Universität Stuttgart
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Item Open Access Integration von Data Mining und Online Analytical Processing : eine Analyse von Datenschemata, Systemarchitekturen und Optimierungsstrategien(2003) Schwarz, Holger; Mitschang, Bernhard (Prof. Dr.-Ing. habil.)Die technischen Möglichkeiten, Daten zu erfassen und dauerhaft zu speichern, sind heute so ausgereift, dass insbesondere in Unternehmen und anderen Organisationen große Datenbestände verfügbar sind. In diesen Datenbeständen, häufig als Data Warehouse bezeichnet, sind alle relevanten Informationen zu den Organisationen selbst, den in ihnen ablaufenden Prozessen sowie deren Interaktion mit anderen Organisationen enthalten. Vielfach stellt die zielgerichtete Analyse der Datenbestände den entscheidenden Erfolgsfaktor für Organisationen dar. Zur Analyse der Daten in einem Data Warehouse sind verschiedenste Ansätze verfügbar und erprobt. Zwei der wichtigsten Vertreter sind das Online Analytical Processing (OLAP) und das Data Mining. Beide setzen unterschiedliche Schwerpunkte und werden bisher in der Regel weitgehend isoliert eingesetzt. In dieser Arbeit wird zunächst gezeigt, dass eine umfassende Analyse der Datenbestände in einem Data Warehouse nur durch den integrierten Einsatz beider Analyseansätze erzielt werden kann. Einzelne Fragestellungen, die sich aus diesem Integrationsbedarf ergeben werden ausführlich diskutiert. Zu den betrachteten Fragestellungen gehört die geeignete Modellierung der Daten in einem Data Warehouse. Bei der Bewertung gängiger Modellierungsansätze fließen insbesondere die Anforderungen ein, die sich durch den beschriebenen Integrationsansatz ergeben. Als Ergebnis wird ein konzeptuelles Datenmodell vorgestellt, das Informationen in einer Weise strukturiert, die für OLAP und Data Mining gleichermaßen geeignet ist. Im Bereich der logischen Modellierung werden schließlich diejenigen Schematypen identifiziert, die die Integration der Analyseansätze geeignet unterstützen. Im nächsten Schritt sind die für Data Mining und OLAP unterschiedlichen Systemarchitekturen Gegenstand dieser Arbeit. Deren umfassende Diskussion ergibt eine Reihe von Defiziten. Dies führt schließlich zu einer erweiterten Systemarchitektur, die die Schwachstellen beseitigt und die angestrebte Integration geeignet unterstützt. Die erweiterte Systemarchitektur weist eine Komponente zur anwendungsunabhängigen Optimierung unterschiedlicher Analyseanwendungen auf. Ein dritter Schwerpunkt dieser Arbeit besteht in der Identifikation geeigneter Optimierungsansätze hierfür. Die Bewertung der Ansätze wird einerseits qualitativ durchgeführt. Andererseits wird das Optimierungspotenzial der einzelnen Ansätze auch auf der Grundlage umfangreicher Messreihen gezeigt.Item Open Access Investigating dynamics by multilevel phase space discretization(2006) Fundinger, Danny Georg; Levi, Paul (Prof. Dr.)The subject of the thesis is the numerical investigation of dynamical systems. The aim is to provide approaches for the localization of several topological structures which are of vital importance for the global analysis of dynamical systems, namely, periodic orbits, the chain recurrent set, repellers, attractors and their domains of attraction as well as stable, unstable and connecting manifolds. The techniques introduced do not require any a priori knowledge about a system, and are also not restricted by the stability of the solution. Furthermore, they can generally be applied to a wide range of dynamical systems. Two theoretical concepts are considered to be at the center of the research - symbolic analysis and the RIM method. The underlying basic approach for both of them is multilevel phase space discretization. This means that a part of the phase space, the area of investigation, is subdivided in a finite number of sets. Then, instead of each point of the phase space, only these sets are subject of further analysis. The main target of every method proposed is to find those sets which contain parts of the solution and subdivide them into smaller parts until a desired accuracy is reached. In case of symbolic analysis, a directed graph is constructed which represents the structure of the state space for the investigated dynamical system. This graph is called the symbolic image of the focused system and can be seen as an approximation of the system flow. The theoretical background regarding the symbolic image graph as well as the constructive methods applied on it were already described in a series of works by G. Osipenko. In this work, strategies are introduced for a practical application. This requires the extension of the theoretical concepts and the development of appropriate algorithms and data structures. In practice, it turned out that these aspects are essential cornerstones for the usability of the discussed methods. Also some sophisticated tunings of the basic methods are proposed in order to extent the field of practical investigation. Although symbolic analysis can be seen as the main stimulation of this work, the investigation was not limited to it. Indeed, several shortcomings regarding the solution of some problems can be observed if the method is applied in practice. This led to the development of the RIM method. The core intention of the method is to solve the root finding problem. The standard approach toward this task is the application of an iteration scheme based on the Newton method. However, it has shown that such Newton schemes have several structural disadvantages which are especially crucial in the context of the fields of investigation which are relevant to this work. The RIM method proposes an alternative approach which does not require the application of any Newton-like method. Numerical case studies revealed that in several nontrivial scenarios the RIM method provides better results than both, symbolic analysis as well as Newton-based methods. Two applications of the RIM method for the investigation of dynamical systems are provided. One of them is the detection of periodic points. The other is the computation of stable manifolds. The proposed methods contribute not only to the direct investigation and simulation of specific dynamical processes but also to the research in the field of dynamical system theory in general. This is due to the fact that progress in theory depends to a large extent on the observation and investigation of phenomenons. These phenomenons can often only be revealed, analyzed and verified by numerical experiments. The presented numerical case studies give some concrete examples for the application of the methods. Hereby, the dynamical models are taken from different fields of scientific research, like geography, biology, meteorology, or physics.Item Open Access Das ASCEND-Modell zur Unterstützung kooperativer Prozesse(2002) Frank, Aiko; Mitschang, Bernhard (Prof. Dr.)Es wird eine neue Klasse von kooperativen Prozessen bestimmt und durch Beispiele betrachtet, deren Unterstützung durch das ASCEND Designflow Model(ADM) erfolgen soll. Diesen Prozessen ist der Bedarf nach Interaktion, Kooperation, kooperativer Nutzung gemeinsamer Ressourcen, Delegation von Teilar-beiten, strukturierten und weniger strukturierten Teilprozessen, Integration von Arbeitsergebnissen und Abstimmung von Aktionen gemein. Daraus wird die Forderung an eine geeignete Benutzerunterstützung abgeleitet, die den Nutzern die geeignete Unterstützung in Form entsprechend konfigurierbarer Dienste zur Verfügung stellt. Es werden Technologien vorgestellt und bewertet, die Teile der aufgestellten Forderungen erfüllen können. Der Schwerpunkt dieser Untersuchung betrifft CSCW und Workflow-Management. Eine weitere Klasse von Systemen zur Durchführung von Arbeiten sind CAD-Frameworks, die spezialisierte Dienste für den technischen Entwurf anbieten. Für die Realisierung der von uns gewünschten flexiblen Zugriffsregelung werden außerdem einige Aspekte der Agententechnologie betrachtet, insbesondere Verhandlungsprotokolle. Aufgrund der so gewonnenen Erkenntnisse wird ein Lösungsansatz präsentiert, der auf einer geeigneten Integration dieser Technologien basiert. Dieser Lösungsansatz wird durch das ASCEND Designflow Model umgesetzt. Dieses Modell verwendet drei wesentliche Aspekte: ein Aktivitätenmodell, einen Informationsraum und Interaktionsprotokolle. Workflow-Management stellt eine ideale Technologie für die Automatisierung der Steuerung von strukturierten Teilprozessen dar. Das Aktivitätenkonzept ist eine geeignete Basis zur Repräsentation von abhängigen Arbeitsschritten. Daher werden diese Konzepte weitgehend in das ADM integriert. Das Aktivitätenkonzept zur Modellierung und Durchführung abgegrenzter Arbeitsschritte hilft die Aufgabenverteilung und Vorgehensweise von Entwurfsprozessen, soweit möglich, zu strukturieren. Bspw. nutzt die Delegations-Beziehung des ADM Aktivitäten zur Spezifikation verschiedener Unteraufträge. Außerdem werden sogenannte Workflow-Aktivitäten eingeführt, die alle Eigenschaften eines Workflows übernehmen und innerhalb eines Entwurfsprozesses ausgeführt werden können. Dadurch wird eine geeignete Unterstützung gut strukturierter Teilprozesse erreicht. Weiterhin werden primitive Aktivitäten zum Kapseln von Werkzeuganwendungen und Groupware-Aktivitäten zur Durchführung von wenig strukturierten Teilarbeiten eingeführt. Eine Besonderheit stellen die Designflow-Aktivitäten dar, die durch sogenannte Design-Primitive eine erweiterte Funktionalität realisieren. So können anpaßbare Constraints angewendet werden, welche die Abhängigkeiten zwischen den in einer Designflow-Aktivität enthaltenen Ressourcen und Aktivitäten beschreiben. Durch die weitgehende Definierbarkeit solcher Constraints, besteht die Möglichkeit anwendungsspezifische Abhängigkeiten einzuführen und eine flexible Ablaufunterstützung zu erreichen. Aufgrund der Forderung nach frühem Austausch von gemeinsamen Ergebnissen, der Bearbeitung gemeinsamer Daten und der Abhängigkeiten bezüglich Daten und Ergebnissen, die in verschiedenen Teilprozessen erarbeitet werden, ist eine Abstimmung zwischen den am Prozeß teilnehmenden Personen notwendig. Dafür wird die gemeinsame Nutzung von Ressourcen im Rahmen eines gemeinsamen Informationsraums eingeführt. Dadurch können unvorherbestimmte Abläufe über die Objektzugriffe koordiniert werden. Zur Durchführung und Abstimmung der Nutzung gemeinsamer Objekte werden Protokolle in Konversationsmustern angewendet, die zum einen eine gewisse Weise des Zugriffs vorschreiben, aber auch die Möglichkeit zur Verhandlung anbieten. Diese Verhandlung, wie sie bei konkurrierenden Zugriffen oder bei der Durchführung des sogenannten Delegationsprotokolls auftreten, stellen ein mächtiges Werkzeug zur Interaktion zwischen allen Entitäten des ADM dar, d.h. zwischen Akteuren, Objekten und Aktivitäten. Die Effekte der Interaktionen werden komplett durch das zugrunde liegende System unterstützt, womit eine konsistente Behandlung ermöglicht ist. Die flexible Einsetzbarkeit, die Anpaßbarkeit und die Erweiterbarkeit der Protokolle ermöglicht einen hohen Grad der Anpassung des ADM an verschiedenste kooperative Prozesse. Damit unterstützt das ADM zum einen Entwurfsprozesse, die teilweise gut strukturiert sind. Zum anderen erlauben die eingeführten Entwurfskonstrukte (bspw. Delegation, Objektzugriffe und Constraints), auch schwächer strukturierte Teilprozesse und damit ein wesentliches Merkmal des Entwurfs bzw. der in dieser Arbeit anvisierten kooperativen Prozesse zu unterstützen. Somit wird erreicht, daß die passendste, unterstützende Technologie für den jeweiligen Teilprozeß verwendet werden kann. Dadurch werden die verschiedenen Anforderungen bezüglich koordinativer, wie auch kooperativer Zusammenarbeit erfüllt.Item Open Access Emulation von Rechnernetzen zur Leistungsanalyse von verteilten Anwendungen und Netzprotokollen(2005) Herrscher, Daniel J.; Rothermel, Kurt (Prof. Dr. rer. nat. Dr. h. c)Um die Leistung von verteilten Anwendungen und Netzprotokollen in Abhängigkeit von den Eigenschaften der verwendeten Rechnernetze zu analysieren, wird eine Testumgebung benötigt, die Netzeigenschaften zuverlässig nachbilden ("emulieren") kann. Eine solche Testumgebung wird Emulationssystem genannt. Bisher existierende Emulationssysteme sind aufgrund ihrer Architektur entweder nur für sehr kleine Szenarien geeignet, oder sie können nur unabhängige Netzverbindungen nachbilden, und schließen damit alle Netztechnologien mit gemeinsamen Medien aus. In dieser Arbeit werden zunächst verschiedene Architekturvarianten für die Realisierung eines Emulationssystems vorgestellt und bewertet. Für die Variante mit zentraler Steuerung und verteilten Emulationswerkzeugen wird dann detailliert die Funktionalität eines Emulationssystems mit seinen wesentlichen Komponenten beschrieben. Das in dieser Arbeit entwickelte Emulationsverfahren greift auf der logischen Ebene der Sicherungsschicht in den Kommunikationsstapel ein. Auf dieser Ebene werden die beiden Basiseffekte Rahmenverlust und Verzögerung durch verteilte Emulationswerkzeuge nachgebildet. Alle anderen Netzeigenschaften können auf diese Basiseffekte zurückgeführt werden. Um Netztechnologien mit gemeinsamen Medien durch verteilte Werkzeuge nachbilden zu können, wird zusätzlich das Konzept des virtuellen Trägersignals eingeführt. Hierbei werden die Eigenschaften eines Rundsendemediums nachgebildet, indem kooperative Emulationswerkzeuge Rundsendungen zur Signalisierung eines Trägersignals benutzen. Somit kann jedeWerkzeuginstanz lokal ein aktuelles Modell des emulierten gemeinsamen Mediums halten. Auf dieser Basis kann auch das Verhalten von Medienzugriffsprotokollen nachgebildet werden. Die Arbeit deckt auch die wesentlichen Realisierungsaspekte eines Emulationssytems ab. Mit ausführlichen Messungen wird gezeigt, dass das entwickelte System für die Nachbildung von Netzszenarien sehr gut geeignet ist, selbst wenn die nachzubildenden Parameter sich dynamisch ändern. Die entwickelten Werkzeuge sind in der Lage, Netzeigenschaften in einem weiten Parameterbereich realistisch nachzubilden. Mit diesem System steht nun eine ideale Testumgebung für Leistungsmessungen von verteilten Anwendungen und Netzprotokollen in Abhängigkeit von Netzeigenschaften zur Verfügung.Item Open Access Visualization of uncorrelated point data(2008) Reina, Guido; Ertl, Thomas (Prof. Dr.)Sciences are the most common application context for computer-generated visualization. Researchers in these areas have to work with large datasets of many different types, but the one trait that is common to all is that in their raw form they exceed the cognitive abilities of human beings. Visualization not only aims at enabling users to quickly extract as much information as possible from datasets, but also at allowing the user to work at all with those that are too large and complex to be directly grasped by human cognition. In this work, the focus is on uncorrelated point data, or point clouds, which is sampled from real-world measurements or generated by computer simulations. Such datasets are gridless and exhibit no connectivity, and each point represents an entity of its own. To effectively work with such datasets, two main problems must be solved: on the one hand, a large number of complex primitives with potentially many attributes must be visualized, and on the other hand the interaction with the datasets must be designed in an intuitive way. This dissertation will present novel methods which allow the handling of large, point-based data sets of high dimensionality. The contribution for the rendering of hundreds of thousands of application-specific glyphs is a Graphics-Processing-Unit(GPU)-based solution that allows the exploration of datasets that exhibit a moderate number of dimensions, but an extremely large number of points. These approaches are proven to be working for molecular dynamics(MD) datasets as well as for 3D tensor fields. Factors critical for the performance of these algorithms are thoroughly analyzed, the main focus being on the fast rendering of these complex glyphs in high quality. To improve the visualization of datasets with many attributes and only a moderate number of points, methods for the interactive reduction of dimensionality and analysis of the influences of different dimensions as well as of different metrics will be presented. The rendering of the resulting data in 3D similarity space is also addressed. A GPU-based reduction of dimensions has been implemented that allows interactive tweaking of the reduction parameters while observing the results in real time. With the availability of a fast and responsive visualization, the missing component for a complete system is the human-computer interaction. The user must be able to navigate the information space and interact with a dataset, selecting or filtering the items that are of interest to him, inspecting the attributes of particular data points. Today, one must distinguish between the application context and the modality of different interaction approaches. Current research ranges from keyboard-and-mouse desktop interaction over different haptic interfaces (also including feedback) up to tracked interaction for virtual reality(VR) installations. In the context of this work, the problem of interacting with point-based datasets is tackled for two different situations. The first is the workstation-based analysis of clustering mechanics in thermodynamics simulations, the second a VR immersive navigation and interaction with point cloud datasets.Item Open Access Automatic synthesis of distributed transition systems(2006) Stefanescu, Alin; Esparza, Javier (Prof. Dr.)This thesis investigates the synthesis problem for two classes of distributed transition systems: synchronous products and asynchronous automata. The underlying structure of these models consist of local automata synchronizing on common actions. The synthesis problem discussed is as follows: Given a global specification as a transition system TS and a distribution pattern D, find a distributed transition system over D whose global state space is equivalent' to TS. As criteria for the correctness of the (distributed) implementation vs. the specification (i.e., their equivalence') we use: transition system isomorphism, language equivalence, and bisimilarity respectively. In particular, the synthesis of asynchronous automata modulo language equivalence is a notoriously hard problem solved by Zielonka at the end of the 80s. One of the motivations behind our work was to bring this theory closer to practical applications. From the theoretical point of view, we conduct a detailed analysis of the synthesis problem for both models of distributed systems, look at effective algorithmic approaches and draw a map of computational complexity results. E.g., we provide several matching lower and upper complexity bounds for the distributed implementability problem. From the practical perspective, we provide prototype implementations for most of the synthesis algorithms discussed in the thesis. Moreover, we offer assistance when a given specification is not distributable by trying to modify this specification such that distributed synthesis can be applied. By using several heuristics to overcome the classical state space explosion, we are able to automatically generate small distributed algorithms for problems such as mutual exclusion.Item Open Access Verfahren zur Unterstützung der Arbeitsabläufe bei der Crash-Simulation im Fahrzeugbau(2004) Frisch, Norbert; Ertl, Thomas (Prof. Dr.)Der starke internationale Wettbewerb in der Automobilindustrie zwingt die Unternehmen zu immer kürzeren Produktzyklen bei gleichzeitiger Reduzierung der Kosten bei der Fahrzeugentwicklung. Die passive Sicherheit ist dabei ein Thema von zunehmender Bedeutung in der Karosserieentwicklung. Die Optimierung der passiven Sicherheit erfolgt heute vor allem mit Hilfe von Crash-Simulationen am Rechner. Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wurden Verfahren zur Vorbereitung (Preprocessing) und Steuerung von Crash-Simulationen entwickelt. Damit lassen sich Crash-Simulationen effizienter und bereits in der frühen Phase der Karosserieentwicklung durchführen, in der Änderungen noch mit wenig Aufwand verbunden sind. Die Forschungsarbeiten wurden im Rahmen der BMBF-Verbundprojekte AutoBench und AutoOpt und in enger Zusammenarbeit mit dem Automobilhersteller BMW realisiert. Ziel war die Entwicklung von Softwareprototypen zur Unterstützung der Berechnungsingenieure bei der Durchführung von Crash-Simulationen. Zunächst werden Techniken zur Erkennung, Visualisierung und Beseitigung der bei der Diskretisierung des CAD-Modells entstandenen Netzinkonsistenzen präsentiert. Ergänzt werden diese Verfahren durch einen Algorithmus zur Gitterrelaxation, der die Gleichmäßigkeit der Finiten Elemente nach der Beseitigung von Netzinkonsistenzen wiederherstellt. Anschließend wird ein Verfahren zur Flanscherkennung beschrieben, welches als Grundlage für weitere Algorithmen dient. Darauf aufbauend wird eine Vorgehensweise zur automatischen Definition von Schweißpunktlinien auf Flanschen vorgestellt. Ein breites Spektrum von Änderungen der Geometrie von Bauteilen durch Verformung bietet die sogenannte Free-Form Deformation. Im Rahmen dieser Arbeit wurde dieses Verfahren weiterentwickelt und hinsichtlich Benutzerfreundlichkeit und Effizienz angepasst. In Verbindung mit der Flanscherkennung wurde darauf aufbauend ein iterativer Algorithmus zur Justierung des Abstandes von Flanschen entwickelt. Damit können außerdem Durchdringungen von Finiten Elementen auf Flanschen behoben werden. Beim sogenannten Massentrimm geht es schliesslich um die vereinfachte Darstellung von nichttragenden Teilen. Dies vereinfacht den Berechnungsaufwand, da weniger Finite Elemente bei der Simulation berücksichtigt werden müssen. Durch die in dieser Arbeit entwickelten Preprocessing-Verfahren lässt sich das Finite-Elemente-Netz für die Simulation aufbereiten, und es können Änderungen und Ergänzungen am Netz vorgenommen werden. So kann z.B. die Auswirkung kleiner Änderungen auf das Simulationsverhalten rasch untersucht werden, und durch Ergänzung eines noch unvollständigen Finite-Elemente Modells lassen sich bereits in der frühen Entwicklungsphase Erkenntnisse über das Crashverhalten gewinnen. Die hier vorgestellten Verfahren wurden innerhalb einer Anwendung zur Visualisierung und Modellierung von Finite-Elemente-Modellen realisiert. Zusätzlich wurde diese Anwendung an die Integrationsumgebung CAE-Bench angebunden. CAE-Bench bietet eine Web-basierte Benutzerführung und eine einheitliche Bedienoberfläche für die verschiedenen Anwendungen bei der Crash-Simulation. Es wurde ein spezielles Java-Applet entwickelt, welches in die CAE-Bench Web-Seite eingebettet wird. Dieses Applet kommuniziert mit der Anwendung über CORBA und mit der CAE-Bench Web-Seite mit Hilfe von Java und Javascript Methodenaufrufen. Eine weitere CORBA-Schnittstelle der Anwendung ermöglicht den Abruf und die Visualisierung von Zwischenergebnissen der laufenden Simulation. So lässt sich frühzeitig Einfluss auf die Simulation nehmen, ein Vorgehen, das als Simulation Steering bezeichnet wird. Die vorliegende Arbeit kombiniert Ansätze aus den verschiedenen Bereichen der Informatik, z.B. aus dem Bereich der geometrischen Algorithmen, der Computergraphik, der Visualisierung und der geometrischen Modellierung, sowie aus dem Bereich der Benutzerschnittstellen und der Web-basierten und Middleware-Technologien. Durch die Beiträge dieser Arbeit wird eine schnelle und frühzeitige Durchführung von Crash-Simulationen unterstützt. Dies führt durch Simultaneous Engineering zu einer signifikanten Verkürzung der Entwicklungszeiten bei der Fahrzeugkonstruktion.Item Open Access Interactive volume rendering in virtual environments(2003) Schulze-Döbold, Jürgen Peter; Ertl, Thomas (Prof. Dr.)This dissertation is about the interactive visualization of volume data in virtual environments. Only data on regular grids will be discussed. Research was conducted on three major topics: visualization algorithms, user interfaces, and parallelization of the visualization algorithms. Because the shear-warp algorithm is a very fast CPU-based volume rendering algorithm, it was investigated how it could be adapted to the characteristics of virtual environments. This required the support of perspective projection, as well as specific developments for interactive work, for instance a variable frame rate or the application of clipping planes. Another issue was the improvement of image quality by the utilization of pre-integration for the compositing. Concerning the user interface, a transfer function editor was created, which was tailored to the conditions of virtual environments. It should be usable as intuitively as possible, even with imprecise input devices or low display resolutions. Further research was done in the field of direct interaction, for instance a detail probe was developed which is useful to look inside of a dataset. In order to run the user interface on a variety of output devices, a device independent menu and widget system was developed. The shear-warp algorithm was accelerated by a parallelization which is based on MPI. For the actual volume rendering, a remote parallel computer can be employed, which needs to be linked to the display computer via a network connection. Because the image transfer turned out to be the bottleneck of this solution, it is compressed before being transferred. Furthermore, it will be described how all the above developments were combined to a volume rendering system, and how they were integrated into an existing visualization toolkit.Item Open Access Design of radio frequency power amplifiers for cellular phones and base stations in modern mobile communication systems(2009) Wu, Lei; Berroth, Manfred (Prof. Dr.-Ing.)The mobile radio communication has begun with Guglielmo Marconi's and Alexander Popov's experiments with ship-to-shore communication in the 1890's. Land mobile radio telephone systems have been used since the Detroit City Police Department installed the first wireless communication system in 1921. Since that time, radio systems have become more and more important for both voice and data communication. The modern mobile communication systems are mainly designed in high frequency ranges due to the larger available bandwidth at these frequencies. Today, the mostly used mobile communication systems in the United States are cellular telephone systems operating at 800 - 900 MHz and personal communication systems (PCS) at 1800 - 2000 MHz. In Europe, these include the Global System for Mobile Communication (GSM) and Universal Mobile Telecommunications System (UMTS). China now has GSM/GPRS and Code Division Multiple Access (CDMA) networks. For the third generation services, China has been planning a 3G standard called Time Division Synchronous CDMA (TD-SCDMA) since 1999, which is planned to operate at 2010 MHz - 2025 MHz. In this work, attentions are paid on the uplink and downlink applications in the GSM and the UMTS systems adopted in Europe. No matter which system is discussed, a wireless communication link usually includes a transmitter, a receiver, and a channel. The functions of the quantization, of the coding and of the decoding are only performed in digital systems. Most links are fully duplex and include a transmitter and a receiver or a transceiver at each end of the link. Obviously, to send or receive large enough signals, power amplifiers and their driving amplifiers are necessary on both sides of the link. A radio frequency power amplifier is a circuit for converting directional current input power into a significant amount of RF output power. One of the principal differences between a small-signal amplifier design and a power amplifier design is that the main purpose of the latter is the maximum output power, not the maximum gain. However, a power amplifier cannot simply be regarded as a small-signal amplifier driven into the saturation. There is a great variety of different power amplifiers, while most of them employ techniques beyond simple linear amplification. In other words, RF power can be generated by a wide variety of techniques using a wide variety of devices. In this work, the fundamental theories used for the design of RF power amplifiers are systematically introduced. Using these theories, power amplifier circuits are designed both for the base stations and for the cellular phones adopted in the modern mobile communication systems in Europe.Item Open Access Situation based process monitoring in complex systems considering vagueness and uncertainty(2004) Rebolledo, Mario; Göhner, Peter (Prof. Dr.-Ing. Dr. h. c.)History has demonstrated during the 20th century that industrial development carries hazards that should not be ignored because they endanger humans, the environment and production facilities. For this reason, continuous development of new production technologies should be accompanied by a comparable development in industrial safety technologies. Safety-critical applications in complex processes are usually based on a precise monitoring of operation conditions, according to a “correct” process operation. The problem is determining if a behavior or an operation condition is “correct”. For this, models are generally used, which are able of reproducing “safe” or “appropriate” process behaviors. The difficulty of precise modeling grows continuously, because of the increasing complexity of the supervised processes. Rigorous deterministic modeling is limited to simple processes, while approximate models based on statistics or Artificial Intelligence techniques, for example, must be restricted to modeling single variables or small subsystems to be manageable and deliver useful information. A monitoring technique usually employed for complex processes relies on abstraction of the process behavior in qualitative models by using symbolic value ranges to represent required information. However, also the applicability of qualitative modeling techniques is eventually restricted by the resulting model size. In this research work, a new process monitoring approach, based on qualitative models, efficiently depicts valuable vague and uncertain information that is currently discarded during the modeling. The proposed method expands the ability of Situation-based Qualitative Modeling and Analysis (SQMA) to monitor complex processes by integrating elements of the Rough Set Theory and Stochastic Qualitative Automata. The resulting models are considerably more precise than other similar-sized qualitative models. At the same time, the new method develops more compact and precise qualitative models than traditional qualitative models of the same precision.