Please use this identifier to cite or link to this item: http://dx.doi.org/10.18419/opus-8709
Authors: Renn, Ortwin
Title: Sicherheitskriterien aus der Sicht der Gesellschaft
Issue Date: 1994
metadata.ubs.publikation.typ: Konferenzbeitrag
metadata.ubs.publikation.source: Deutsches Atomforum e.V. (Hrsg.): Jahrestagung Kerntechnik '94 : Fachsitzung Kernenergie Diskussion. Bonn : Inforum, 1994, S. 53-64
URI: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:93-opus-58727
http://elib.uni-stuttgart.de/handle/11682/8726
http://dx.doi.org/10.18419/opus-8709
Abstract: Mein Vortrag behandelt drei Themen: Akzeptanz, Akzeptabilität und Energiekonsens. Lassen Sie mich die wichtigsten Schlußfolgerungen hier noch einmal kurz Revue passieren. Was die Akzeptanz der Kerntechnik betriff, bleibt die Botschaft negativ. Ich sehe keinerlei Hoffnungsschimmer am Horizont der öffentlichen Meinung und eine Trendwende ist ebenfalls nicht in Sicht. Die Kernenergie bleibt im Tief. Nach meiner Sicht würde sich an dem Akzeptanzbild der Kernenergie in Deutschland nur dann etwas Grundlegendes ändern, wenn folgende Bedingungen erfülIt sind: 1. ein für die Öffentlichkeit nachvollziehbarer Wandel in der globalen und nationalen Bewertung der Energiesituation (etwa durch die Einbeziehung von klimatischen Auswirkungen); 2. der Nachweis, daß die neu entwickelten Reaktoren nicht nur ein hohes Sicherheitsniveau haben, sondern daß auch das Katastrophenpotential,unabhängig von der Wahrscheinlichkeit des Katastropheneintritts, eingedämmt werden könnte. 3. der Nachweis, daß für die Bundesrepublik Deutschland ein Entsorgungskonzept vorliegt, das technisch machbar, sicherheitstechnisch befriedigend und politisch umsetzbar ist, wobei die politische Umsetzbarkeit wahrscheinlich die Realisierung des Energiekonsens voraussetzen würde. 4. der Abschluß eines Energiekonsens, in dem aufgrund nachvollziehbarer Schutzziele und Bewertungskriterien Energieoptionen bewertet und Szenarien der Energieversorgung entwickelt wurden. Durch einen solchen Konsens der wichtigsten Parteien und Interessengruppen würden sich die für die Einstellung der Bevölkerung wichtigen Bezugsgruppenurteile verändern. Nach anfänglichen Irritationen könnte eine Neuorientierung des Meinungsklimas erfolgen.
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