Please use this identifier to cite or link to this item: http://dx.doi.org/10.18419/opus-5226
Authors: Schmid, Tanja
Title: West Germanic IPP-constructions : an optimality theoretic approach
Other Titles: Westgermanische IPP-Konstruktionen : ein optimalitätstheoretischer Ansatz
Issue Date: 2002
Publication type: Dissertation
URI: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:93-opus-12718
http://elib.uni-stuttgart.de/handle/11682/5243
http://dx.doi.org/10.18419/opus-5226
Abstract: The dissertation deals with 'Infinitivus Pro Participio' (IPP) constructions in West Germanic languages. These constructions pose a longstanding problem for syntactic theory: An unexpected form (the bare infinitive) appears in certain constructions in which the past participle would be expected, i.e., a 'wrong' form is grammatical. The main object of this dissertation is to provide an adequate account of this construction from a comparative point of view. Constructions of seven languages and dialects (Standard German, Bernese German, Sankt Gallen German, Zürich German, Dutch, West Flemish, Afrikaans) are systematically investigated and compared with each other. The notions Infinitivus Pro Participio, i.e., infinitive instead of a past participle, and the German term 'Ersatzinfinitiv' ('substitute infinitive') reflect the exceptional status of IPP. It has seldom been discussed, however, what this means theoretically: If IPP is a substitute for an expected past participle, are then those grammatical rules violated that normally account for the past participle? In contrast to previous literature on IPP, this question is explicitly answered with 'yes' in this dissertation. It is shown that under the assumption of violable rules a straightforward account of the IPP-construction can be given. The leading hypothesis of this dissertation is that IPP-constructions are regarded as exceptional because they violate otherwise valid rules of the language. IPP appears as a last resort' or repair strategy only in cases in which the past participle would be 'even worse'. As such a view at the IPP-data requires a theory in which constraints are violable and hierarchically ordered, the analysis is carried out in an Optimality Theory (OT) framework in which exactly this is assumed.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit Ersatzinfinitivkonstruktionen (auch 'Infinitivus Pro Participio', IPP) in westgermanischen Sprachen (behandelt werden Standarddeutsch, drei schweizerdeutsche Dialekte, Niederländisch, Westflämisch und Afrikaans). Unter dem Terminus Ersatzinfinitiv' ist ein reiner Infinitiv zu verstehen, der in bestimmten Kontexten an Stelle eines erwarteten Partizip Perfekt auftritt. Normalerweise selegiert ein Perfektauxiliar ein Verb im Partizip Perfekt. Wenn jedoch das vom Perfektauxiliar selegierte Verb selbst ein verbales Komplement einbettet, dann erscheint in Ersatzinfinitivsprachen ein reiner Infinitiv an Stelle des Partizips. In einigen Sprachen tritt in der Ersatzfinfinitivkonstruktion auáerdem eine unerwartete Verbabfolge auf. Der exzeptionelle Status der Ersatzinfinitivkonstruktion - sowohl in Bezug auf die Verbform als auch in Bezug auf die Verbstellung - stellt seit langem ein Problem für syntaktische Theorien dar. Die vorliegende Arbeit verfolgt zwei Ziele: Erstens wird eine komparative Datenbasis sowohl zur Form als auch zur Verbstellung in der Ersatzinfinitivkonstruktion aufgestellt. Zweitens wird eine Analyse erarbeitet, die sowohl die sprachübergreifenden Gemeinsamkeiten der Ersatzinfinitivkonstruktion als auch die einzelsprachlichen Besonderheiten erfassen kann. Aus den Daten ergibt sich die Hypothese, dass das Auftreten des Ersatzinfinitivs eine 'Reparaturstrategie' darstellt, die nur dann als 'letzter Ausweg' genutzt wird, wenn alle Alternativen in bestimmten Kontexten von der Grammatik noch weniger erlaubt werden. Eine solche Sichtweise setzt voraus, dass Beschränkungen verletzt werden können und dass sie geordnet sind. Die Analyse wird deshalb im Rahmen der Optimalitätstheorie ausgeführt, zu deren Grundlagen - im Gegensatz zu Standardtheorien - die Verletzbarkeit und Geordnetheit grammatischer Beschränkungen gehört.
Appears in Collections:09 Philosophisch-historische Fakultät

Files in This Item:
File SizeFormat 
diss_ts.pdf1,21 MBAdobe PDFView/Open


Items in OPUS are protected by copyright, with all rights reserved, unless otherwise indicated.