Please use this identifier to cite or link to this item: http://dx.doi.org/10.18419/opus-5789
Authors: Ziegler, Heide
Trotha, Klaus von
Bierich, Marcus
Ganzhorn, Karl
Harms, J. Menno
Hinrichs, Conrad
Hirschbrunn, Hans-Wolfgang
Zeidler, Gerhard
Reuter, Andreas
Title: Erstes Stuttgarter Bildungsforum - Reden bei der Veranstaltung der Universität Stuttgart am 18. Juni 1993.
Issue Date: 1993
metadata.ubs.publikation.typ: Buch
Series/Report no.: Reden und Aufsätze / Universität Stuttgart;45
URI: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:93-opus-2431
http://elib.uni-stuttgart.de/handle/11682/5806
http://dx.doi.org/10.18419/opus-5789
Abstract: Deutschland nimmt bei der Grundlagenforschung nach wie vor einen internationalen Spitzenplatz ein. Die Umsetzung der Forschungsresultate in Produkte aber leisten andere Länder effizienter und vor allem schneller als wir. Das hat vielfältige Ursachen, aber einige davon sind auch im wechselseitigen Selbstverständnis der Forschungseinrichtungen einerseits und der für die Produktentwicklung zuständigen Teile der Unternehmen andererseits zu suchen. Die Flexibilisierung der mentalen Kategorien 'reine Forschung', 'angewandte Forschung' und 'Entwicklung' ist zu einem guten Teil auch eine Aufgabe der Universitäten, dieihre Absolventen in die Lage versetzen muß, sich sehr schnell und zielgerichtet auf neue Anforderungen in ihrem Fachgebiet einzustellen, aber auch Problemstellungen, die über die engen Grenzen des Fachgebiets hinausgehen, systematisch zu erschließen. Das hat nichts zu tun mit einer Ausbildung zum Generalisten. Es erfordert vielmehr ein sehr breites und gründliches Methodenwissen, gepaart mit der durch praktische Erfahrung erworbenen Fähigkeit, den richtigen methodischen Ansatz für das jeweils gegebene Problem zu wählen. Die von der Politik derzeit favorisierte Zweiteilung des Studiums in einen ersten Teil für diejenigen, die Produkte entwickeln sollen, und einen zweiten Teil für den wissenschaftlichen Nachwuchs ist – dies hat das Bildungsforum klar ergeben – gerade im Ingenieurbereich zur Erreichung der geforderten Flexibilität nicht nur nicht geeignet; eswäre eindeutig ein Schritt in die falsche Richtung.Kontraindiziert ist auch die derzeit von der Politik ohne Rücksicht auf fachliche Randbedingungen verordnete Verkürzung der Studiengänge auf 160 Semesterwochenstunden. Es ist offensichtlich, daß dies in vielen Disziplinen nur auf Kosten der Qualität der Ausbildung möglich ist – ein Preis, den wir gerade nicht bereit sein sollten zu zahlen.
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