Please use this identifier to cite or link to this item: http://dx.doi.org/10.18419/opus-115
Authors: Jin, Shan
Title: Anlehnung und Exploration - die Stadtentwicklung Qingdaos unter der Verwaltung der Republik China (1922 - 1937)
Other Titles: Dependence and exploration - the urban development of Qingdao under the administration of the Republic of China (1922 - 1937)
Issue Date: 2015
metadata.ubs.publikation.typ: Dissertation
URI: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:93-opus-100941
http://elib.uni-stuttgart.de/handle/11682/132
http://dx.doi.org/10.18419/opus-115
Abstract: An der Südküste der chinesischen Provinz Shandong wurde im Jahr 1897 die Stadt Qingdao als Musterkolonie gegründet. Die mit großzügiger Infrastruktur und hohem hygienischen Standard ausgestattete Stadt wurde im Ersten Weltkrieg von den Japanern 1914 erobert. Ende 1922 mussten sie diese wieder an China zurückgeben. Nach siebenjähriger Verwaltung unter der Beiyang-Regierung in Beijing übernahm die Nationalregierung in Nanjing Qingdao im Jahr 1929. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt Anfang 1938 zum zweiten Mal von Japan besetzt. Zwischen 1897 und 1937 war eine kontinuierliche Entwicklung in Qingdao zu beobachten. Das großartige Vorhaben der Deutschen, eine vorbildhafte Stadt zu errichten, wurde sowohl von den Japanern als auch von den Chinesen übernommen. Die Stadt wurde in einer ähnlichen Weise erweitert und vervollständigt und die malerische Erscheinung der Stadt wurde mit weiterer Bebauung akzentuiert. Eine städtebauliche Analyse der Stadtgestaltung und die Untersuchung des Fortgangs unter chinesischer Verwaltung zwischen 1923 und 1937 werden den Schwerpunkt der Dissertation bilden. Die Untersuchung gliedert sich hauptsächlich in zwei Aspekte, die sich einerseits auf die Planung, die Verwaltung und die fiskalische Bautätigkeiten von oben, andererseits auf das physische und das damit verbundene soziale Verhalten in den privaten Bausektoren von unten sowie das Verhältnis ihrer Wechselwirkung konzentriert. „Anlehnung und Exploration“kennzeichnet einen grundsätzlichen Charakter dieser Entwicklungsphase, die im baukulturellen Geschehen, das sowohl von den Verwaltern als auch von den privaten Akteuren bewusst und unbewusst gestaltet wurde, mehrschichtig angelegt ist. Bei der Fortsetzung der Stadtentwicklung lehnte man sich einerseits an die vorhandenen physischen Hinterlassenschaften und die immateriellen Bautraditionen an. Anderseits musste das städtebauliche Entwicklungsmodel jedoch erneuert werden, um den Veränderungen und Fortentwicklungen der sozioökonomischen Rahmenbedingungen entgegenzukommen. Dabei zeigte die Stadt eine offene Einstellung, die innovativen Einflüsse der Zeit aufzunehmen und in das Vorhandene einzubetten. In dieser Hinsicht wurde von der Stadtentwicklung dieser Zeitepoche – basierend auf dem Vorhandenen – nach einem eigenen Weg gesucht.
Qingdao was established by the Germany in 1897 and then occupied and further developed by Japan between 1914 and 1922. This was followed by the third period of the rapid development of Qingdao under the Chinese governance between 1923 und 1937, which this dissertation discusses. This phase was not only be earmarked by the continuance of the development with high quality in German-stile, but also reflected diverse influences of the contemporary progresses. This work focuses on the tension between the various actors and factors that influence the urban development. It investigates, in which way the government planned and controlled development, as well as the consistent and reaction of the society. Similarly, the work will prepare the phenomena of the construction activities and attempts to single out the collective consciousness behind it. Based on the study of the interaction and interdependence between political decisions, physical ordering of space and social behavior, the dissertation will try to give statements to the urban morphology of a particular phase and attempts to get the discipline and the nature of urban development in the form, content and meaning approached. The urban development of Qingdao in the 1920’s and 1930’s can also be understand as confliction and integration of multi-culture with unique character. In the dissertation, it will be investigate about the behavior of the diverse cultures by the city development, especially how the Chinese traditions be interpreted under the impact of the west culture into a modern way, which is today still a relevant theme.
Appears in Collections:01 Fakultät Architektur und Stadtplanung

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