Please use this identifier to cite or link to this item: http://dx.doi.org/10.18419/opus-5215
Authors: Scholze, Frank
Title: Ende des goldenen Zeitalters? : Aspekte niederländischer Porträtmalerei des späten 17. Jahrhunderts
Other Titles: End of the golden age? : Aspects of late 17th century Dutch portrait painting
Issue Date: 1996
Publication type: Abschlussarbeit (Magister)
URI: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:93-opus-16
http://elib.uni-stuttgart.de/handle/11682/5232
http://dx.doi.org/10.18419/opus-5215
Abstract: Am Beispiel von Caspar Netscher (1636/39 - 1684) und Nicolaes Maes (1634 - 1693), die sich von 'typisch niederländischen' Genremalern zu gefeierten Porträtisten der Adels- und Patrizierkreise entwickelten, wird in der vorliegenden Arbeit die These vom zyklischen Verlauf des goldenen Zeitalers der niederländischen Malerei im 17. Jahrhundert überprüft. Die ähnlich verlaufenden Karrieren der beiden Maler und die Rezeption ihrer Kunst machen sie zu aussagekräftigen Beispielen für die zeitgenössische Wertschätzung und spätere Tendenz zur Abwertung der niederländischen Malerei des ausgehenden 17. Jahrhunderts im Vergleich zur sogenannten Blütezeit zwischen 1620 und 1660. Ihre qualitätvollen Arbeiten sind vorbildlich für die stattfindende künstlerische Neuorientierung, die bislang weitgehend mißverstanden oder ignoriert wurde. Nach der Klärung verschiedener Grundbegriffe und Zusammenhänge, die zur Analyse der Porträtmalerei seit der frühen Neuzeit nötig ist, werden anhand von Beispielen Tizians und Van Dycks Grundpositionen des repräsentativen Porträts vorgestellt und verglichen. Ausgehend davon wäre eine direkte Betrachtung niederländischer Porträts möglich, wären unsere Vorstellungen nicht immer noch in starkem Maße von den kunst- und kulturgeschichtlichen Modellen des Wachsens, Blühens und Vergehens geprägt, die im 19. Jahrhundert für die niederländische Malerei entwickelt wurden. Eingedenk dieser Wertmaßstäbe wird daher das gesellschaftliche und kulturelle Umfeld von Auftraggebern und Malern ebenso untersucht, wie die formale und stilistische Seite des Malprozesses. Anhand verschiedener Bildnisse Caspar Netschers, Nicolaes Maes' und einiger Zeitgenossen soll die Gattung des repräsentativen Porträts in den Niederlanden des späten 17. Jahrhunderts aus ihrem stilistischen und soziokulturellen Zusammenhang heraus neu bewertet werden.
Caspar Netscher (1636/39 - 1684) and Nicolaes Maes (1634 - 1693) were among the most acomplished and successful artists active in the Netherlands during the latter part of the seventeenth century. Paradoxically, however, the same factors that made them so successful during their lifetime and into the eighteenth century also occasioned their exclusion from the modern canon of seventeenth-century Dutch painting, for their art represents a decisive move away from the hearty egalitarian aesthetic that prevailed during the earlier part of the century. Responding to (and helping define) his patrons' desire for international style and sophistication, Netscher's and Maes' exquisite portraits and subject pieces are unmistakably Dutch, yet are imbued with an elegance more in keeping with progressive pan-European tastes in the tradition of Tizian and Van Dyck.
Appears in Collections:09 Philosophisch-historische Fakultät

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