Das Elektronentransferverhalten von Campherchinonimin-Liganden koordiniert an Ruthenium, Rhenium und Kupfer
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Ausgangspunkt für meine Dissertation war das bisher nicht untersuchte Koordinations- und Redoxverhalten von Campherchinoniminen. Diese Ligandenklasse hat zwei potenzielle Donorzentren, die zu einer zweizähnigen Metallkoordination befähigt sind. Weiterhin sollte das O=C-C=N-Fragment schrittweise zwei Ein-Elektronen-Reduktionen eingehen können, wofür in der Literatur allerdings keine Beispiele zu finden sind. Im Fokus der Untersuchungen stand daher das Elektronentransferverhalten dieser Ligandenklasse. Das methodische Vorgehen zur Untersuchung dieser Fragestellung kann in drei Teilbereiche eingeteilt werden: (i) Die organische und anorganische Synthese und Isolierung neuer Koordinationsverbindungen von Campherchinonimin-Derivaten mit den Metallen Kupfer, Rhenium und Ruthenium, (ii) die Charakterisieung dieser Verbindungen, darunter CHN-Elementaranalyse, Massenspektrometrie, Kristallstrukturanalyse, Cyclovoltammetrie, 1H-NMR-, EPR-, IR-, UV-Vis-NIR-Spektroskopie sowie Spektroelektrochemie und (iii) die Analyse dieser Messdaten, wobei hier quantenchemische Methoden (DFT) und Vergleiche mit bereits literaturbekannten ähnlichen Systemen zum Einsatz kommen. Die Ergebnisse liefern Einblicke in die Bindungssituation und das Elektronentransferverhalten dieser Ligandenklasse. Es werden elektronische Zustände für die nicht-triviale Wechselwirkung von redoxaktiven Liganden und Metallen auf Grundlage der experimentellen und DFT-unterstützten Ergebnisse diskutiert.