Vorstellung eines Ansatzes zur diskursiven Transformation von Energiesystemen und ausgewählte Ergebnisse dessen erster Anwendung

Abstract

Eine tiefgreifende Transformation unseres Energiesystems, also der Wärme-, Kälte- und Stromversorgung ist zukünftig erforderlich, um die europäischen, bundes- und landesweiten Klimaziele zu erreichen. Um eine erfolgreiche Umsetzung der Transformation mit ihren komplexen Energieversorgungssystemen, all ihren gesellschaftlichen Friktionen und Konflikten sowie der Vielzahl der beteiligten heterogenen Akteure wie z. B. Städte, Kommunen, Energieversorgende, Netzbetreibende, Handwerk, Industrie, Mietende, Immobilieneigentümer*innen zu unterstützen, wird mit der Stuttgarter Forschungsinitiative für die diskursive Transformation von Energiesystemen (DiTEnS) ein neuer inter- und transdisziplinärer Forschungsverbund aufgebaut. In dem hierfür initialen Forschungsvorhaben „VR basierte simulative Gestaltung eines gesellschaftlichen Dialogs zur Transformation urbaner Energiesysteme“ des Forschungsverbunds, sind neben dem Institut für Gebäudeenergetik, Thermotechnik und Energiespeicherung (IGTE) auch das Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung (IER) und das Institut für Energieübertragung und Hochspannungstechnik (IEH) der Universität Stuttgart beteiligt. Die informationstechnischen Aspekte, wie die Visualisierung in einer veränderten sichtbaren Umgebung als virtuelle Realität, engl. virtual reality (VR), oder als erweiterte Realität, engl. augmented reality (AR), werden durch das Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart (HLRS) umgesetzt. Das Zentrum für interdisziplinäre Risiko- und Innovationsforschung (ZIRIUS) entwickelt und begleitet sozialwissenschaftliche und diskursive Aspekte. In diesem Beitrag wird zum einen der Ansatz des initialen Forschungsvorhabens des Forschungsverbundes beschrieben. Zum anderen werden Herausforderungen der Datenbeschaffung, sowie Methoden und Ergebnisse der Datenvorverarbeitung zur Erstellung von aussagekräftigen Wärmelastprofilen, aus der aktuell erfolgenden Anwendung von energietechnischen Modellen zur Simulation der Wärme-, Kälte- und Stromversorgung sowie energiewirtschaftlichen Modellen für den Campus Vaihingen der Universität Stuttgart vorgestellt.

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