Please use this identifier to cite or link to this item: http://dx.doi.org/10.18419/opus-7739
Authors: Hubig, Christoph
Title: Humanismus - die Entdeckung des individuellen Ichs und die Reform der Erziehung
Issue Date: 1984
metadata.ubs.publikation.typ: Buchbeitrag
metadata.ubs.publikation.source: Wischer, Erika (Hrsg.): Renaissance und Barock : 1400 - 1700. Berlin : Propylaeen-Verl., 1984 (Propyläen Geschichte der Literatur 3). - ISBN 3-549-05807-1, S. 31-67
URI: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:93-opus-67322
http://elib.uni-stuttgart.de/handle/11682/7756
http://dx.doi.org/10.18419/opus-7739
Abstract: Der Humanismus markiert als Bewegung eine Epochenschwelle. Zweifel sind jedoch angebracht, wenn im Rückblick eine Epoche derartig überlastet wird, das heißt jene kritische Haltung gegenüber dem Mittelalter und die Aufbruchsstimmung als Selbstverständnis, die aus den Theorien und Dichtungen jener Zeit sprechen, überhistorisch idealisiert werden. Eine historische Relativierung dieser Ansätze, begründet etwa durch den Hinweis auf ihren Eklektizismus, fehlende Systematik, elitäres Gelehrtentum und literarischen Manierismus, würde jedoch ebenso den Kern dieses Aufbruchs verfehlen. Denn er hatte praktische Folgen, insbesondere eine Reform des Bildungssystems und die Begründung von Geisteswissenschaften, die noch erhalten blieben, als die theoretischen Neuerungen längst von dem Denken des Rationalismus und der Aufklärung überlagert wurden. Aber auch jene Neuerungen lebten verdeckt weiter, insbesondere die Entdeckung der Individualität, und blieben Herausforderung für die nachfolgende Verabsolutierung des mathematisch-naturwissenschaftlichen Denkens zur "mathesis universalis" des 17. und 18.Jahrhunderts.
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