Einfluß des Niedertemperaturkriechens auf das Korrosionsrisswachstum ferritischer Stähle
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Abschließend ist festzuhalten, dass korrosionsgestütztes Risswachstum an ferritischen Stählen unter Siedewasserreaktor-Bedingungen in seinem Initiierungs-, Wachstums- und Abklingverhalten neben den Wasserbedingungen auch wesentlich durch Fließ- und Kriechvorgänge gesteuert wird. Die der Aufbringung mechanischer Belastungen zuzuordnenden Fließvorgänge können Korrosionsrissbildungen, z.B. ausgehend von schon vorhandenen Rissen oder Kerben, auslösen. Nach Aufbringung der mechanischen Belastung sind Fließvorgänge als risstreibende Kraft nicht mehr wesentlich wirksam. Das jetzt an Rissspitzen wirksame Niedertemperaturkriechen klingt unter konstanter mechanischer Belastung rasch ab. Infolge dessen kommt es auch bei konservativen Wasserbedingungen und auch noch bei vergleichsweise hohen bruchmechanischen K|-Werten durch Schutzschichtbildung an der Rissspitze zum Rissstillstand. Dies gilt offensichtlich auch schon, solange noch begrenztes Kriechen an Rissspitzen wirkt, welches von der Repassivierungswirkung an der Rissspitze überwogen wird.