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    Sozialutopie und Städtebau : die Stadtbaumodelle der Sozialutopisten in der Frühzeit der Industrialisierung
    (1969) Kieß, Walter
    Die 1969 entstandene Studie widmet sich den sozialutopischen Theorien um Charles Fourier, Etienne Cabet und Robert Owen und ihrem Einfluss auf die Leitideen früher Planungsmodelle im Städtebau des 19. Jahrhunderts. In detaillierten Einzeluntersuchungen wird unter sozial- und stadtbauwissenschaftlichen Gesichtspunkten die Entwicklung dieser Planungsmodelle u.a. bei James Silk Buckingham, John Ruskin und Edward Bellamy näher beleuchtet und deren Bedeutung für die Konkretisierung dieser Modelle insbesondere im Gartenstadtgedanken Ebenezer Howards herausgestellt.
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    Schloss Hohenheim : Wiederherstellung der historischen Räume
    (2011) Lang, Anton
    Inhalt: Geschichte Hohenheims - Bau des Hohenheimer Schlosses - Nutzung des Schlosses ab 1818 - Die Schlosshöfe - Die Erneuerung der Bauten - Planungswettbewerb 1962 - Wiederherstellung der historischen Räume - Die Meisterkurse - Außenanlagen im Schlossbereich - Schlosspläne, Stand 2011 - Anhang
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    A case of recovery of a medieval vaulting technique in the 19th century: Lassaulx's vaults in the Church of Treis
    (2003) Wendland, David
    In 1829, the "Journal für die Baukunst" published an essay with the title "Description of the procedure in the making of light vaults over churches and similar spaces", where, referring to observations made on medieval buildings, a method of building vaults without formwork is described. The author of this essay, Johann Claudius von Lassaulx (1781-1848), was a Royal Prussian building inspector at Koblenz (Germany). As an architect he built numerous public buildings in that area, including several large parish churches in the medieval style. He was strongly engaged in research, restoration and maintenance of medieval architecture, as well as a promoter of neo-medieval architecture both in his projects and in his writings. The first major project where Lassaulx put in practise his method of vaulting, is the new parish church at Treis, near Koblenz. This church, built in 1824-1831, was one of the very first churches in gothic style in modern age in Germany. Following a critical analysis of Lassaulx's essay, his description of the vaulting technique is compared with his own vault constructions referred to in the essay, where based on digital measurements a geometrical analysis of the masonry fabric has been carried out. This comparative study gives the opportunity to understand in detail the building technology and the conceptual choices in the making of the technological artefact. Further, the relevance of Lassaulx's publication and its position within the development of the technical literature, building technology and architecture in the 19th century are discussed. In fact, the precise technical description of a construction principle that allows its reproduction, provided by its author, is a necessary condition for creating a relationship between architectural design and the technical solution in detail, characteristic for the neo-medieval architecture and the development of modern architecture. In this study, the possibilities of the application of modern information technology in the survey of historical constructions are shown, namely the use of three-dimensional measurement and reverse geometric engineering for the aim of geometrical analysis, as well as the connection of technical, philological and architectural-historic analyses. The contribution is a preliminary report of the research contained in the author's doctoral thesis “Lassaulx und der Gewölbebau mit selbsttragenden Mauerschichten. Neumittelalterliche Architektur um 1825-1848”, supervised by Prof. Dr. phil. D. Kimpel, University of Stuttgart, Institut für Architekturgeschichte, delivered in 2007.
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    Der Architekt Bodo Rasch : sein Leben und Werk
    (2023) Stolz, Katharina; Philipp, Klaus Jan (Prof. Dr. phil. habil.)
    Die vorliegende Arbeit widmet sich monografisch dem architektonischen Autodidakten Bodo Rasch (1903-1995), der seit seinem Studium zum Agraringenieur in Hohenheim ab 1923 bis zu seinem Tod 1995 in Stuttgart lebte und der sich in der hiesigen Architekturszene sehr engagierte. Die Dissertationsschrift stellt nun erstmals die Person und das Œuvre Bodo Raschs, unabhängig von dessen älterem Bruder Heinz (1902-1996) vor und widmet sich mit dessen wissenschaftlicher Aufarbeitung und Kontextualisierung einem Forschungsdesiderat. Entgegen der vorherrschenden Fachmeinung war Bodo Rasch nach der Auflösung des mit seinem Bruder Heinz gemeinsam geführten Bauateliers nicht nur als Journalist und Herausgeber tätig. Vielmehr konnten durch die Aufarbeitung der Nachlassunterlagen bisher in der Fachliteratur unkorrekt beiden Brüdern zugeschriebene Projekte allein auf Bodo Rasch zurückgeführt werden, dazu gehören insbesondere die pneumatischen Konstruktionen und die Containerarchitektur. Durch die vorliegende Arbeit wird nun deutlich, dass sich Rasch auf zahlreichen unterschiedlichen architektonischen Gebieten engagierte und profiliere und wichtige Beiträge zu deren Entwicklung leistete, die bis dato keinen Niederschlag in der Fachliteratur fanden, wodurch ihm ein Platz in der Reihe der Vordenker und Wegbereiter bislang verwehrt blieb. Des Weiteren liefert die Arbeit auf der Basis der Monografie Raschs einen Beitrag zur historischen Erforschung der Netzwerke von Ingenieuren, Architekten und Planern der Stuttgarter Region, während und nach der Zeit der NS-Herrschaft.
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    Philipp Jakob Manz (1861-1936) : Industriearchitekt und Unternehmer
    (2003) Renz, Kerstin; Kimpel, Dieter (Prof. Dr.)
    Philipp Jakob Manz (1861-1936) hat sein Büro für Industriebau 1889 im süddeutschen Württemberg gegründet, wo er auch geboren wurde. Wie sich herausgestellt hat, ist Manz der erste auf Industriebau spezialisierte freie Architekt im deutschen Südwesten. Ab den 1890er Jahren baut er sein Büro zum größten Industriebau-Büro in Deutschland aus. Manz-Bauten sind in ganz Mitteleuropa zu finden: in Österreich, Ungarn, Tschechien, Polen, Frankreich, besonders aber im Südwesten Deutschlands. Der enorme Erfolg des Büros Manz wird durch den um die Jahrhundertwende einsetzenden Bauboom in der süddeutschen Textilindustrie ermöglicht. Serielles Planen und Bauen, speziell von Shedbauten, fördert die Verbreitung von Manz´Architekturen in ganz Europa. Mit dem Bau von Spinnereigeschossbauten gewinnt das Büro Manz Anerkennung zugleich als Architektur- und Ingenieurbüro. Manz ist einer der ersten „Unternehmerarchitekten“ in Deutschland, die die Regeln und Errungenschaften der modernen Betriebswirtschaft, speziell der US-amerikanischen Forschung zur Rationalisierung der Baupraxis, anwenden. Rationalisierung ist das Thema im Büro, die zügige Realisierung von Bauvorhaben wird zum Markenzeichen von Manz. In Deutschland und Österreich-Ungarn ist er bald als „Blitzarchitekt“ bekannt. Während des Ersten Weltkriegs ist das Büro Manz eines der wenigen mit Bauaufträgen; in Zusammenarbeit mit den führenden Bauunternehmen realisiert man bedeutende Beton-Architekturen. Die Jahre von 1914-1918 können auch aus diesem Grund nicht länger als Zäsur in der Architekturgeschichte gewertet werden. Es sind entscheidende Jahre für die Entwicklung des industriellen Bauens. Im 19. Jahrhundert ist der Industriebau in den deutschen Ländern allenthalben eine ungeliebte Bauaufgabe. Architektonisches Entwerfen und technisches Ingenieurwissen gehen auf unterschiedliche Ausbildungsgänge zurück, die Trennung von Architekten- und Ingenieurwissen nimmt zu. Dementsprechend gibt es im Umfeld von Manz keine freiberuflich arbeitenden Industriearchitekten. Um diesen Beruf von Grund auf zu lernen, muß Manz sich als selfmademan bewähren und sich am Ausland orientieren. Als junger Architekt geht er nach Großbritannien und wahrscheinlich auch in die USA. In diesen schon früh von der Industrialisierung geprägten Ländern ist das Berufsbild des spezialisierten Industriearchitekten bekannt und seit der Mitte des 19. Jahrhunderts auch durchaus angesehen. Es konnte gezeigt werden, dass Manz in einer stringenten Entwicklungslinie steht, die mit dem sogenannten millworker zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Großbritannien ihren Anfang nimmt und mit dem Ingenieur und Industriearchitekten Sir William Fairbairn ihren ersten prominenten Vertreter findet. Fairbairn ist der Pionier des Industriebauwesens. Ein Exkurs, in dem eine Auswahl britischer, schweizer, österreichischer, niederländischer und amerikanischer Architekten vorgestellt wurde, erbrachte das Ergebnis, dass das Phänomen des auf Industriebau spezialisierten Architekten an das 19. Jahrhundert gebunden ist. Manz ist ein vergleichsweise später Vertreter dieses Berufsbildes, dennoch ist er während der Hochindustrialisierung im deutschen Kaiserreich auf diesem Gebiet ein Pionier. Noch zu Lebzeiten bleibt sein Büro eine Ausnahmeerscheinung. Mit dem Aufkommen großer Bauunternehmen in Deutschland vor 1914 sieht sich der Industriearchitekt jedoch einem enormen Konkurrenzdruck ausgesetzt. Manz ist Autodidakt der Architektur und als ehemaliger Student der Stuttgarter Baugewerkeschule "niedriger" Ausbildungsherkunft. Sein Entwurfsstil als Architekt ist nicht mehr und nicht weniger als zeitgemäß und durchschnittlich zu bezeichnen. Diese Fakten erklären seinen geringen Bekanntheitsgrad und die Nichtbeachtung seitens der zeitgenössischen deutschen Architekturkritik und der Architektenkollegen. Sie erklären aber auch das mangelnde Interesse der Architekturgeschichte an Manz seit 1945.
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    Schloss Hohenheim : Wiederherstellung der historischen Räume. Erweiterte Fassung
    (2012) Lang, Anton
    Inhalt: Geschichte Hohenheims - Bau des Hohenheimer Schlosses - Nutzung des Schlosses ab 1818 - Die Schlosshöfe - Die Erneuerung der Bauten - Planungswettbewerb 1962 - Wiederherstellung der historischen Räume - Die Meisterkurse - Außenanlagen im Schlossbereich - Schlosspläne, Stand 2011 - Anhang
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    The vaults in "Sistani's House" in Bam Citadel (Iran) : construction principles, shape geometry and design for reconstruction
    (2007) Wendland, David
    In the context of a pilot project for the reconstruction of a building at Bam Citadel (Iran), the outlines for the possible reconstruction of the vaults are described. Bam Citadel, an outstanding ensemble of traditional Persian architecture and adobe structure, has been devastated by an earthquake in 2003; since then, efforts are being made for its reconstruction. In the paper, the traditional building technique of the vaults is described, which takes place free-handed, i.e. without centering. Particular emphasis is given to the description of the shape of the vault as determined by the building process, the layout of the masonry fabric, and the structural detailing. The aim of the study is the integration of the traditional building procedure with a state-of-the-art design process capable of enhancing the security of the building. Therefore, a CAD modelling procedure is proposed for reproducing the shape of traditional Persian vaults with high fidelity, creating models suitable for importation and handling within software tools for numerical modelling. Further, the possibility of predetermining the masonry fabric and the shape control are described, as well as the essential detailing on a preliminary design stage, and some proposals for the improvement of the seismic performance of the reconstructed vault. This report describes a practical application of the research contained in the author's doctoral thesis “Lassaulx und der Gewölbebau mit selbsttragenden Mauerschichten. Neumittelalterliche Architektur um 1825-1848”, supervised by Prof. Dr. phil. D. Kimpel, University of Stuttgart, Institut für Architekturgeschichte, delivered in 2007.
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    Paul Rudolph und die zweite Generation der amerikanischen Moderne
    (2005) Kühnle, Rüdiger Paul; Philipp, Klaus Jan (Prof. Dr. phil. habil.)
    Der amerikanische Architekt Paul Marvin Rudolph (1918-97) kann als "führendes Mitglied" (Jeanne Davern) der zweiten Generation moderner Architekten in den USA gelten. Als Absolvent der Graduate School of Design unter Walter Gropius gelangte er in den 50er Jahren schnell zu Ruhm, realisierte in den 60er Jahren eine Reihe einflussreicher Bauten und fiel schließlich mit Beginn der 70er Jahre rasch in Vergessenheit. Dieser bemerkenswert "kurze Ruhm" (Kurt W. Forster) steht nicht nur im Gegensatz zu den Lebensläufen vieler bekannter Architekten der Gegenwart, sondern macht Rudolph auch zu einem geeigneten Vehikel, um den Wandel der architektonischen Leitbilder in den USA zwischen 1945 und 1980 an einer konkreten Karriere zu verorten. Die vorliegende Arbeit ist als Ergänzung der in den letzten Jahren erschienen Monographien zu verstehen, die sich sowohl mit Rudolphs Frühwerk in Florida als auch seinem überwiegend in Asien entstandenen Spätwerk beschäftigt haben. Dazwischen klafft in der Aufarbeitung jedoch eine Lücke, so dass zur Beschäftigung mit Rudolphs produktiven mittleren Jahren noch immer auf die lange schon vergriffenen Monographien von Rupert Spade und Sibyl Moholy-Nagy aus den frühen 70er Jahren zurückgegriffen werden muss. Ein Ziel der Arbeit ist es, diese für Rudolph wichtige Schaffensphase zu würdigen, sie in den Kontext der amerikanischen Moderne der 50er und 60er Jahre zu stellen und dabei auch Rudolphs heute weitgehend vergessene Schriften mit einzubeziehen. Darüber hinaus wird Rudolphs Werk in Abweichung von den vorliegenden monographischen Aufarbeitungen jedoch nicht nur auf primäre formale und stilistische Charakteristika hin untersucht. Vielmehr wird seine Karriere - im Sinne eines sozialgeschichtlichen Ansatzes - auch als Resultat des Leitbildwandels im architektonischen und gesellschaftlichen Überbau seiner Zeit begriffen, infolge dessen er zunächst als junger Hoffnungsträger, eine Dekade später jedoch - in den Augen einer abermals jüngeren Generation - bereits als Exponent einer veralteten Richtung galt, dessen Schaffen für die Ära nach Vietnam-Krieg und Studentenbewegung weitgehend als "irrelevant" (so Robert Venturi) zu gelten hatte. Um Rudolphs Stellung innerhalb dieses Paradigmenwechsel von der Moderne zur Postmoderne besser einordnen zu können, wird Rudolphs Entwicklung in eine synoptische Erzählung aus Architektur-, Städtebau- und Sozialgeschichte eingebettet, die ausführlich auch ausgewählte Architekten, Kritiker und Journalisten seiner Epoche als Vergleichsmodelle berücksichtigt. Rudolph und seine Zeitgenossen werden dabei - im Sinne Arnold Hausers - sowohl als "Produkte" als auch als "Produzenten" ihrer Gesellschaft begriffen, deren praktisches und theoretisches Wirken nicht von der gesellschaftlichen Wirklichkeit und den in ihr wirksamen Kräften abstrahiert werden können. Da die Sprache als recht unmittelbarer Ausdruck des Anschauungssystems einer Epoche aufgefasst werden kann, gilt die Aufmerksamkeit insbesondere dem Wandel der Rezeption Rudolphs und seiner Bauten in Architekturkritik und -geschichtsschreibung. Berücksichtigt werden soll in diesem Zusammenhang auch die Wiederentdeckung Rudolphs seit Mitte der 80er Jahre, die ihn jedoch vorrangig für Kritik an der Postmoderne instrumentalisiert und seinen Beitrag - im Positiven wie im Negativen - teilweise verzerrt wiedergegeben hat. Nachdem die Architektur der 50er Jahre in den vergangenen Jahren bereits eine Neubewertung erfahren hat, steht dies für die 60er und 70er Jahre noch weitgehend aus. Im öffentlichen Bewusstsein genießt die Architektur dieser Zeit nur eine geringe Wertschätzung und scheint vor allem von vielfältigen "Bausünden" geprägt zu sein, was in der Praxis bereits zu wenig rücksichtsvollen Sanierungen oder zum Abriss geführt hat. So liegt die Chance einer Aufarbeitung von Rudolphs ebenso skulpturaler wie sinnlicher Architektur auch darin, dass die Beiträge seiner Generation wieder stärker ins aktuelle Blickfeld rücken und, vom spezifischen Geschmack ihres Entstehungskontextes ebenso gelöst wie von der überwiegend ablehnenden Rezeption der späten 70er und der frühen 80er Jahre, wieder neu gewürdigt werden können. Eine zeitgemäße Betrachtung und vielleicht sogar eine neue Wertschätzung können nicht zuletzt zu einem positiveren Umgang mit dem zunehmend sanierungsbedürftigen Erbe dieser Architekturepoche beitragen.
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    Anlehnung und Exploration - die Stadtentwicklung Qingdaos unter der Verwaltung der Republik China (1922 - 1937)
    (2015) Jin, Shan; Philipp, Klaus Jan (Prof. Dr. phil. habil.)
    An der Südküste der chinesischen Provinz Shandong wurde im Jahr 1897 die Stadt Qingdao als Musterkolonie gegründet. Die mit großzügiger Infrastruktur und hohem hygienischen Standard ausgestattete Stadt wurde im Ersten Weltkrieg von den Japanern 1914 erobert. Ende 1922 mussten sie diese wieder an China zurückgeben. Nach siebenjähriger Verwaltung unter der Beiyang-Regierung in Beijing übernahm die Nationalregierung in Nanjing Qingdao im Jahr 1929. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt Anfang 1938 zum zweiten Mal von Japan besetzt. Zwischen 1897 und 1937 war eine kontinuierliche Entwicklung in Qingdao zu beobachten. Das großartige Vorhaben der Deutschen, eine vorbildhafte Stadt zu errichten, wurde sowohl von den Japanern als auch von den Chinesen übernommen. Die Stadt wurde in einer ähnlichen Weise erweitert und vervollständigt und die malerische Erscheinung der Stadt wurde mit weiterer Bebauung akzentuiert. Eine städtebauliche Analyse der Stadtgestaltung und die Untersuchung des Fortgangs unter chinesischer Verwaltung zwischen 1923 und 1937 werden den Schwerpunkt der Dissertation bilden. Die Untersuchung gliedert sich hauptsächlich in zwei Aspekte, die sich einerseits auf die Planung, die Verwaltung und die fiskalische Bautätigkeiten von oben, andererseits auf das physische und das damit verbundene soziale Verhalten in den privaten Bausektoren von unten sowie das Verhältnis ihrer Wechselwirkung konzentriert. „Anlehnung und Exploration“kennzeichnet einen grundsätzlichen Charakter dieser Entwicklungsphase, die im baukulturellen Geschehen, das sowohl von den Verwaltern als auch von den privaten Akteuren bewusst und unbewusst gestaltet wurde, mehrschichtig angelegt ist. Bei der Fortsetzung der Stadtentwicklung lehnte man sich einerseits an die vorhandenen physischen Hinterlassenschaften und die immateriellen Bautraditionen an. Anderseits musste das städtebauliche Entwicklungsmodel jedoch erneuert werden, um den Veränderungen und Fortentwicklungen der sozioökonomischen Rahmenbedingungen entgegenzukommen. Dabei zeigte die Stadt eine offene Einstellung, die innovativen Einflüsse der Zeit aufzunehmen und in das Vorhandene einzubetten. In dieser Hinsicht wurde von der Stadtentwicklung dieser Zeitepoche – basierend auf dem Vorhandenen – nach einem eigenen Weg gesucht.
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    Aspekte zur Tempelarchitektur in Myanmar : eine Beurteilung des räumlichen Aufbaus
    (2012) Thaw, Tar Aung; Philipp, Klaus Jan (Prof. Dr. phil.)
    Das hohe Wirtschaftswachstum vieler asiatischer Länder findet seine Entsprechung in der gebauten Umwelt. Allerdings werden viele Gebäude in diesen Ländern unter Missachtung der kulturellen Wahrzeichen und des traditionellem Soziallebens gebaut. Das eigene traditionelle Erbe sollte besser verstanden und integriert werden in die sich entwickelten Wertesysteme. Traditionelle Werte können dabei einen festen Halt bieten und Identität stiften oder den Entwicklungsprozess und die Akzeptanz der damit verbundenen Werte behindern. Heutzutage sind südostasiatische Architekten dahingehend gefangen, zurechtzukommen mit dem raschen Wandel, die die Modernisierung der Gebäude mit sich bringt. Dabei versuchen sie, die Geschichte und Entwicklung traditionelle Architektur in den modernen heutigen Gebäuden wiederzuverwenden. Die Vorgänger der Architekturhistoriker und die Gelehrten in Myanmar hatten Interesse an den historischen Kunst- und Architekturhinterlassenschaften wie die der Burmesen, Pyu, Mo und Rakhine. Von Beginn des 20. Jahrhunderts an haben Spezialisten aus verschiedenen Disziplinen Ihre Arbeit dem Studium der Architektur in Bagan und Mrauk-U gewidmet. Hundert Jahre später existieren immer noch viele Kontroversen und Meinungsverschiedenheiten um dieses Thema. Das zeigt, dass diese Region weiterhin erforscht werden muss. Die beiden Städte, Bagan und Mrauk-U zeigen, dass die traditionellen Gebäude monumentale Gedenkstätten in Raum und Form sind. Sie deklarieren traditionelle Architektur als Symbol des nationalen Charakters und des kulturellen Erbes. Die Stile der Gebäude spiegeln die Situationen des jeweiligen Zeitraums wider sowie den Geist der Bauherren, der zu jener Zeit beherrschend war in politischer, sozialer, kultureller und auch wirtschaftlicher Form. Es gilt zu überlegen, wie ein Ansatz aussehen könnte, um das heikle Unterfangen der Harmonisierung von Architekturtechnologien der Vergangenheit und Gegenwart in Einklang mit Zeit, Ort und Gegebenheiten zu bringen. Um eine Lösung für die Kooperation und Integration der Architektur in Myanmar zu finden. Die Verwendung der traditionellen Architektonischen Identität um eine neue moderne Architektur in der bebauten Umwelt zu schaffen, dient nicht nur dem Erhalt einer Traditionellen Identität sondern auch der Erfüllung der Bedürfnisse der Nutzer. Sind sie es doch die eng mit diesen Gebäuden verbunden sind. Durch die Untersuchung der Geschichte der Architektur in Pyu, Bagan und Mrauk-U und der Klassifikation der Tempel kann die Geschichte der Architektur von Myanmar verglichen werden besonders unter Einbeziehung der gegenwärtigen Tempel in Yangon. Diese Studie versucht, die alten Denkmäler hinsichtlich ihrer architektonischen Gesichtspunkte in Bezug auf geschichtliche, geografischen, soziale, wirtschaftliche, religiösen und klimatische Einflüsse zu untersuchen und die vorhandenen Werte in den Tempeln in Pyu, Bagan und Mrauk-U in Bezug zur Architektur zu setzten. Dies mit dem Ziel, zu verstehen wie sie die Identität eines gebauten Bildes in dieser gebauten Umwelt vermitteln konnten. Die Forschung hat auch das Ziel, ein besseres Verständnis der verschiedenen Einflüsse und Entwicklungen innerhalb der historischen Umgebung zu liefern. Des Weiteren versucht die Studie die Wiederentdeckung der Raumkomposition und Form der historischen Architektur. Zudem versucht die Studie einige Vorschläge und Empfehlungen zur Entwicklung von Konservierungsstrategien zu geben. Diese können leicht in den Städten, die mir als Fallstudien gedient haben, umgesetzt werden. Die Ergebnisse dieser Studie sind deshalb von grosser Bedeutung für die heutige Tempelarchitektur in Myanmar.