Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://dx.doi.org/10.18419/opus-8997
Autor(en): Funk, Markus
Titel: Augmented reality at the workplace : a context-aware assistive system using in-situ projection
Erscheinungsdatum: 2016
Dokumentart: Dissertation
Seiten: xxviii, 220
URI: http://elib.uni-stuttgart.de/handle/11682/9014
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:93-opus-ds-90141
http://dx.doi.org/10.18419/opus-8997
Zusammenfassung: Augmented Reality has been used for providing assistance during manual assembly tasks for more than 20 years. Due to recent improvements in sensor technology, creating context-aware Augmented Reality systems, which can detect interaction accurately, becomes possible. Additionally, the increasing amount of variants of assembled products and being able to manufacture ordered products on demand, leads to an increasing complexity for assembly tasks at industrial assembly workplaces. The resulting need for cognitive support at workplaces and the availability of robust technology enables us to address real problems by using context-aware Augmented Reality to support workers during assembly tasks. In this thesis, we explore how assistive technology can be used for cognitively supporting workers in manufacturing scenarios. By following a user-centered design process, we identify key requirements for assistive systems for both continuously supporting workers and teaching assembly steps to workers. Thereby, we analyzed three different user groups: inexperienced workers, experienced workers, and workers with cognitive impairments. Based on the identified requirements, we design a general concept for providing cognitive assistance at workplaces which can be applied to multiple scenarios. For applying the proposed concept, we present four prototypes using a combination of in-situ projection and cameras for providing feedback to workers and to sense the workers' interaction with the workplace. Two of the prototypes address a manual assembly scenario and two prototypes address an order picking scenario. For the manual assembly scenario, we apply the concept to a single workplace and an assembly cell, which connects three single assembly workplaces to each other. For the order picking scenario, we present a cart-mounted prototype using in-situ projection to display picking information directly onto the warehouse. Further, we present a user-mounted prototype, exploring the design-dimension of equipping the worker with technology rather than equipping the environment. Besides the system contribution of this thesis, we explore the benefits of the created prototypes through studies with inexperienced workers, experienced workers, and cognitively impaired workers. We show that a contour visualization of in-situ feedback is the most suitable for cognitively impaired workers. Further, these contour instructions enable the cognitively impaired workers to perform assembly tasks with a complexity of up to 96 work steps. For inexperienced workers, we show that a combination of haptic and visual error feedback is appropriate to communicate errors that were made during assembly tasks. For creating interactive instructions, we introduce and evaluate a Programming by Demonstration approach. Investigating the long-term use of in-situ instructions at manual assembly workplaces, we show that instructions adapting to the workers' cognitive needs is beneficial, as continuously presenting instructions has a negative impact on the performance of both experienced and inexperienced workers. In the order picking scenario, we show that the cart-mounted in-situ instructions have a great potential as they outperform the paper-baseline. Finally, the user-mounted prototype results in a lower perceived cognitive load. Over the course of the studies, we recognized the need for a standardized way of evaluating Augmented Reality instructions. To address this issue, we propose the General Assembly Task Model, which provides two standardized baseline tasks and a noise-free way of evaluating Augmented Reality instructions for assembly tasks. Further, based on the experience, we gained from applying our assistive system in real-world assembly scenarios, we identify eight guidelines for designing assistive systems for the workplace. In conclusion, this thesis provides a basis for understanding how in-situ projection can be used for providing cognitive support at workplaces. It identifies the strengths and weaknesses of in-situ projection for cognitive assistance regarding different user groups. Therefore, the findings of this thesis contribute to the field of using Augmented Reality at the workplace. Overall, this thesis shows that using Augmented Reality for cognitively supporting workers during manual assembly tasks and order picking tasks creates a benefit for the workers when working on cognitively demanding tasks.
Seit mehr als 20 Jahren wird Augmented Reality eingesetzt, um manuelle Montagetätigkeiten zu unterstützen. Durch neue Entwicklungen in der Sensortechnologie ist es möglich, kontextsensitive Augmented-Reality-Systeme zu bauen, die Interaktionen akkurat erkennen können. Zudem führen eine zunehmende Variantenvielfalt und die Möglichkeit, bestellte Produkte erst auf Nachfrage zu produzieren, zu einer zunehmenden Komplexität an Montagearbeitsplätzen. Der daraus entstehende Bedarf für kognitive Unterstützung an Arbeitsplätzen und die Verfügbarkeit von robuster Technologie lässt uns bestehende Probleme lösen, indem wir Arbeitende während Montagearbeiten mithilfe von kontextsensitiver Augmented Reality unterstützen. In dieser Arbeit erforschen wir, wie Assistenztechnologie eingesetzt werden kann, um Arbeitende in Produktionsszenarien kognitiv zu unterstützen. Mithilfe des User-Centered-Design-Prozess identifizieren wir Schlüsselanforderungen für Assistenzsysteme, die sowohl Arbeitende kontinuierlich unterstützen als auch Arbeitenden Arbeitsschritte beibringen können. Dabei betrachten wir drei verschiedene Benutzergruppen: unerfahrene Arbeitende, erfahrene Arbeitende, und Arbeitende mit kognitiven Behinderungen. Auf Basis der erarbeiteten Schlüsselanforderungen entwerfen wir ein allgemeines Konzept für die Bereitstellung von kognitiver Assistenz an Arbeitsplätzen, welches in verschiedenen Szenarien angewandt werden kann. Wir präsentieren vier verschiedene Prototypen, in denen das vorgeschlagene Konzept implementiert wurde. Für die Prototypen verwenden wir eine Kombination von In-Situ-Projektion und Kameras, um Arbeitenden Feedback anzuzeigen und die Interaktionen der Arbeitenden am Arbeitsplatz zu erkennen. Zwei der Prototypen zielen auf ein manuelles Montageszenario ab, und zwei weitere Prototypen zielen auf ein Kommissionierszenario ab. Im manuellen Montageszenario wenden wir das Konzept an einem Einzelarbeitsplatz und einer Montagezelle, welche drei Einzelarbeitsplätze miteinander verbindet, an. Im Kommissionierszenario präsentieren wir einen Kommissionierwagen, der mithilfe von In-Situ-Projektion Informationen direkt ins Lager projiziert. Des Weiteren präsentieren wir einen tragbaren Prototypen, der anstatt der Umgebung den Arbeitenden mit Technologie ausstattet. Ein weiterer Beitrag dieser Arbeit ist die Erforschung der Vorteile der erstellten Prototypen durch Benutzerstudien mit erfahrenen Arbeitenden, unerfahrenen Arbeitenden und Arbeitende mit kognitiver Behinderung. Wir zeigen, dass eine Kontur-Visualisierung von In-Situ-Anleitungen die geeignetste Anleitungsform für Arbeitende mit kognitiven Behinderungen ist. Des Weiteren befähigen Kontur-basierte Anleitungen Arbeitende mit kognitiver Behinderung, an komplexeren Aufgaben zu arbeiten, welche bis zu 96 Arbeitsschritte beinhalten können. Für unerfahrene Arbeitende zeigen wir, dass sich eine Kombination von haptischem und visuellem Fehlerfeedback bewährt hat. Wir stellen einen Ansatz vor, der eine Programmierung von interaktiven Anleitungen durch Demonstration zulässt, und evaluieren ihn. Bezüglich der Langzeitwirkung von In-Situ-Anleitungen an manuellen Montagearbeitsplätzen zeigen wir, dass Anleitungen, die sich den kognitiven Bedürfnissen der Arbeitenden anpassen, geeignet sind, da ein kontinuierliches Präsentieren von Anleitungen einen negativen Einfluss auf die Arbeitsgeschwindigkeit von erfahrenen Arbeitenden sowohl als auch unerfahrenen Arbeitenden hat. Für das Szenario der Kommissionierung zeigen wir, dass die In-Situ-Anleitungen des Kommissionierwagens ein großes Potenzial haben, da sie zu einer schnelleren Arbeitsgeschwindigkeit führen als traditionelle Papieranleitungen. Schlussendlich führt der tragbare Prototyp zu einer subjektiv niedrigeren kognitiven Last. Während der Durchführung der Studien haben wir den Bedarf einer standardisierten Evaluierungsmethode von Augmented-Reality-Anleitungen erkannt. Deshalb schlagen wir das General Assembly Task Modell vor, welches zwei standardisierte Grundaufgaben und eine Methode zur störungsfreien Analyse von Augmented-Reality-Anleitungen für Montagearbeiten bereitstellt. Des Weiteren stellen wir auf Basis unserer Erfahrungen, die wir durch die Anwendung unseres Assistenzsystems in Montageszenarien gemacht haben, acht Richtlinien für das Gestalten von Montageassistenzsystemen vor. Zusammenfassend bietet diese Arbeit eine Basis für das Verständnis der Benutzung von In-Situ-Projektion zur Bereitstellung von kognitiver Montageassistenz. Diese Arbeit identifiziert die Stärken und Schwächen von In-Situ-Projektion für die kognitive Unterstützung verschiedener Benutzergruppen. Folglich tragen die Resultate dieser Arbeit zum Feld der Benutzung von Augmented Reality an Arbeitsplätzen bei. Insgesamt zeigt diese Arbeit, dass die Benutzung von Augmented Reality für die kognitive Unterstützung von Arbeitenden während kognitiv anspruchsvoller manueller Montagetätigkeiten und Kommissioniertätigkeiten zu einer schnelleren Arbeitsgeschwindigkeit führt.
Enthalten in den Sammlungen:05 Fakultät Informatik, Elektrotechnik und Informationstechnik

Dateien zu dieser Ressource:
Datei Beschreibung GrößeFormat 
markus_funk_dissertation.pdf24,46 MBAdobe PDFÖffnen/Anzeigen


Alle Ressourcen in diesem Repositorium sind urheberrechtlich geschützt.