Zur Informationsverarbeitung von Konsumenten

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1989

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Von Botho Strauß stammt die Bemerkung: "Ich weiß nichts. Ich weiß nur, daß ich informiert bin". Und, weiter ausholend, sehen die zumindest beachteten Zeitdeuter eine stille Revolution heraufziehen: Die Verwandlung der "güterproduzierenden Industriegesellschaft in eine lnformationsverarbeitungskultur" (Höhler, 1988). Unstrittig ist, daß neue Medien und Übertragungstechniken das quantitative Informationsangebot vervielfachen und wohl auch die Qualität der Informationsverarbeitung bei den Empfängern beeinflussen. Nimmt die Anzahl der Menschen, die durch zu viele Informationen nicht mehr informiert sind, zu? Zur Veranschaulichung der Größenordnung von aktueller Informationsproduktion und -belastung: Die zehn Gebote sind in 279 Wörter gefaßt, die amerikanische Unabhängigkeitserklärung kommt mit 300 aus. Die EG-Verordnung über den Import von Karamelbonbons umfaßt 25911 Wörter. Ohne Zweifel wird das Entscheidungsverhalten von Konsumenten auch von der zunehmenden Informationsfülle beeinflußt und ist deshalb für das Marketing bedeutsam. In diesem Beitrag wird das Ungleichgewicht von Informationsangebot und -nachfrage analysiert und eine Verbindung zum "Informationsverarbeitungssystem Konsument" hergestellt.

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