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Autor(en): Sellke, Piet
Titel: Informationsbedürfnisse und Verhaltensintentionen der Öffentlichkeit bei Terroranschlägen mit radiologischen und biologischen Stoffen
Sonstige Titel: Information needs and behavioral intentions of the public in case of terrorist attacks with radiological and biological substances
Erscheinungsdatum: 2016
Dokumentart: Dissertation
Seiten: 210
URI: http://elib.uni-stuttgart.de/handle/11682/8768
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:93-opus-ds-87687
http://dx.doi.org/10.18419/opus-8751
Zusammenfassung: Die Bedrohung der westlichen Welt durch terroristische Anschläge kam wie nie zuvor in das Bewusstsein der Öffentlichkeit durch Anschläge wie 9/11 (New York und Washington, 2001), 11-M (Madrid, 11. März 2004) und 7/7 (London, 7. Juli 2005). Die neue Qualität dieser Anschläge bestand darin, dass ganz bewusst der Alltag der Menschen angegriffen wurde mit dem Ziel, so viele Menschen wie eben möglich zu töten und das ökonomische und soziale Leben schwer zu stören. Nicht zuletzt die Kaltblütigkeit und auch die perfide Planung der Anschläge machte die Nutzung von radiologischen und / oder biologischen Stoffen für weitere Anschläge denkbar, wenn nicht sogar wahrscheinlich. Wie die Öffentlichkeit auf solche Anschläge reagiert wird dabei helfen, das Ausmaß der medizinischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen zu bestimmen. Das Verständnis darüber, wie die Öffentlichkeit in einem Fall solcher Attacke verhalten wird, ist jedoch nur eingeschränkt. Wird es spontane Evakuierungen geben? Sind die Menschen bereit, in Massenbehandlungszentren zu gehen? Werden Menschen, die gar nicht betroffen sind sich ebenfalls in Behandlungszentren begeben? Werden die Menschen Gegenden vermeiden, auch wenn sie wieder als sicher gelten? Über diese Fragen ist unser Wissen bisher begrenzt. Notfallpläne und Simulationen gehen bisher von einer eher willigen Bevölkerung aus, mit leicht verständlichem Verhalten. Frühere Situationen weisen jedoch eher darauf hin, dass die Realität anders sein könnte. Die vorliegende Arbeit folgt dabei drei grundlegenden methodischen Schritten. Erstens, in einer Reihe von Fokusgruppen werden zufällig ausgewählte Bürger mit fiktiven Zeitungs- und TV-Nachrichtenbeiträgen konfrontiert, die von einem Terroranschlag mit Pockenviren bzw. mit einem Radiological Embedded Device (RED) berichten, der sich in unterschiedlichen Stufen verschlimmert. Die Teilnehmer dieser Fokusgruppen bekommen nur sehr eingeschränkte Informationen, so dass die Informationsbedürfnisse deutlich zum Vorschein treten. Zweitens, in einem repräsentativen CATI-Survey werden Verhaltensintentionen der deutschen Bevölkerung insgesamt gemessen, um die qualitativen Daten zu validieren und zu ergänzen. Drittens, die Ergebnisse der ersten beiden Schritte werden dazu verwendet, den Informationsinput in einer weiteren Runde von Fokusgruppen mit anderen Teilnehmern zu testen. Dabei wird deutlich werden, ob ein veränderter Informationsinput die Verhaltensintentionen der Bevölkerung verändern kann.
The threat western societies face through terrorist attacks became much more apparent than ever before through the attacks of 9/11 (New York and Washington 2001), 11-M (Ma-drid, March 11, 2004) and 7/7 (London, July 7, 2005). The new quality of those attacks comprised the deliberate attempt to cause as many fatalities as possible and to disrupt economic and social life. Not least the ruthlessness and sophistication of the attacks carried out made the use of radiological or biological substances for attacks conceivable, if not likely. How the public reacts to biological or radiological terrorism will help to determine how extensive the attack's medical, economic and social impacts are. Yet our understanding of what the public is likely to do in case of a radiological and/or biological attack is limited. Will they spontaneously evacuate affected areas? Are they willing to attend mass treatment centers? Will unaffected people demand treatment and monitoring? Will people avoid affected areas even after clean-up operations have been completed? As yet, knowledge on this is rather limited. While emergency plans and simulations dealing with these scenarios assume a relatively compliant public with easily understood behaviors, evidence from previous incidents suggests that the reality may be different. As such, a first step to preparing better plans to protect the public is to identify actions they intend to take in the event of one of these scenarios occurring, and to assess how prevalent such intentions are in society. The following thesis follows three main methodological steps to assess public information needs and behavioral intentions. First, in a series of focusgroups randomly selected citizens are confronted with mock-up newspaper and tv-clips, reporting in different and increasing stages about a terrorist attack in Stuttgart with smallpox and a radiological embedded device (RED), respectively. These participants receive only limited information in order to gather their responses of what they need to know. Second, a nation-wide representative survey will bring the questions of information needs and behavioral intentions to a larger level, to not rely on qualitative data alone. Third, the results of the first two steps will be used to alter information input to another round of focusgroups, investigating whether behavioral intentions will be different then and whether information needs will be met.
Enthalten in den Sammlungen:10 Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

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