Please use this identifier to cite or link to this item: http://dx.doi.org/10.18419/opus-5217
Authors: Haller, Rudolf
Title: Zeichen im Zusammenhang
Other Titles: Signs and their relations
Issue Date: 2000
metadata.ubs.publikation.typ: Dissertation
URI: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:93-opus-5957
http://elib.uni-stuttgart.de/handle/11682/5234
http://dx.doi.org/10.18419/opus-5217
Abstract: Wir haben das Zeichen nur als Relation seiner aktualisierten Komponenten, die wir zu bezeichnen haben. Dazu habe ich hier zum ersten mal den Begriff der semiotischen Äquivalenz aktualisierter Zeichen-Komponenten eingeführt und angewendet. Doch Zeichen weisen nicht nur einen Zusammenhang auf, sie stehen auch im Zusammenhang. Dieser Zusammenhang kann, als Zusammenhang von Zeichen, aber kein anderer sein als ein Zusammenhang, durch den ein Zeichen hergestellt wird. Dieser Zusammenhang ist durch seine Komponenten charakterisierbar, so daß Relevanz mitgeteilt werden kann. Vom bezeichneten Gegenstand kann nur dasjenige erkannt werden, worauf sich ein bezeichnendes Anderes bezieht. Indem Komponenten eines Zeichens selbst als Zeichen in Relation verstanden werden, wird ein Zusammenhang hergestellt, der hier, algebraische Begriffe aufgreifend, als Morphismus von Zeichen die Basis der Entwicklung des Begriffs von der Kategorie der Zeichen bildet. Damit sind die zusammenhängenden Darstellungen der Zeichen mit den Mitteln kategorisiert darstellbarer Zusammenhänge beschreibbar. Nur durch Zeichen erkennen wir etwas. Der logische Zusammenhang, der Beweis, die Sprache und der Diskurs können nun nicht anders begründet sein, als durch Zeichen, durch die wir sie erkennen. Das Aufsuchen der Komponente eines Zeichens erfolgt in einem Schluß, den wir erkannt haben, und es ist dadurch die Begründung der Schlüsse auf Zeichenkomponenten möglich. Deduktion, Abduktion und Induktion begründe ich als semiotische Zusammen-hänge. Im Setzen der Zeichenkomponenten zum Zeichen ist so im erkannten Schluß ein begründender Zusammenhang aktualisiert. Auf Zeichen-Kategorien habe ich eine semiotische Struktur eingeführt, die dem Strukturbegriff der Modelltheorie folgt. Anwendungen mit semiotischer Struktur, so wird ausgeführt, sind systematisch zu entwickeln und zu überprüfen.
A sign is the relation of its actualized components and these are to be designated. In this context I introduce here the concept of semiotic equivalence of actualized sign components and applications of this concept are given. Signs not only embody connections but are in connection. These connections, being connections of signs, can only be the connections a sign embodies. The connections of signs are characterized by its components and this allows the mediation of the relevance of the signs. Something designated may be recognized only as far as something designating is related to. Components of a sign are signs in relation and determined connections of signs are here, by applying algebraic concepts, described as sign morphisms, giving the basic concept of sign categories. With these concepts the connected representations of signs may be described in terms of categorized relations. Only by signs something may be recognized. Logic condition and proof, language and discourse thus rest on signs to be recognized. Sign components are looked up in a conclusion, recognized itself by signs, to prove actualized sign components. Deduction, abduction and induction are defined here in terms of semiotic connections. Based on actualizing sign components to set up a sign in a recognized conclusion a connection of signs is proved true. On sign categories I introduce in this treatise a semiotic structure along the structure concept of model theory. Applications of semiotic structure may be developed and proved in a systematic way, as explained in some detail.
Appears in Collections:09 Philosophisch-historische Fakultät

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