Please use this identifier to cite or link to this item: http://dx.doi.org/10.18419/opus-8162
Authors: Breckle, Siegmar-Walter
Kull, Ulrich
Title: Ist Diarthron vesiculosum (Thymelaeaceae) ein ökologisches Rätsel? : Studien an Therophyten in der Steppe Kabul/Afghanistan. 2, Die Wirkung der Dürre auf Mineralstoffverhältnisse und Kohlenhydrathaushalt
Issue Date: 1973
metadata.ubs.publikation.typ: Zeitschriftenartikel
metadata.ubs.publikation.source: Botanische Jahrbücher für Systematik, Pflanzengeschichte und Pflanzengeographie 93 (1973), S. 539-561
URI: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:93-opus-89695
http://elib.uni-stuttgart.de/handle/11682/8179
http://dx.doi.org/10.18419/opus-8162
Abstract: Diarthron vesiculosum ist eine annuelle Thymelaeacee, die die trockenen und heißen Sommer in den turkmenischen Wüsten lebend überdauert. Wir haben in der Umgebung von Kabul neben Diarthron auch Ziziphora tenuior L. (Lamiaeeae) und Scabiosa olivieri COULT. (Dipsacaceae) zum Vergleich näher untersucht. Ähnlich wie schon in Teil I die phänologischen, morphologischen und osmotischen Verhältnisse keinen Hinweis ergaben, der die russische Beobachtung hätte bestätigen können, zeigte sich auch bei den Untersuchungen der Ionenverhältnisse und des Kohlenhydrathaushaltes, daß alle drei untersuchten Annuellen wenige Wochen nach Ende der Frühjahrsregenperiode absterben. Die Akkumulation an Mineralstoffen ist in den drei Arten recht unterschiedlich, die geringsten Gehalte weist Diarthron auf. Das steht in Verbindung mit dem relativ gut ausgeglichenen Wasserhaushalt. Der stenohydre Charakter zeigt sich auch im Kohlenhydrathaushalt: Diarthron vergilbt, bevor sie verwelkt, d. h. sie "verhungert", bevor sie verdurstet. Die Bedeutung des Schleims in Diarthron ist noch offen. Bei Ziziphora dagegen bricht schon wenige Tage nach Einsetzen der Dürre der Stoffwechsel völlig zusammen. Noch vorhandene Reserven an Kohlenhydraten oder Proteinen verbleiben weitgehend ungenutzt in den welkenden Pflanzen. Scabiosa hingegen nähert sich in ihrem Verhalten eher Diarthron, und vermag dieses sogar noch zu übertreffen, indem sie durch einen anpassungsfähigeren Stoffwechsel das Absterben bis Ende Juni hinauszögern kann und bis zu diesem Zeitpunkt ständig noch Blütenstände neu anlegt. Diarthron weist eine gewisse Sonderstellung auf, da bei ihm der Zuckeranteil am potentiellen osmotischen Druck im Laufe der Entwicklung abnimmt. Dies gilt entsprechend für den Zuckergehalt. Geeignete Bezugssysteme der analysierten Inhaltsstoffe werden diskutiert. Der Gehalt an anorganischen Ionen wird auch in Anteilen des potentiellen osmotischen Druck angegeben. Die Zusammensetzung der Pflanzen im Laufe ihrer raschen Entwicklung wird außerdem in absoluten Mengen ausgedrückt.
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