigkeitsorientierung, die die Nutzung der Mensch-Roboter-Kooperationszelle erst sinnvoll möglich macht, und den enormen Kostendruck in der Montage eine Vielzahl von Zielkriterien und Randbedingungen zu beachten. Da bisher bei den Entwicklungswerkzeugen für Montageabläufe in hybriden Montagesystemen ein deutliches Defizit hinsichtlich der Fähigkeitsorientierung besteht und es keine Möglichkeit zur Berücksichtigung kooperativer Montageschritte bei der Montageablaufplanung gibt, wird in dieser Arbeit die Entwicklung eines Verfahrens und die Implementierung eines Programmsystems formuliert, welches die diesbezüglichen Anforderungen erfüllt und dem Anwender die fähigkeitsorientierte Montageablaufplanung für die Mensch-Roboter-Kooperationszelle ermöglicht.
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    Automatisiertes Modellieren großflächiger Sandgussformen
    (2005) Schaaf, Walter H.; Westkämper, Engelbert (Prof. Dr.-Ing. Prof. E.h. Dr.-Ing. E.h. Dr. h.c. mult.)
    In der Arbeit wird ein neues direktes, d.h. modelloses, Formverfahren für großflächige Sandgussformen beschrieben. Im Gegensatz zu den bisher bekannten Verfahren zur direkten Herstellung von Sandgussformen, d.h. dem Fräsen vorverfestigter Formstoffblöcke und den generativen Verfahren, arbeitet das neue Verfahren durch dreidimensionales Modellieren des Gießereiformstoffes mit robotergeführten lokal wirkenden Modellier- und Verdichtungswerkzeugen. Es werden Szenarien zur Anwendung des neuen Verfahrens aufgezeigt und entsprechende Teil- und Gesamtsystemvarianten konzipiert. Die beiden wissenschaftlichen Entwicklungsschwerpunkte behandeln das Formstoffverhalten beim lokalen Modellieren und Verdichten sowie eine automatische 3D-Bahngenerierung. Die Untersuchung des Formverhaltens basiert auf neuen theoretischen Wirk- und Berechnungsmodellen, die mit einem bentonit-gebundenen Formstoffsystem und einem kalt-härtenden Furanharz-Formstoffsystem verifiziert werden. Die automatische 3D-Bahngenerierung berücksichtigt das Formstoffverhalten und liefert prozessoptimale Bahnen, die direkt in Ausführungsprogramme für Industrieroboter umgesetzt werden können. Mit Hilfe einer prototypischen Roboterzelle werden die theoretischen und experimentellen Ergebnisse an einer großflächigen Sandgussform erprobt und die Machbarkeit des automatisierten Modellierens nachgewiesen.
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    Methode zur Auslegung mikrofluidischer Bauteile für beadbasierte Analysesysteme in der medizinischen Diagnostik
    (2005) Kuhn, Claus; Westkämper, Engelbert (Univ.-Prof. Dr.-Ing. Prof. E.h. Dr.-Ing. E.h. Dr. h.c. mult.)
    In der medizinischen Diagnostik werden zunehmend molekulare Methoden eingesetzt. Festphasenbasierte Analyseverfahren erlauben dabei die zunehmende Miniaturisierung der Verfahren und gewinnen immer mehr an Bedeutung. Beadbasierte Analyseverfahren sind aufgrund der höheren Sensitivität, schnelleren Bindungskinetik und höheren Flexibilität prädestiniert für die medizinische Diagnostik und existierende Ansätze der Point-of-Care Diagnostik. Die Handhabung der Beads erfolgt dabei in mikrofluidischen Bauteilen. Die Arbeit befasst sich mit der geometrischen Auslegung dieser mikrofluidischen Bauteile und mit der Entwicklung eines Simulationsmodells zur Validierung des Bauteildesigns. Die Funktion des mikrofluidischen Bauteils umfasst in der Einlaufzone die Schnittstelle zur manuellen Befüllung mit einer Beadsuspension, die parallele, ortsfeste Präsentation der Beads in der Analysekammer für die optische Detektion sowie die Abführung von Reagenzien bzw. des Trägerfluids in der Auslaufzone. In der Einlaufzone und Analysekammer liegen laminare, stationäre Zweiphasenströmungen vor. Aufgrund der komplexen strömungstechnischen Vorgänge erfolgt die Validierung der Funktionen heute hauptsächlich experimentell, was einen erhöhten Zeit- und Kostenaufwand bedeutet. Zur geometrischen Auslegung des mikrofluidischen Bauteils wird, basierend auf der Betrachtung von Partikelaggregationen, eine Beziehung zwischen den Seitenlängen der Analysekammer und dem Durchmesser der Beads abgeleitet. Die weitere Auslegung erfolgt auf Basis eines hydraulischen Widerstandmodells. Basierend auf diesen Betrachtungen wird ein mikrofluidischer Probenträger konzipiert und realisiert. Zur Evaluierung des Bauteildesigns wird ein Simulationsmodell entwickelt, welches sowohl die Zweiphasenströmung als auch den sich dynamisch ändernden hydraulischen Widerstand in der Analysekammer abbildet. Dieses Simulationsmodell beruht auf der Kombination des Euler - Lagrange Verfahrens und der Strömung durch poröse Medien. Die erforderlichen Parameter werden experimentell bestimmt. Die Validierung des Simulationsmodells erfolgt durch Experimente mit dem mikrofluidischen Probenträger. Mittels dieser Experimente werden auch die Betrachtungen zur geometrischen Auslegung verifiziert.
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    Direkte Mensch-Roboter-Kooperation in der Kleinteilemontage mit einem SCARA-Roboter
    (2005) Thiemermann, Stefan; Westkämper, Engelbert (Univ.-Prof. Dr.-Ing. Prof. E.h. Dr.-Ing. E.h. Dr. h.c. mult.)
    Die Arbeitsräume des Menschen und des Roboters sind bisher aus Sicherheitsgründen getrennt. Eine solche Trennung ist gerade in Anwendungsgebieten wie der Montage, wo beide Kapazitäten gebraucht werden und ein stetiger Wechsel von manuellen und automatischen Tätigkeiten verlangt wird, oft nicht mehr sinnvoll. Ziel der vorliegenden Arbeit war es, die strikte sicherheitstechnisch bedingte Trennung von Werker und Roboter in der Produktion aufzuheben und hierfür wissenschaftliche Erkenntnisse eines benutzerzentrierten Sytemdesigns für eine direkte Mensch-Roboter-Kooperation in der Kleinteilemontage mit einem SCARA-Roboter zu erarbeiten, das an die individuellen menschlichen Eigenschaften angepasst werden kann. Hierfür wurden in experimentellen Untersuchungen der wichtigsten Einflussparameter auf die menschliche Wahrnehmung und Empfindung ermittelt. Bei der Wahrnehmung wurden vor allem die zum Menschen relativen Bewegungsgrößen des Roboters, wie Abstand, Annäherungswinkel, Geschwindigkeit und Beschleunigung untersucht. Anschließend wurde der Einfluss dieser Bewegungsgrößen auf das individuelle Sicherheitsempfinden des Menschen ermittelt. Um diese Größe quantifizieren zu können, wurde als Begriff das Kooperationsvermögen und der damit verbundene Kooperationsfaktor k eingeführt. Das Kooperationsvermögen stellt die individuelle Fähigkeit und Bereitschaft des Werkers zur Zusammenarbeit mit dem Roboter und dem System dar. Entsprechend der Konzeption und auf Datenbasis der experimentellen Untersuchungen wurden Verfahren zur Überwachung der Mensch-Roboter-Kooperation entwickelt. Zum einen eine Kollosionsüberwachung über einen kinematischen Ansatz, die der Geschwindigkeit des Roboters eindeutige und scharfte Grenzen setzt, um eine Verletzung des Werkers zu verhindern. Zum anderen eine Ergonomieüberwachung über ein Neuro-Fuzzy-System, die die Robotergeschwindigkeit anpasst, um dem Werker das absolute Gefühl der Sicherheit und der Kontrolle über den Roboter zu vermitteln, aber trotzdem die Produktivität des Systems gewährleistet. Da das menschliche Empfinden von Mensch zu Mensch stark variiert, kann das Roboterverhalten über den Kooperationsfaktor individuell eingestellt werden.
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    Konfigurierbares Leitsystem für modulare Montagezellen am Beispiel von Festplatten
    (2005) Muckenhirn, Ralf; Westkämper, Engelbert (Univ.-Prof. Dr.-Ing. Prof. E.h. Dr.-Ing. E.h. Dr. h. c. mult.)
    Die Herstellung von Festplatten muss aufgrund der großen Produktpalette und der sehr kurzen Innovationszeit von neuen Produkten immer flexibler werden. Ein zentraler Punkt bei der Herstellung von Festplatten bildet hierbei die Montage der Einzelteile zu einem Endprodukt. Da die Festplatten immer kleiner und leistungsfähiger werden und somit auch die Anforderungen an die Genauigkeit bei der Montage und die Anforderungen an die Reinheit bei der Montage steigen, muss der Weg hin zu einer Vollautomatisierung erfolgen. Manuelles Eingreifen in die Montage oder gar manuelle Montage einzelner Baugruppen erfüllt nicht mehr die Anforderungen die bezüglich Genauigkeit und Reinheit erforderlich sind. Die Entwicklung eines konfigurierbaren Leitsystems, welches auf modularen Montagezellen für die Montage von Festplatten zum Einsatz kommt, ist für eine solche Vollautomatisierung zwingend erforderlich. Die heutige Situation, wie sie bei der Festplattenmontage vorzufinden ist, zeigt, dass die Montage in weiten Teilen noch manuell durchgeführt wird und es nur sehr wenige vollautomatisierte Montageanlagen gibt. Diese sind jedoch nicht flexibel genug für die Anforderungen, die an eine moderne Montageanlage und die damit verbundene Automatisierung gestellt werden. In der Festplattenmontage sind konfigurierbare Leitsysteme nicht bekannt. Leitsysteme aus anderen Bereichen erfüllen jedoch auch nicht die geforderte Flexibilität, welche bei der Festplattenmontage nötig ist. Keines der Leitsysteme zeigt eine Anpassungsfähigkeit an die sich ständig ändernde Montageumgebung, welche durch die große und schnell wachsende Produktpalette im Umfeld der Festplatten gegeben ist. Hauptbestandteil dieser Arbeit ist die Entwicklung und Implementierung eines konfigurierbaren Leitsystems, welches auf einer Montagezelle zur Montage von Festplatten eingesetzt wird. Im Kern der vorliegenden Dissertation steht die Erarbeitung dieses Systems, welches in der Lage sein soll, unterschiedliche Produkte zur gleichen Zeit zu montieren, aber auch leicht auf neue Produkte angepasst werden kann. Hierbei steht die Konfiguration - auch für neue Produkte - im Vordergrund. Diese Konfiguration soll von einem Prozessingenieur durchführbar sein, so dass bei einem Wechsel auf neue Produkte kein Softwareentwickler mehr nötig ist. Die Konfiguration muss aber trotz der Einfachheit alle Eventualitäten erfüllen, wie sie bei der Festplattenmontage auftreten können. Neben der Einfachheit bei der Konfiguration soll das Leitsystem auch eine detaillierte Produktverfolgung bieten. Um die Anwendung des Verfahrens zu demonstrieren, wurde das entwickelte konfigurierbare Leitsystem auf einer prototypischen Montageanlage realisiert. Die Realisierung besteht dabei aus einer Montageanlage mit mehreren unterschiedlichen modularen Montagezellen, auf denen das Leitsystem zum Einsatz kommt.
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    Simulationsbaukasten für die Halbleiter- und Flachbildschirmfertigung : ein Beitrag zur wirtschaftlichen Planung, Auslegung und Optimierung automatisierter Materialflusssysteme
    (2005) Bader, Uwe; Westkämper, Engelbert (Univ.-Prof. Dr.-Ing. Prof. E.h. Dr.-Ing. E.h. Dr. h.c. mult.)
    Die vorliegende Arbeit leistet einen grundlegenden Beitrag für die wirtschaftliche Planung, Auslegung und Optimierung automatisierter Materialflusssysteme in der Halbleiter- und Flachbildschirmfertigung. Die Zielsetzung der Promotion war die Entwicklung eines Simulationsbaukastens, mit dem aussagefähige Ergebnisse für eine wirtschaftliche Planung, Auslegung und Optimierung automatisierter Transport-, Speicher- und Handhabungssysteme unter Berücksichtigung der vorgegebenen Zielkriterien und der speziellen Fertigungsbedingungen schnell und detailliert ermittelt werden können. Der Simulationsbaukasten wurde auf der Basis der entwickelten Ablaufstrukturen realisiert. Durch die Definition einer realitätsgetreuen Modellfabrik und die Nutzung des Simulationsbaukastens als Experimentierplattform konnten unterschiedliche Szenarien zur Optimierung automatisierter Materialflusssysteme simuliert und die erzielten Ergebnisse ausgewertet werden. Zum Nachweis der Anwendbarkeit wurde der entwickelte Simulationsbaukasten bei der Planung, Auslegung und Optimierung der automatisierten Materialflusssysteme in einer Halbleiterfertigung eingesetzt und seine Leistungs- und Funktionsfähigkeit nachgewiesen. Die Anwendung der durchgeführten Leistungsbewertungen sowie der entwickelten Lösungskonzepte und Leitlinien ermöglichten die wirtschaftliche und bedarfsentsprechende Planung und Auslegung der automatisierten Transport-, Speicher- und Handhabungssysteme. Anhand der entwickelten Strategien wurden die automatisierten Materialflusssysteme optimiert und die Funktionsfähigkeit des Gesamtsystems und der einzelnen Teilsysteme aufeinander abgestimmt. Der entwickelte Simulationsbaukasten leistet in Verbindung mit den durchgeführten Leistungsbewertungen, den entwickelten Lösungskonzepten sowie den abgeleiteten Leitlinien und Optimierungsstrategien einen unverzichtbaren Beitrag für die wirtschaftliche und bedarfsentsprechende Automatisierung der Materialflusssysteme in der Halbleiter- und Flachbildschirmfertigung.
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    Ein Modell zur Bestimmung der monetären Einsparungspotenziale bei der Durchführung einer Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse (FMEA)
    (2005) Haffner, Andreas; Westkämper, Engelbert (Univ.-Prof. Dr.-Ing. Prof. E.h. Dr.-Ing. E.h. Dr. h.c. mult.)
    Firmen stehen heute unter einem enormen Wettbewerbs- und Kostendruck. Obwohl Untersuchungen belegen, dass durch den Einsatz von Qualitätsmanagementmetho-den die Wettbewerbsfähigkeit enorm gesteigert werden kann, werden die Methoden zur Risikominimierung und Fehlerfindung nicht flächendeckend angewendet. Ursa-che hiefür ist, dass aufgezeigte Verbesserungspotenziale nicht monetär bewertet werden können. Vielmehr liegen die berechneten Einsparungspotenziale exorbitant neben den in den Büchern fixierten Kosten, wie Ausschuss- und Nacharbeitskosten. Mit dem Ziel, Kostenberechnungen zur Bestimmung von Einsparungspotenzialen in die FMEA zu integrieren, wurde in dem neuen Modell die klassische Fehlerbewer-tung der FMEA weiterentwickelt. Es wurden hierzu neue Kennzahlen definiert und in den Ablauf integriert. Grundlage für diese Weiterentwicklung ist zunächst eine veränderte Betrachtungs-weise der FMEA. Die bekannten Zusammenhänge zwischen Fehlerfolge, Fehler und Fehlerursache werden durchtrennt, indem die FMEA auf Basis von 4-Ebenen aufge-baut wird. Die Einführung von 4-Ebenen: • Merkmalsebene, • Knotenebene, • Wirkungsebene und • Ursachenebene dient dazu, die komplexen und mathematisch schwer beschreibbaren Zusammen-hänge einer FMEA-Fehlerbaumstruktur zu simplifizieren. Sie vereinfachen die Dar-stellung aus Prozesssicht (Merkmalsebene) und aus mathematischer Sicht (Grundur-sachenebene/Ursachenebene). Dennoch sind alle Kennzahlen einer klassischen FMEA gültig und anwendbar. Um die Kosten bestimmen zu können, erfolgt zunächst eine Unterteilung der Kosten in: • Primärkosten, • Sekundärkosten und • Tertiärkosten. Weiterhin ist Definition und die Einführung neuer Kennzahlen erforderlich, um in den späteren Schritten sowohl die entsprechenden Kosten, als auch die Einspa-rungspotenziale bestimmen zu können. Diese neuen Kennzahlen sind: • Die Anzahl der gefertigten Teile (nges), um bei der Angabe der Auftretens-wahrscheinlichkeit eines Fehlers die Anzahl der fehlerhaften Teile bestim-men zu können. • Den Anteil Ausschuss zu Nacharbeit (als ANA bezeichnet), dieser wird be-nötigt, da unterschiedliche Kosten für Nacharbeits- und Ausschussteile ent-stehen. Weiterhin können, im Gegensatz zu Ausschussteilen, nachgearbeitete Teile dem Wertschöpfungsprozess wieder zugeführt werden. Die Ausschuss- und Nacharbeitskosten werden direkt der Verursacherkategorie zugeordnet. • Korrekturkosten (QKorrektur), Einmalkosten zum Abstellen der Fehlerursache. • Die Herstellkosten zum Zeitpunkt x (K(Herstellung)x), um damit die Ausschuss-kosten zum Zeitpunkt x berechnen zu können. • Die Nacharbeitskosten zum Zeitpunkt x für das Merkmal K(Nacharbeit)x, um damit die Nacharbeitskosten berechnen zu können. Mit diesen Kennzahlen, der Einführung der 4 Ebenen und der Ausrichtung der FMEA am Wertschöpfungsprozess ist es möglich, die monetäre Bewertung der ein-zelnen Risiken sowie die Ausschuss- und Nacharbeitskosten zu bestimmen. Zusätz-lich ist eine wirtschaftliche Bewertung des Ist-Prozesses möglich.
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    Integriertes Qualitätsinformations- und Recherchesystem für die dokumentierte Prüfung von Bauteilen
    (2005) Recknagel, Matthias; Westkämper, Engelbert (Univ.-Prof. Dr.-Ing. Prof. E.h. Dr.-Ing. E.h. Dr. h.c. mult.)
    Mit Hilfe der Qualitätsdatenrecherche wird es möglich, die bei der Prüfung von Bauteilen erfassten und in einer Datenbank gespeicherten Messwerte zu einem späteren Zeitpunkt nach beliebigen Signalformen zu durchsuchen. Dadurch können beispielsweise Bauteile, die sich längst im Einsatz befinden, nachträglich auf Fehlermerkmale untersucht werden, die zum Zeitpunkt der ursprünglichen Prüfung noch nicht bekannt waren oder hinsichtlich ihres Risikos falsch eingeschätzt wurden. In Verbindung mit einer geeigneten Kennzeichnung der Teile und einer entsprechenden Dokumentation der weiteren Verwendung wird so an Stelle aufwändiger Rückrufaktionen ein gezielter Zugriff auf die betroffenen Bauteile möglich. Um die Qualitätsdatenrecherche flexibel und ohne spezielle mathematische Kenntnisse nutzen zu können, erfolgt die erneute Bewertung der gespeicherten Daten mit einer Suchfunktion, die mit Hilfe von beispielhaft zur Verfügung stehenden Signaldatensätzen an das zu erkennende Muster adaptiert wird. Die Ergebnisse der Suche werden visuell überprüft und können bei Bedarf für eine erneute Adaption des Systems zur verfeinerten Suche verwendet werden. Die praktische Anwendung der Qualitätsdatenrecherche wird am Beispiel der Ultraschallprüfung von Hüllrohren für Brennstäbe beschrieben. Die von der Prüfeinrichtung erfassten Signale enthalten Informationen über den Ort und die Art des im Werkstück vorliegenden Fehlers. Archiviert man die bei der ursprünglichen Prüfung erfassten Ultraschallsignale, so erlaubt die Qualitätsdatenrecherche, diese zu einem späteren Zeitpunkt nach neuen Fehlermerkmalen bzw. den sie repräsentierenden Signalformen zu durchsuchen. In Verbindung mit einer individuellen Kennzeichnung der geprüften Bauteile erlaubt die Qualitätsdatenrecherche so, auf bereits im Einsatz befindliche Bauteile gezielt zugreifen zu können, wenn diese infolge neuerer Erkenntnisse fehlerhaft sind oder ein erhöhtes Risiko darstellen.